Ratgeber

SEO-Trends 2020: Was wichtig bleibt und wichtig wird

(Abbildung: Shutterstock/ yavyav)

Wer die wichtigsten SEO-Trends kennt, muss nicht unbedingt im Vorteil sein. Denn viele Website-Betreiber vernachlässigen noch immer die grundlegenden Aufgaben guter Suchmaschinenoptimierung. Was auch 2020 wichtig bleibt und darüber hinaus wichtig wird.

Die Suche verändert sich – ständig. Doch im Wesentlichen ist die Intention von Google schon seit Langem klar: dem Nutzer die bestmöglichen Ergebnisse ausspielen und damit – so der Suchmaschinenriese – eine „optimale und einzigartige Erfahrung bieten“. Nicht umsonst lautet die moderne Übersetzung von SEO mittlerweile „Search Experience Optimization“.

Konnte man die Sucherergebnisse früher noch mit Tricks und manipulativen Techniken zum eigenen Vorteil verbessern, ist SEO nun wesentlich komplexer und ganzheitlicher geworden. Was einige Entscheider unter klassischem Suchmaschinenoptimierung verstehen, ist nur noch die Spitze des Eisbergs. Angrenzende Disziplinen wie UX-Design und Conversion-Optimierung haben auf den SEO-Erfolg genauso Einfluss wie eine moderne, ­schnelle und sichere technische Infrastruktur. Anstatt ungefiltert nach ­potenziellen Trends Ausschau zu halten, sollte es in diesem wie im nächsten Jahr darum gehen, sich auf die Maßnahmen zu konzentrieren, die für SEO die größten Hebel darstellen.

SEO-Hausaufgaben machen

Wer dauerhaft die vorderen Plätze in der Google-Suche besetzen will, sollte sich zunächst den Marktgegebenheiten widmen. Konkret empfiehlt sich der Blick auf die aktuellen Topergebnisse und eine kritische Auseinandersetzung mit den dort vertretenen Wettbewerbern. Zur Bewertung der Ranking-Chancen der eigenen Website sind vor allem zwei Kriterien entscheidend:

  • Glaub- und Vertrauenswürdigkeit
  • Content- und Angebotsrelevanz

Warum Glaub- und Vertrauenswürdigkeit? Bereits 2008 hat Eric Schmidt, ehemaliger CEO von Google, zum Ausdruck gebracht: „Marken sind die Lösung.“ In diesem Sinne sollte sich jeder Website-Betreiber fragen, ob seine Marke so bekannt ist, dass sie genannt würde, wenn man in alter „Familienduell“-­Tradition 100 Menschen fragen würde, bei welchen Anbietern man vorzugs­weise ein bestimmtes Produkt beziehungsweise eine Dienstleistung bezieht. Wird die eigene Website hier nicht genannt, wird man womöglich gegen Windmühlen kämpfen. Ist das Themenumfeld zu stark umkämpft und der Wettbewerb auch hinsichtlich der Backlink-Popularität unerreichbar, sollte man die Keyword-Strategie überdenken.

Für das Keyword „sportliche Kleider“ hat ein Anbieter wie „­comma-store“ bessere Chancen als für das deutlich generischere Keyword „Kleider“. (Screenshots: Google)

Für das Keyword „sportliche Kleider“ hat ein Anbieter wie „­comma-store“ bessere Chancen als für das deutlich generischere Keyword „Kleider“. (Screenshots: Google)

Gerade im Bereich „Mode“ ist die Zahl der Herstellermarken und Retailer nahezu unendlich groß. Für eine eher unbekannte Marke ist es schlicht unmöglich, für einen generischen Begriff wie „Kleider“ zu ranken. Auch reiner Link-Aufbau kann hier nur bedingt zu Erfolgen führen. Stattdessen sollten Anbieter prüfen, ob sie eine bestimmte ­Nische für sich besetzen können, die zum Leistungsangebot und Image der Marke passt. So ist für einen Anbieter wie planet-sports.de eine Keyword-Ausrichtung auf „sportliche Kleider“ wesentlich zielführender als der generische Oberbegriff „Kleider“.

Warum Content- und Angebotsrelevanz? Landingpages ­müssen auch inhaltlich die Nutzererwartungen erfüllen. Die­ ­jüngsten Google-Updates zielten immer wieder auf die Nutzer­intention ab. Deshalb sollten Suchmaschinenoptimierer ­Websites für jedes Keyword immer mit den Topwettbewerbern bei ­Faktoren wie inhaltliche Ausrichtung, Content-Integration oder auch Produktportfolio vergleichen. Natürlich gelten hier für jede Suchanfrage eigene Ranking-Signale.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

3 Kommentare
Patrick Gerling
Patrick Gerling

Es tut mir Leid, aber ihr seid leider längst keine digitalen Pioniere mehr. Kaum ein von euch veröffentlichter Artikel weißt fachlich einen Mehrwert auf, stattdessen wird mit vielen Wörtern wenig Informationen vermittelt.

Antworten
khoa.nguyen344
khoa.nguyen344

Ich glaub kaum, dass Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit heute noch üblich sind, wenn man sich die SERPs anschaut, die von großen Marken dominiert werden, inhaltlich aber sehr dünn sind. Google scheint einigen großen Seiten einen Freifahrtschein für gute Rankings zu bieten .

Antworten
Enis

Ich bin der festen Überzeugung, dass guter Content und Signale wie Verweildauer oder Seitenaufrufe viel wichtiger sind als alles andere. Natürlich spielt auch die gesamte Performance der Domain eine Rolle. Damit meine ich vor allem das Alter, die interne und externe Verlinkung, Pagespeed etc.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung