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Linux-Komplettlösung mit Managementkonzept: Univention Corporate Server

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Als eigenständiges Produkt erhältlich ist der „Univention Groupware Server“ (UGS), der bei UCS aber ebenfalls als Komponente installiert werden kann. Er erweitert den Mailserver zu einem auf Kolab2-Techniken [1] basierenden Groupwaresystem mit zentralen Ressourcen zur Teamarbeit (Kontakte, Kalender, Aufgaben, Notizen), ergänzt das Managementsystem um zusätzliche Möglichkeiten, wie z. B. automatische Terminannahme oder Abwesenheitsnotizen, und bietet einen vorkonfigurierten Webzugriff auf Mails, Termine und Kontakte. Als eigenständiges Produkt ist UGS ohne das Infrastrukturmanagement einsetzbar.

Mit Scalix [2] für UCS ist eine alternative Groupwarelösung angekündigt, die in Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Hersteller integriert werden soll. Sie kann, wie andere Komponenten auch, direkt auf einem unter UCS betriebenen Server installiert und anschließend in Univention Admin administriert werden.

Linux auf dem Desktop: gleichberechtigte Alternative

Teil der eigenen Domänenstruktur sind neben Desktopsystemen unter Windows auch solche unter Linux. Dazu stellt die Installationsroutine einen „Managed Client“ zur Auswahl. Er wird wie die Serversysteme Bestandteil des Managementsystems und erhält von ihm zusätzlich zu den definierten Benutzern Informationen über seine Hardwarekonfiguration oder die Voreinstellungen des Benutzerdesktops in Form von KDE-Profilen. Der gesamte Lebenszyklus kann zentral administriert werden: Remote-Installation auf PXE-Basis, Paketauswahl und Aktualisierungs-Zeitpunkte werden definiert und anschließend in einer Software-Status-Datenbank überwacht.

Neben Fat Clients bietet die Distribution auch den Betrieb von Linux-Terminalservern und beliebigen, PXE-fähigen Geräten als Thin Client an. Nach der Registrierung im Managementsystem starten die Geräte ihr Betriebssystem von einem der unter UCS betriebenen Server und bieten dem Benutzer unter einer einheitlichen Oberfläche die Anmeldung wahlweise an Linux- oder Windows-Terminalserver. Werden die Linux-Terminalserver ebenfalls unter UCS betrieben, können über das Managementsystem mehrere Server für Lastausgleich und Ausfallschutz kombiniert werden. Andere Linux- oder Unix- (Desktop-) Systeme, darunter auch Mac OS X, binden sich über die standardisierte LDAP-Schnittstelle ebenfalls in das Identitätsmanagement ein.

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