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Startup-Check: Diese 6 Startups solltest du kennen

In jeder t3n-Heftausgabe stellen wir spannende Neugründungen aus dem deutschsprachigen Raum vor. Diesmal mit dabei: Givetastic aus Hannover, Emlen aus Saarbrücken und Purish aus Berlin.

Von Vicky Isabelle Bargel
4 Min. Lesezeit
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Wertschätzung per App: Applaudio. (Abbildung: Applaudio)

Inhaltsverzeichnis

Applaudio: Da kann man ruhig mal klatschen!

Während seiner Zeit bei Google ist Fabian Essrich eins besonders positiv aufgefallen: ein eigenes Tool für die Wertschätzung von Kollegen. Das habe den Zusammenhalt unter den Mitarbeitern merklich gestärkt. Gemeinsam mit Lukas Menges hat er inzwischen selbst ein digitales Tool entwickelt: Applaudio. Jeder Mitarbeiter erhält ein bestimmtes Kontingent an sogenannten Bravos pro Quartal, die er an Kollegen vergeben darf. Optional können Unternehmen die Bravos auch in monetäre Benefits umwandeln. Das Startup aus Konstanz wurde erst im Juni dieses Jahres gegründet, hat die Pilotphase aber schon abgeschlossen. Geld verdienen die Macher über eine Nutzungsgebühr, die Unternehmen ab zehn Mitarbeitern zahlen.

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Unser Urteil: Wertschätzung auszudrücken, ist gerade in Zeiten von Homeoffice und Remote Work essenziell. Aber ob Teams tatsächlich noch ein weiteres Tool dafür brauchen? Gerade in Krisen werden HR-Themen ja eher hinten angestellt.

Boost Thyroid: Die Schilddrüse ­tracken

Über 350 Millionen Menschen weltweit leiden an einer Unterfunktion ihrer Schilddrüse. Die Symptome sind vielfältig und häufig wenig spezifisch. Mit der App ­Boost Thyroid wollen die drei ­Gründer­­ Vedrana Högqvist Tabor, Mikael Högqvist Tabor und Jean-Étienne ­Parrot dabei helfen, den Hormonhaushalt zu über­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­wachen und den indivi­­­­­­­­­­­duellen Medi­kation­­­­­­­­­s­­­­­­­­­­­­­­­­­­­plan zu optimieren. Zusätzlich zu den ­T­racking-Funktionen bietet die Anwendung, die aktuell nur in Apples App-Store verfügbar ist, Tipps und Wissen rund um die Schilddrüse. Gegründet wurde das ­Startup hinter der App im Dezember 2016. Das Geschäftsmodell folgt einem Free­mium-Ansatz. Die Basisfunktionen sind kostenlos, für die Pro-Version fällt ent­weder eine monatliche Gebühr von 2,99 Euro, eine Jahresgebühr oder eine Einmalzahlung über 49,99 Euro für unbegrenzte Nutzung an. Aktuell hat das Startup zwei Standorte – in Berlin und in Australien.

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Unser Urteil: Das Startup hinter Boost Thyroid wurde von der EU-Kommission für die „Horizon 2020“-Förderung ausgewählt. Die Bewertungen im App-Store sind sehr positiv. Allerdings gibt es einige Konkurrenz­-Apps.

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(Abbildung: Givetastic)

Givetastic: Digitale Wallet für Unternehmensspenden

Vidya Munde-Müller hat mit Givetastic eine App entwickelt, die Unternehmen als digitale Wallet für Spenden nutzen können. So gehts: ein Spendenbudget in die App hochladen und den Mitarbeitern jeweils einen Betrag zur Verfügung stellen. Jeder kann frei entscheiden, für welche gemeinnützigen Zwecke er oder sie spendet. Als Empfänger sind in der App alle NGO verfügbar, die bei betterplace.org gelistet sind. Das Team hinter der App will zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Corporate-Social-Responsibility fördern und Unternehmen als werteorientierte und damit attraktive Arbeitgeber positionieren. Finanzieren will sich Givetastic über eine Vermittlungsgebühr. Beim Gründerwettbewerb Hannoverimpuls belegte das 2019 gegründete Startup den dritten Platz.

