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Ausfälle schneller erkennen mit der freien Monitoring Software Nagios: Server und Applikationen überwachen

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Die Nagios-Statusmap zeigt die einzelnen Hosts grafisch an und gibt die Beziehungen zueinander im Netzwerk wieder.

Die Nagios-Statusmap zeigt die einzelnen Hosts grafisch an und gibt die Beziehungen zueinander im Netzwerk wieder.

Für die Überwachung verwendet Nagios so genannte Plugins, die der Daemon startet und die die eigentliche Überwachungsaufgabe durchführen. Ein „check_ping“ überprüft die Verfügbarkeit einer Ressource per ICMP Ping oder ein „check_disk“ überwacht den Füllstand einer Festplatte. Für alle in Nagios konfigurierten Checks lassen sich Warnschwellen angeben, bei deren Über- oder Unterschreitung ein festgelegter Kontakt alarmiert wird. Im einfachsten Fall ist das eine E-Mail, aber Nagios kann durch Shell-Scripte auch SMS versenden oder Alarmsirenen aufheulen lassen. Über ein integriertes Webinterface lässt sich der aktuelle Zustand aller überwachten Server und Dienste einsehen. Darin können auch die Entwicklung in der Vergangenheit ausgewertet oder Verfügbarkeitsreports von Servern, Diensten oder ganzen Gruppen erstellt werden.

In den Konfigurationsdateien des Daemons wird festgelegt, welche Überwachungen wann, wo und wie genau durchgeführt werden sollen. Der Daemon plant die Ausführungszeiten der einzelnen Checks, um die Systeme nicht zu überlasten und stellt die Überwachungen in eine Scheduling Queue. Ein weiterer Teilprozess arbeitet diese Queue ab, führt die einzelnen Überwachungen aus und verarbeitet die Rückgabewerte. Die Ergebnisse werden einerseits genutzt, um den aktuellen Zustand der überwachten Hosts und Services im Webinterface anzuzeigen, aber auch, um Warnmeldungen an die Administratoren zu versenden.

… und die Plugins machen die Arbeit

Für die eigentlichen Überwachungen bedient sich der Daemon der Nagios-Plugins. Sie werden vom Daemon gestartet, bekommen die notwendigen Parameter und die Warnschwellen übergeben und melden abschließend das Ergebnis inklusive einer Statusmeldung an den Daemon zurück. Einige hundert Plugins sind bereits in einem offiziellen Nagios-PluginPaket enthalten. Sollten weitere Plugins benötigt werden, lohnt sich meist ein Besuch von NagiosExchange [1]. In dem Katalog werden auch selbst erstellte Plugins anderer User zugänglich gemacht. Für die allermeisten Überwachungsanforderungen finden sich dort inzwischen die passenden Plugins. Auch bei SourceForge sind Plugins zu finden [2].

Da die Schnittstelle zwischen den Nagios-Plugins und dem Nagios-Daemon sehr einfach gehalten ist, kann man ohne großen Aufwand eigene Nagios-Plugins schreiben oder bestehende Scripte an Nagios anbinden. Die offiziellen Nagios-Plugins sind in der Regel in C programmiert, während viele User ihre Plugins in Perl oder sogar als Shell-Scripte realisieren. Auf Windows-Servern kann sogar Visual Basic oder VBScript zum Einsatz kommen. Hier der Aufruf und die Rückgabe eines Nagios-Plugins per Shell:

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