Ratgeber

SEO-Trends 2020: Was wichtig bleibt und wichtig wird

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Analysiert man etwa das Marktumfeld für den stark nachgefragten transaktionalen Suchbegriff „Kinderwagen“, zeigt ein Blick auf die Top 5, dass Sortimentsvielfalt für diesen Themen­bereich unabdinglich zu sein scheint. In der Folge haben ­Händler in diesem Keyword-­Bereich bessere Chancen als Hersteller­marken. Der Kunde erwartet offensichtlich eine gewisse Auswahl bei einem durchaus komplexen Produkt. Die Grafik unten zeigt die Anzahl angebotener Produkte der Top-5-Websites für das Keyword „Kinderwagen“.

Wenn es um die inhaltliche Gestaltung der eigenen ­Landingpage geht, kann der Blick auf die rankenden Wettbewerber ebenfalls einen Orientierungspunkt geben. Inwiefern ist Text auf der ­Website nötig? Welche Fragen sollten unbedingt beantwortet werden? Sind Schaugrafiken, Videos oder Ähnliches notwendig?

Die wichtigsten Trends

Ohne technisches SEO geht es nicht

Neben einer passenden Keyword-Strategie sowie einer nutzer­gerechten und fokussierten Landingpage-Optimierung ist natürlich auch 2020 eine technisch saubere Umsetzung zwingend erforderlich. In der Regel liegen die größten SEO-Hebel weiterhin in einer ordentlich aufgestellten Crawling- und Indexierungssteuerung sowie der internen Verlinkung – immer mit der mobilen Website als Grundlage der Bewertung. Was nicht von den Suchmaschinen gefunden wird, kann nicht ranken. Und was keine Relevanz besitzt, sollte erst gar nicht ranken. Vermutlich hat der Großteil aller Websites hier noch immer massiven Nachholbedarf. Erst wenn die Basis steht, sollte man eigene Prozesse etwa durch Automatisierung noch effizienter gestalten, um bei Trendthemen zu den First Movern zu gehören.

JavaScript bleibt eine Herausforderung

Im schlechtesten Fall hat die Fokussierung auf Trend­themen wie Single-­Page-Applikationen in den letzten Jahren ­Website-Betreiber dazu gebracht, ihre Websites komplett mit JavaScript zu realisieren. Experten empfehlen den Einsatz von JavaScript zur Suchmaschinen­optimierung nur bedingt, da die Fehlertoleranz deutlich geringer als bei statischen HTML-­Umsetzungen ist. Einige Websites mussten wegen fehlerhafter Implementierung oder sehr komplexer Skripte Einbußen im SEO-Traffic hinnehmen.

(Grafik: t3n)

Abhilfe kann zum Teil der Einsatz von Prerendering schaffen, wodurch Google die Website nicht selbst „zusammenbauen“ muss. Die neuesten Entwicklungen von Google machen aber Hoffnung, dass Google zukünftig nicht mehr über zwei ­Crawling-Zyklen das Indexieren und Rendern von JavaScript-­basierten Websites durchführen muss. Ob der Einsatz von Single-Page-­Applikationen zukünftig dennoch aus SEO-Sicht zu empfehlen ist, bleibt abzuwarten. Eine gesunde Skepsis kann hierbei auch 2020 nicht ­schaden.

Page-Speed weiterhin im Fokus

Ein weiteres Thema, das in den letzten Jahren zunehmend an Fahrt aufgenommen hat, ist das Thema Page-Speed. Das zeigt sich nicht zuletzt in den Weiterentwicklungen von Googles kosten­frei verfügbarem Performance-Tool Lighthouse sowie der Veröffentlichung des Chrome-User-Experience-Reports. ­Dieser Bericht ist besonders interessant, weil er einen Einblick in die tatsächliche Website-Geschwindigkeit im Vergleich zum ­Wett­bewerb liefert. Erst kürzlich hat Google eine weitere ­Metrik – „Largest ­Contentful Paint“ – zu Lighthouse hinzugefügt, die ­deutlich macht, wann der wichtigste Inhalt einer Seite geladen ist.

SEO-Trends als Spitze des ­Eisbergs: Ein gutes Ranking fußt auf vielen Faktoren, die unter der Wasserlinie liegen und die manche ­Entscheider gar nicht mit SEO in Verbindung ­bringen. 80 Prozent aller ­Websites haben grundlegendere Hausaufgaben zu erledigen, als sich mit klassischen SEO-Trends zu beschäftigen. (Grafik: Darius Erdt / t3n)

SEO-Trends als Spitze des ­Eisbergs: Ein gutes Ranking fußt auf vielen Faktoren, die unter der Wasserlinie liegen und die manche ­Entscheider gar nicht mit SEO in Verbindung ­bringen. 80 Prozent aller ­Websites haben grundlegendere Hausaufgaben zu erledigen, als sich mit klassischen SEO-Trends zu beschäftigen. (Grafik: Darius Erdt / t3n)

Sicherlich werden auch immer mehr Tool-Anbieter weiterführende Anwendungen auf Basis der in Lighthouse und Co. zur Verfügung gestellten Daten anbieten und das Thema – im Sinne einer besseren User-Experience – weiterhin relevant halten. Ryte stellte vor Kurzem bereits seinen Page-Speed-Report vor, auch Screaming Frog nutzt neuerdings Lighthouse-Daten.

UX und SEO wachsen zusammen

Bis vor einiger Zeit herrschte häufig Konkurrenz zwischen den Bereichen User-Experience und SEO. Zunehmend zeigt sich im Onlinemarketing jedoch, dass diese beiden Disziplinen immer mehr ­zusammenrücken. Und das ist auch der einzig richtige Weg: Beide ­Disziplinen sollten schließlich auf den Nutzer ausgelegt sein und nicht getrennt voneinander gedacht werden.

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3 Kommentare
Patrick Gerling
Patrick Gerling

Es tut mir Leid, aber ihr seid leider längst keine digitalen Pioniere mehr. Kaum ein von euch veröffentlichter Artikel weißt fachlich einen Mehrwert auf, stattdessen wird mit vielen Wörtern wenig Informationen vermittelt.

Antworten
khoa.nguyen344
khoa.nguyen344

Ich glaub kaum, dass Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit heute noch üblich sind, wenn man sich die SERPs anschaut, die von großen Marken dominiert werden, inhaltlich aber sehr dünn sind. Google scheint einigen großen Seiten einen Freifahrtschein für gute Rankings zu bieten .

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Enis

Ich bin der festen Überzeugung, dass guter Content und Signale wie Verweildauer oder Seitenaufrufe viel wichtiger sind als alles andere. Natürlich spielt auch die gesamte Performance der Domain eine Rolle. Damit meine ich vor allem das Alter, die interne und externe Verlinkung, Pagespeed etc.

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