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Social-Media-Interview: Dirk Rockendorf von Continental: „Wenn man mit Social Media Erfolg haben will, bedarf es eines Paradigmenwechsels“

Dirk Rockendorf ist Leiter E-Business im Bereich Marketing & Vertrieb PKW-Reifen der Continental Reifen Deutschland GmbH. Im Rahmen seiner Tätigkeit ist er unter anderem weltweit für das Online-Marketing zuständig. Nachdem das Thema „Social Media“ im letzten Jahr stark aufkam, ist Contis Reifensparte gerade dabei das Social Web für sich zu erkennen und Erfahrungen zu sammeln. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Reifen, sondern Fußbälle.

Dirk Rockendorf: „Wer möchte schon mit einem Reifenhersteller befreundet sein?“

Dirk Rockendorf: „Wer möchte schon mit einem Reifenhersteller befreundet sein?“

t3n Magazin: Sie setzten bei Ihren Social-Media-Aktivitäten für Continental stark auf die Verknüpfung mit dem Thema Fußball. Warum?

Dirk Rockendorf: Wir haben uns die Frage gestellt: Wer möchte schon mit einem Reifen(hersteller) befreundet sein? Die Antwort können Sie sich denken, Reifen sind für die meisten Menschen einfach nicht so spannend und emotional besetzt, wie Autos es sind. Daher haben wir nach einer Alternative gesucht und mit Fußball eine gefunden. Die Zielgruppen „Fußball-Interessierte“ und „Reifenkäufer“ haben einen hohen Deckungsgrad, daher nutzen wir diese Plattform auch für die klassische Kommunikation. Und mit einem Fußballfan will man schon viel eher befreundet sein – insbesondere wenn er unter anderem auch WM-Tickets zu bieten hat.

t3n Magazin: Im Jahr 2008 haben Sie Ihre eigene Community „Conti Fanworld“, die bis dahin rund 200.000 Mitglieder hatte, eingestellt und fokussieren sich heute stattdessen auf die Anbindung an große bestehende Plattformen wie Youtube oder Facebook. Wie kam es zu diesem Paradigmenwechsel?

Dirk Rockendorf: Dafür gab es im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen wurde es immer teuerer, State-of-the-Art-Flash-Games zu entwickeln, die wir den Besuchern auf der Plattform angeboten haben. Zum anderen ist das Konzept der eigenen Community nicht mehr zeitgemäß. Heute sind unsere Kunden bereits Mitglied in einer Community wie Facebook und sind Fan von bestimmten Marken. Daher versuchen wir, Verknüpfungen von unserer neuen Plattform „ContiSoccerWorld“ zu bestehenden Social Networks wie Facebook herzustellen, etwa über Facebook Connect.

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