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Kostenfreie Virtualisierung in professioneller Umgebung: VMware Server

    Kostenfreie Virtualisierung in professioneller Umgebung: VMware Server

VMware Server hat die Virtualisierungsszene kräftig durchgerüttelt. Ohne die üblichen Budgetprobleme finden Administratoren, Entwickler und Anwender einen schnellen und einfachen Einstieg, auch professionelle Anwendungen mit der kostenfreien Software zu virtualisieren. Da VMware Server die Weiterentwicklung des VMware GSX Servers ist, können sie sich dabei getrost auf die Stabilität und Zuverlässigkeit des seit 2001 gewachsenen Produkts verlassen.

Da die meisten Systeme mit aktueller Hardware bei weitem nicht ausgereizt werden, ist schnell ein passender Server gefunden, der zur Virtualisierung benutzt werden kann. Installiert man darauf ein kostenfreies Betriebssystem (z. B. CentOS [1], auf RedHat Enterprise Linux 4 basierend) als Basisbetriebssystem und VMware Server als Virtualisierungssoftware, entsteht eine nahezu kostenfreie Lösung für professionell betriebene virtuelle Maschinen. Allerdings dürfen die Lizenzkosten der Betriebssysteme und Applikationen in den virtuellen Maschinen nicht vergessen werden, die nach wie vor zu beschaffen sind. Migriert man bestehende Systeme, kann man deren Lizenzen jedoch meist problemlos weiter nutzen. Will man reale Serversysteme eins zu eins virtualisieren, existieren dafür im Internet Anleitungen oder man greift auf Produkte von Drittanbietern zurück. Immer mehr dieser Tools, auch P2V (physical-to-virtual) kommen ebenfalls kostenfrei von einzelnen Privatentwicklern auf den Markt. Übrigens: Falls die Unternehmensrichtlinien einen Herstellersupport zur Softwarenutzung voraussetzen, kann dieser gegen eine jährliche Gebühr bei VMware erworben werden.

Sobald alle Vorbereitungen getroffen sind, können Administratoren nach Herzenslust die Vorteile der Virtualisierung in der eigenen Infrastruktur prüfen. Es ist ein großer Vorteil von VMware Server, dass jeder ohne hohen Kostenaufwand in der Lage ist, eigene Erfahrungen in der eigenen Umgebung zu sammeln. Da VMware Server die Weiterentwicklung des VMware GSX Servers ist, handelt es sich um ein seit Jahren in Test-, Entwicklungs- und Produktivumgebungen erfolgreich eingesetztes Produkt ohne jegliche Funktionseinschränkungen. In einigen Fällen muss nicht einmal eine eigene virtuelle Maschine erstellt werden, da VMware eine Virtual Appliance Initiative ins Leben gerufen hat [2]. Dort finden sich hunderte fertiger virtueller Maschinen, die teilweise direkt oder mit geringen Anpassungen genutzt werden können. Die Anwendungen reichen von nicht kommerziellen Linuxinstallationen (z. B. Fedora oder Ubuntu) bis hin zu virtuellen Maschinen kommerzieller Anbieter wie IBM, Checkpoint oder Oracle.

Hardware mit nur einem Mausklick zuordnen

Technisch sind unter Windows bis zu zehn, unter Linux über 100 virtuelle Netzwerke möglich, die je nach Netzwerktreiberunterstützung des Wirtsbetriebssystems auch zur Aufteilung anhand VLANs genutzt werden können. Die von VMware-Produkten bekannten Netzwerk-Typen für virtuelle Maschinen „Host-Only“ (virtuelle Maschinen und Wirtssystem), „Guest-Only“ (nur virtuelle Maschinen), „Bridged“ (Zugang zum physikalischen Netzwerk) und „NAT“ (Zugang zum physikalischen Netzwerk über den NAT-Dienst des Wirtssystems) mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften sind dabei verfügbar. Zu den wichtigsten Neuerungen gegenüber VMware GSX zählen die 64-Bit Unterstützung, die Unterstützung der Prozessorvirtualisierungstechnologien (AMD Pacifica, Intel VT-x), die 2-Wege-Unterstützung (vSMP, Möglichkeit einem Gastsystem zwei virtuelle Prozessoren zuzuordnen) und eine deutlich erhöhte Festplattengröße bis zu 950 GB Festplatten, bisher waren es 128 (IDE) oder 256 (SCSI).

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