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Rails-Einstieg für PHP-Entwickler: Unterwegs von PHP nach Rails

    Rails-Einstieg für PHP-Entwickler: Unterwegs von PHP nach Rails

Seit 2005 der Siegeszug von Ruby on Rails, kurz Rails, begann, schielen immer mehr altgediente PHP-Entwickler mit einem Auge auf das agile Web-Framework und fragen sich, ob sie sich nicht auch mal auf die Schienen schwingen und einen Versuch mit Rails wagen sollen. Die abschreckende Hürde dabei ist wohl die Aussicht, eine neue Programmiersprache lernen zu müssen und das über die Jahre in PHP angesammelte Wissen bei der täglichen Arbeit an Webanwendungen nicht mehr nutzen zu können. Der Artikel bringt PHP-Entwicklern Rails näher und soll dazu ermuntern, einen Blick über den PHP-Tellerrand zu werfen.

Ruby on Rails ist, wie sein Entwickler David Heinemeier Hansson schrieb, „ein Framework, das die Entwicklung, Auslieferung und Pflege von Web-Applikationen vereinfacht”. Statt sich beim Aufbau einer Webanwendung mit einer Sammlung aus PHP-Funktionen, SQL-Statements oder JavaScript-Funktionen herumzuschlagen und jedes Mal von vorne zu beginnen, integriert Rails die typischen Komponenten einer Webanwendung – wie HTML-Formulare oder das Lesen, Anlegen und Aktualisieren von Daten in einer Datenbank – in ein elegantes objektorientiertes Framework.

Ruby...

Rails wurde in der Programmiersprache Ruby entwickelt. Das Werkzeug für die Entwicklung von Anwendungen in Rails ist die Programmiersprache Ruby, die in den 90er Jahren vom Japaner Yukihiro Matsumoto, genannt "Matz", entwickelt wurde. Ruby ist eine objektorientierte Skriptsprache und zeichnet sich durch eine gute Lesbarkeit aus. Auch wenn Sie nie Ruby gelernt haben, verstehen Sie den folgenden Ruby-Code auf Anhieb:

5.times { print "Ein Satz in Ruby!" }

Wie aufwändig erscheint dagegen dieselbe Funktionalität in PHP:

for ($i = 0,$i < 5,$i++){ echo “Ein Satz in PHP!”;}

Ruby folgt dem „Prinzip der kleinsten Überraschung“. Unbekannte Objekte und Methoden sollen in ihren Parameter-Anforderungen vorhersehbar sein. Als PHP-Entwickler werden Sie das schnell schätzen lernen. In Ruby ist alles ein Objekt. Es gibt keine trivialen Datentypen für Zeichenketten oder Ganzzahlen, sondern Objekte, die von Haus aus einen ganzen Sack voller nützlicher Methoden zur Bearbeitung des Inhalts einer Variable mitbringen. Ein kleines Beispiel, das die Länge eines Strings ausgeben soll:

RUBY

teststring = "Test"
puts teststring.length

Listing 1

PHP

$teststring = "Test";
echo strlen($teststring);

Listing 2

Besonders praktisch wird es in Ruby, wenn man mehrere Funktionsaufrufe hintereinander aufrufen möchte (da es in Ruby nur Objekte gibt, gibt es auch keine „alleine“ stehenden Funktionen, sondern nur Methoden eines Objekts). In PHP müsste man diese verschachteln und eines der nur schwer wartbaren „Klammermonster“ erstellen, Ruby kann Methoden verketten und hintereinander vearbeiten. Das folgende recht sinnfreie Beispiel wandelt den String zuerst in Groß-, dann in Kleinbuchstaben um und gibt anschließend die Länge aus:

EIN VERGLEICH

Ruby: echo teststring.upcase.downcase.length
PHP: echo strlen(strtoupper(strtolower($teststring)));

Listing 3

Eine Übersicht, welcher Ruby-Code einer gewohnten PHP-Funktion entspricht, findet sich unter [1] mit vielen Beispielen für Umsteiger.

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