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TYPO3 4.0: XHTML

    TYPO3 4.0: XHTML

Vor fünf Jahren beschloss das W3C-Konsortium, HTML 4 durch XHTML abzulösen. HTML 5 sollte es nie geben. Doch selbst heute sind noch viele Seiten in HTML 4.01 aufgebaut. Ein Grund: Viele Tools und Mentalitäten stammen noch aus der Zeit von HTML (wie auch TYPO3) und arbeiten daher nicht XHTML-konform. Mit TYPO3 ist bereits heute zum Teil eine XHTML-konforme Ausgabe möglich, mit TYPO3 4.0 wird dies noch weiter verbessert.

XHTML ist im Wesentlichen eine Umformulierung von HTML als XML-Dialekt. So gelten für XHTML die gleichen, strikteren syntaktischen Regeln wie für XML. XHTML 1.0 Transitional ist im Jahr 2000 als direkter Nachfolger von HTML 4.01 entstanden: Die Semantik wurde beibehalten, die Syntax wurde auf XML umgestellt. Durch eine Modularisierung der Auszeichnungssprache ist es dem W3C möglich, XHTML zu erweitern, ohne dass eine komplett neue Spezifikation notwendig ist: Alte Anwendungen arbeiten ohne die Erweiterungen weiter. Durch so genannte Namespaces (Namensräume) ist es möglich, XHTML in anderen XML-Dokumenten nahtlos zu integrieren. Somit ist die Speicherung der Webauszeichnung in XML-Datenbanken ohne Umwandlungen möglich. Umgekehrt ist es auch möglich, andere XML-Dialekte (z.B. SVG für vektorbasierte Grafiken) innerhalb von XHTML-Dokumenten direkt einzubinden. Die Verarbeitung von XHTML-konformen Dokumenten ist auch aus Software-Sicht einfacher. So können über vorhandene XML-Schnittstellen auch XHTML-Dokumente verarbeitet werden. Dies ist gerade bei Geräten mit geringer Speicherkapazität (Handys, PDAs etc.) von Vorteil. Außerdem können Browser einfacher, schneller und robuster programmiert werden. Durch XHTML wird die Zugänglichkeit erhöht – somit spielt die XHTML-Konformität auch im Hinblick auf Barrierefreiheit eine wesentliche Rolle. Barrierefreie Umsetzungen setzen in der Regel auf XHTML für die Strukturierung der Informationen und CSS für die gestalterischen Vorgaben (Layout, Positionierung, Farben, Schriften). Mehr Infos zu den Unterschieden zwischen HTML und XHTML liefert die Website von SELFHTML [1].

XHTML mit TYPO3 bisher

TYPO3 entstand zu einer Zeit, in der es XHTML noch nicht gab. Auch die „alte“ Browser-Generation konnte nur bedingt CSS-Anweisungen umsetzen, sodass man auf so genannte „inline“-Formatierungen angewiesen war (z.B. <FONT FACE...>). Das ist nicht nur „unschön“ und nicht XHTML-konform, sondern bläht den Quelltext auch mit viel Redundanz unnötig auf. So wurde die Frontend-Ausgabe durchgängig nach der „HTML 4.01 Transitional“-Spezifikation realisiert. Wegen der ständig wachsenden Nachfrage nach XHTML, der Trennung von Content und Layout, aber auch wegen der Barrierefreiheit wurde in TYPO3 Version 3.6 schließlich die Möglichkeit hinzugefügt, TYPO3 für die strikte XHTML-Ausgabe einzustellen. Es gab die neue Konfigurationsmöglichkeit „config.doctype“. Bei Angabe einer XHTML-Variante wird TYPO3 angewiesen im Page-Header die passende XHTML-Präambel zu erzeugen. Auch weitere Stellen im TYPO3-Kern nutzen diese Information gezielt, um Inhalte entsprechend der Spezifikation auszugeben. Um von TYPO3 eine Ausgabe in XML-Syntax zu bekommen, ist folgende Zeile notwendig:

TYPOSCRIPT

config.xhtml_cleaning = all

Listing 1

Im Einzelnen bewirkt dies folgendes:

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