Unser Urteil: Werteorientierung wird für Unternehmen immer wichtiger – auch für die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern. Das Timing könnte für Givetastic daher genau richtig sein. Bisher konnte das Startup allerdings nur mit einigen Firmen pilotieren. Jetzt gilt es, große, finanzstarke Kunden zu gewinnen.

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(Abbildung: Farninsect )

Farminsect: Die IoT-Insektenfarm

Proteinfuttermittel aus Soja und Fischmehl verursachen massive ökologische Probleme. Insekten könnten eine gute Alternative sein, sind in der EU bis dato aber als Nutztiere noch weitgehend unbekannt. Um das zu ändern, haben die Gründer Wolfgang Westermeier, Thomas Kühn und Andre Klöckner Farminsect entwickelt, ein Maschinen- und IoT-System, das die automatisierte Mast von Insekten ermöglicht. Farminsect liefert dabei den Landwirten die Larven zur Aufzucht; die Larven selber erhalten regionale Reststoffe wie Altbrot als Futter. Gegründet wurde Farminsect im Sommer dieses Jahres. Das Gründerteam wird vom Accelerator der LMU München sowie dem European Institute of Technology unterstützt.

Unser Urteil: Insekten sind erst seit 2017 als Tierfuttermittel in der EU zugelassen. Aber die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen geht davon aus, dass bis 2025 zehn Prozent des Fischmehls im Tierfutter durch Insekten ersetzt werden. Das entspräche einem Marktpotenzial von acht Milliarden Euro.

Emlen: Wer klickt meinen Content?

Die Interaktion mit Content bedeutet für Unternehmen bares Geld. Doch ob Videos und Dokumente im Anhang einer E-Mail wirklich angeschaut werden, können Marketer und Sales-Teams häufig nicht nachvollziehen. Darum haben Marc Grewenig, Max Ulbrich und Kristian Kauper Emlen entwickelt, eine Content-Engagement-Software, die es ermöglicht, bereits bestehenden Content individuell zu aktivieren, zu personalisieren und zu überwachen. Im Kern funktioniert Emlen so: In einer Galerie können Unternehmen ihren gesamten Content hochladen. Je nach Audience werden bestimmte Inhalte ausgewählt und den Empfängern individuell zur Verfügung gestellt. Die Empfänger erhalten einen Link zu einer eigenen kleinen Content-Galerie, durch die sie sich durchklicken können. Jede Form der Interaktion wird getrackt. Das Startup aus Saarbrücken wurde im August 2020 gegründet und will sich über eine Nutzungsgebühr für ihr SaaS-Tool finanzieren.

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Unser Urteil: Über 150 Unternehmen haben den Early Access von Emlen genutzt; das Startup hat auch schon einiges an Pre-Seed-Kapital eingesammelt. Entscheidend ist aber: Die Software scheint ein wirkliches Problem zu lösen. Marc Grewenig konnte genau sehen, dass ich mir mit dem Anschauen seiner über Emlen bereitgestellten Inhalte reichlich Zeit gelassen habe – und noch mal nachhaken.

Purish: US-Beauty für den deutschen Markt

Mit Purish wollen zwei deutsche Gründer den Beauty-Markt erobern. Lucas Caspar Fischer und Philipp Mehler haben dazu 2017 eine E-Commerce-Plattform geschaffen, um Make-up und Körperpflegeprodukte aus den USA nach Deutschland zu holen. Viele US-Trends lösen über Social Media einen regelrechten Hype aus, in Deutschland sind die Produkte dann aber nur schwer und gegen Zollgebühren zu bekommen. Zudem tun sich die großen Ketten hierzulande oft schwer, neue Brands zu listen. Das wissen die beiden Gründer aus ihren früheren Jobs im Retail-Business. Mit ihrer Geschäftsidee haben sie am Plug-and-Play-Accelerator von Axel Springer teilgenommen und einige Business-Angels sowie Henkel Ventures und das Beauty-Unternehmen Cosnova zu ersten Investments bewegt.

Unser Urteil: Douglas und Co. zu attackieren, dürfte für ein Startup eine enorme Herausforderung sein. Allerdings fungiert Purish für die bei ihnen gelisteten Marken auch als Agentur. Shootings und Kampagnen werden den Brands als Bonus für die Zusammenarbeit geboten. Das könnte den entscheidenden Marktvorteil liefern. Immerhin konnte Purish schon Deals mit Marken abschließen, die bei keinem anderen deutschen Händler zu bekommen sind.

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