Marketing

Video-SEO: Wichtige User-Signale und Ranking-Faktoren im Überblick

Video:-SEO: So nutzt man verborgene Potenziale der Suchmaschinenoptimierung auf Youtube.

Gerade hat das erste YouTube-Video, der Psy-Hit „Gangnam-Style“, mehr als 1 Milliarde Klicks in weniger als sechs Monaten erreicht. Das zeigt, welches Traffic-Potenzial Videos haben. Doch wie kann man Videos für Suchmaschinen optimieren und welche User-Signale und Ranking-Faktoren spielen bei der YouTube-Suche eine wichtige Rolle?

Es muss ja nicht gleich ein Klick-Schlager wie „Gangnam Style“ sein [1]. Doch das Beispiel zeigt, dass YouTube mittlerweile ein ernst zu nehmendes Marketing-Tool sein kann. Dazu kommt, dass die klassischen SEO-Grenzen immer mehr verschwimmen: Viele Video-SEO-Maßnahmen bringen weit mehr als nur eine gute Suchmaschinen-Platzierung.

YouTube-Optimierung: On-Page-Faktoren

Suchmaschinenoptimierung für Videos startet bei YouTube. Die mit Abstand größte Video-Plattform der Welt ist die wichtigste Online-Quelle für Webvideos. Inwiefern sich Unterschiede zu einer Google-Optimierung ergeben, wird später erläutert.

Eine Keyword-Analyse kann zunächst klären, wie der optimale Titel des Videos lauten sollte. Um die besten Keywords zu bestimmen, lässt sich zunächst bei YouTube nach dem gewünschten Begriff suchen. Sobald man in den Suchoptionen nach „Hochgeladen in diesem Monat“ filtert, zeigt die Ergebnisliste das Traffic-Potenzial des Keywords an. Normalerweise geht es hierbei nicht um Millionen, sondern um Tausende oder manchmal sogar nur um Hunderte von potenziellen Klicks.

Das wichtigste Hauptsignal ist der Titel. Er sollte natürlich zum Video passen, aber auch von möglichst vielen Menschen gesucht werden und entsprechend das relevante Keyword enthalten. YouTube wertet jedoch alle Texte aus, die im Zusammenhang mit dem Video zu finden sind. Dabei sind zunächst die Informationen wichtig, die man beim Hochladen eines Videos hinzufügen kann, auch wenn sie keinen bestimmenden, sondern nur einen unterstützenden Einfluss auf das Ranking von Videos haben. Dazu gehören etwa der Dateiname des Videos, die Beschreibung, die Keywords, Video-Anmerkungen (diese kann man als Layer in jedes Video einfügen) und – neu – Video-Untertitel, die man bei jedem Video hinzufügen kann. Darüber hinaus gibt es weitere Text-Signale, auf die man kaum Einfluss hat, zum Beispiel Kommentare, die Backlink-Texte oder auch der Titel und Text von Artikeln, in die das Video eingebettet ist.

User-Signale

Die On-Page-Maßnahmen sind wichtig, um zu ermitteln, für welche Keywords ein Video überhaupt relevant ist. Sie lassen sich relativ einfach optimieren – potenziell eine Spam-Gefahr. Und so steigt der Einfluss von User-Signalen seit einigen Monaten auch rapide an. Zu den Ranking-Faktoren gehören unter anderem die Anzahl der Views, der Thumb-Ups oder -Downs, der Kommentare, der Social Shares auf Facebook, Twitter, Google+ und anderen Plattformen sowie die Anzahl der Playlists anderer YouTube-User, auf denen das Video zu finden ist. Außerdem spielt eine Rolle, wie oft das Video in anderen Websites eingebettet ist sowie die Zahl und Qualität der Links zur Video-Seite.

Im August vergangenen Jahres gab YouTube zudem bekannt, dass die Zuschauerbindung ein
weiteres Ranking-Signal ist und damit die Platzierung eines Videos in
der YouTube-internen Suche mitbestimmt [2].
Bis dahin galt die Zahl der Views als einer der wichtigsten Ranking-Faktoren. Doch jetzt lautet die
Maxime von YouTube: „Less clicking, more watching“. Dass YouTube die
Verweildauer in die Bewertung einbezieht, ist eine qualitativ
wichtige Weiterentwicklung, die der Plattform insgesamt im Wettstreit
mit dem Fernsehen zugute kommen soll. Erklärtes Ziel ist es, kurzen
Videos nicht mehr allein durch hohe Klickzahlen einen Vorteil zu lassen.
Längere und vor allem gut gemachte, fesselnde Filme können künftig mehr
punkten.

Der Vergleich zeigt: YouTube und Google nutzen unterschiedliche Algorithmen für ihre Rankings.
Der Vergleich zeigt: YouTube und Google nutzen unterschiedliche Algorithmen für ihre Rankings.

User-Signale müssen übrigens nicht unbedingt nur positiv sein. Entscheidend ist eher, dass das Video angesagt ist. Ein paar negative Signale wie „Thumbs Down“ oder kritische Kommentare sind durchaus hilfreich, denn sie regen eine weitere Diskussion an. Auch die Signale des YouTube-Kanals spielen eine Rolle. Dazu gehören zum Beispiel die Anzahl der Views und Abonnenten des Kanals sowie die Zahl und Qualität der Links auf diesen. Diesen Einfluss sollte man nicht unterschätzen. Die Menge der hochgeladenen Videos sowie die Upload-Frequenz beeinflussen den Globalfaktor „Trust“ – also wie vertrauensvoll die Information rund um das Video eingeschätzt wird. Das thematische Umfeld des Kanals bestimmt den Faktor „Authority“, also die Einschätzung der Kompetenz eines Videos.

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