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E-Government mit O.S.I.R.I.S.: Das Virtuelle Rathaus

    E-Government mit O.S.I.R.I.S.: Das Virtuelle Rathaus

In einer gemeinsamen E-Government-Partnerschaft haben sich Bund, Länder und Kommunen im Juni 2003 auf die gemeinsame Strategie „Deutschland-Online“ geeinigt. Bis zum Jahr 2008 sollen dem Bürger alle geeigneten Verwaltungs- dienstleistungen online zugänglich gemacht werden. Auf kommunaler Ebene können Virtuelle Rathäuser den Bürgern einen komfortablen Zugriff auf die Dienstleistungen ihrer Verwaltung bieten. O.S.I.R.I.S. (Open Source basiertes Integriertes Regionalisiertes Informationssystem) bildet ein solches Virtuelles Rathaus ab und kann in Form der kostenlosen Extension „civserv“ in TYPO3 eingebunden werden.

Gemeinde-, Stadt- und Kreisverwaltungen sollten der Öffentlichkeit ihr Dienstleistungsangebot transparent darstellen und jederzeit zugänglich machen, um Bürgern und Unternehmen die Vorbereitung eines Verwaltungsbesuchs zu erleichtern. Auf den Internetseiten der großen Kommunalverwaltungen lässt sich dieser Trend bereits beobachten. Die Vielseitigkeit der sich im Einsatz befindlichen Lösungen sowie fehlende Standardisierungen behindern jedoch Verwaltungen und Hersteller bei der Entwicklung und dem Aufbau von Virtuellen Rathäusern. Darüber hinaus sind in kleinen und mittelgroßen Verwaltungen oft wenig oder überhaupt keine personellen und finanziellen Ressourcen zur Einführung Virtueller Rathäuser vorhanden [1].

Das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Universität Münster haben ein Exzellenzzentrum für Wirtschaftsinformatik unter dem Namen „European Research Center for Information Systems“ (ERCIS) [2] gegründet. Am ERCIS wurde auf Initiative der Bezirksregierung Münster in Zusammenarbeit mit citeq, dem kommunalen Rechenzentrum der Stadt Münster, im Rahmen eines Forschungsprojekts die Problematik der Vielseitigkeit und mangelnder Standardisierung aufgegriffen und eine Anforderungsanalyse in Bezug auf das Virtuelle Rathaus durchgeführt.

Um eine hohe Qualität und Funktionalität sowohl für den Bürger als Nutzer eines solchen Produkts als auch für die Verwaltung als Betreiber und Nutzer gewährleisten zu können, ist im Rahmen dieses Projekts von den beteiligten Wissenschaftlern und Studenten des ERCIS ein umfassender, herstellerunabhängiger Katalog mit Anforderungen an ein Virtuelles Rathaus erstellt worden. Dazu wurden zahlreiche Interviews und Gespräche mit Bürgern und Kommunen geführt, die zum Teil bereits ein Virtuelles Rathaus, zum Teil aber noch statische Internetseiten zur Präsentation ihrer Informationen einsetzten. Zudem wurden weitere Anforderungen aus Gesprächen mit Herstellern von Virtuellen Rathäusern erhoben. Eine Literaturrecherche von wissenschaftlichen Arbeiten, Dokumentationen von Herstellern und Städten sowie Projektberichte erweiterten die Ergebnisse.

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