E-Commerce

Kaufabbrüche minimieren, Umsätze steigern und die Rentabilität erhöhen: Usability-Optimierung in 10 Schritten

Eine aktuelle E-Commerce-Studie der Stuttgarter E-Business-Agentur DMC förderte ein erschreckendes Ergebnis zutage: Nur 41,2 Prozent der Käufer sind mit Online-Shops zufrieden[1]. Reklamiert wurden vor allem die schlechte Bedienfreundlichkeit vieler Shops sowie fehlende Produktinformationen. Mehr „Inspiration“ wünschten sich 29,8 Prozent der Befragten. Zudem würden immer noch Kundenempfehlungen und Produktbewertungen vermisst. Wir zeigen, wie Sie Ihren Online-Shop in 10 Schritten analysieren und selbst optimieren, um die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen und Kaufabbrüche zu minieren.

Schritt 1: Emotionen wecken

Ist Ihr Shop emotional? Sind Ihre Produkte individuell beschrieben? Oder nur mit Daten aus der Lieferantendatenbank? Packen Ihre Argumente und machen sie Lust auf eine Bestellung, oder ist Ihr Shop zu nüchtern? Während große Versandhändler komplette Verfügbarkeit, günstige Preise und schnelle Lieferung versprechen, setzen viele Nischen-Shops eher auf Emotionen. Die Shops sind liebevoll gestaltet und die Produkte ausgefallen dargestellt. Kunden werden gepackt, inspiriert und mitgerissen. Dies verstärkt den positiven Kaufwillen, fördert die Bestellung und steigert die Vorfreude auf die Lieferung.

Schritt 2: Vertrauen schaffen

Vertrauen ist der wichtigste Erfolgsfaktor im E-Commerce. Durch ausführliche Informationen zum Shop, den Versandkosten, der Lieferzeit, der Retournierung, der Garantie und zu weiteren Details können Sie Vertrauen beim Käufer schaffen. Nur wenn er Ihnen vertraut, wird er auch seine Kreditkartendaten eingeben, eine Vorkasseüberweisung leisten und eine Bestellung durchführen.

Schritt 3: Gütesiegel

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Gütesiegel schaffen Vertrauen.

Zwei Drittel der deutschen Internetshopper haben bereits einmal eine Bestellung abgebrochen, weil ihnen der besuchte Shop nicht seriös genug erschien. Die Hälfte dieser Kauf-Abbrecher hätte den Bestellvorgang allerdings fortgesetzt, wenn beispielsweise eine Plakette sichtbar gewesen wäre, die das Vertrauen in eine sichere Bestellung fördert. Bei der Auswahl des richtigen Partners sollten Sie auf Leistung, Preis und Bekanntheit des Siegels achten. Empfehlenswert ist der Marktführer Trusted Shops oder der TÜV, der sich aufgrund der hohen Kosten aber eher für große Shops eignet.

Schritt 4: Produkt auffindbar machen

Die Produktsuche ist das wichtigste Navigationselement in den meisten Online-Shops. Besucher geben ein Stichwort, eine Marke oder einen Gattungsbegriff ein und wollen die passenden Produkte angezeigt bekommen. Die Suche ist der größte Schwachpunkt in vielen Shops und hat häufig enormes Potenzial für Optimierungen. So sollte sie in jedem Fall Tippfehler erkennen. Besucher sollten das Suchergebnis zudem sortieren und filtern können, damit sie das gesamte Ergebnis minimieren können und so schnell zu ihrem Wunschprodukt finden.

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2 Kommentare
M.Riecke

Hallo und vielen Dank für die tolle Info. Ich werde mir diesen Artikel auf jeden Fall bookmarken. Mein Manko – ich habe noch keinen Shop – Nach dem Studium einiger Infos weiß ich nun, dass ich eine Nische finden muss, wenn ich überhaupt mit einem Shop Geld verdienen will.

Für alle diejenigen, die wie ich bei der Suche auf den obigen guten Artikel gestoßen sind, aber eher auch noch suchen, habe ich einen guten Tipp.Auf http://www.hww-media.de/verlosung.html kann man derzeit ein Buch gewinnen zum Thema Nischenfindung. Ich habe mich da eingetragen, denn ich suche noch nach meiner Nische.

Kevin
Kevin

Der Softlink ist mittlerweile tot.

Gruß