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Ein Jahr Arbeit am Code: TYPO3 5.0

    Ein Jahr Arbeit am Code: TYPO3 5.0

Im November 2006 begann Robert Lemke damit, die ersten Code-Zeilen von TYPO3 5.0 zu schreiben. Im Laufe des seitdem vergangenen Jahres hat das 5.0-Team nicht nur den meisten Code neu oder umgeschrieben, auch die Teilung in CMS und Framework wurde hieb- und stichfest.

TYPO3 5.0 wird zahlreiche Neuerungen für Anwender und Entwickler bringen, auch sprachlich: Extensions werden zu Packages, Widgets sind nicht nur Dashboard-Tools für Mac OS X, sondern auch wiederverwendbare Komponenten innerhalb von TYPO3, und auch zahlreiche Akronyme wie DDD (Domain Driven Design) oder AOP (Aspect Oriented Programming) werden in Zukunft Eingang in den Sprachschatz von TYPO3-Enthusiasten finden. Das große Ganze bilden die Komponenten „Framework“ und „CMS“, die nicht gegeneinander stehen, sondern einander ergänzen.

Framework

Das TYPO3 Framework, in das bisher der überwiegende Teil der Arbeit geflossen ist, bildet die Basis für die weitere Entwicklung im Projekt TYPO3 5.0, also für das eigentliche Content Management System, das Content Repository und später für die Programmierung von Erweiterungen.

Aber – und das macht es so wertvoll – das Framework kann auch für die Entwicklung von eigenständigen Applikationen genutzt werden und bietet hierfür eine Kombination aus Hilfsmitteln und Möglichkeiten wie bisher kein anderes PHP-Framework.

Saubere Programmierung vorausgesetzt, lassen sich solche Applikationen später leicht in das TYPO3 5.0 CMS einbinden, auch wenn sie bereits vor dessen Erscheinen entwickelt wurden. Eine Innovationsfalle will und wird das 5.0-Team nicht entwickeln.

Content Management System

Das CMS selbst wird auf Basis des TYPO3 Frameworks, des neuen TypoScript-Pakets und des Content Repositorys entwickelt. Für den Nutzer des CMS ist dies im Grunde nicht relevant, man sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass ein erstes stabiles Release des CMS sicher erst eine ganze Weile nach der Fertigstellung des Frameworks bereitstehen wird. Es gibt zum heutigen Zeitpunkt also (noch) keinen Grund, mit neuen Projekten auf TYPO3 5.0 zu warten. Um die größten Befürchtungen zu zerstreuen: Regulärer Content auf Basis von Standard-Content-Elementen und TemplaVoila wird einfach zu migrieren sein, die manuelle Nacharbeit wird weitestgehend minimiert. Entwickler von Extensions werden ihre Werke dagegen auf jeden Fall anpassen müssen. Eine saubere Programmierung unter größtmöglicher Nutzung aktueller Paradigmen (wie Domain Driven Design oder MVC) sollte die spätere Migration jedoch erleichtern.

PHP 5.3 = PHP 6 - Unicode?

PHP 6 für die Nutzung von TYPO3 5.0 zwingend vorauszusetzen, galt für das 5.0-Team lange Zeit als sicher. Zu verlockend war die Aussicht auf eine durchgehende Unterstützung von Unicode und die weiteren Neuerungen. Anfang 2008 als bisher geplanter Release-Zeitpunkt für PHP 6 schien zudem ausreichend.

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