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Mozilla Prism holt Web-Applikationen auf den Desktop

Mozilla will mit Prism [1] die Grenzen zwischen Web- und Desktop-Applikationen auflösen. Dabei handelt es sich um eine
Applikation, die Nutzern erlaubt, Webanwendungen direkt auf dem Desktop
außerhalb des gewohnten Browserfensters laufen zu lassen. Bisher wurde Prism unter dem Namen Webrunner entwickelt. Wie bei anderen Desktop-Anwendungen auch ermöglicht Prism, über die
Startleiste oder etwa via „Strg-Tab“ auf die Applikation zuzugreifen.
Prism setzt dabei nicht auf eine neue Technologie, sondern basiert auf
dem Browser Firefox, arbeitet also mit HTML, JavaScript, CSS und Canvas. Die
Entwickler arbeiten nach eigenen Angaben daran, den Prism-Betrieb um
Offline-Speicherung und 3D-Grafikkarten-Unterstützung zu erweitern.
Außerdem soll Prism zukünftig noch enger mit Firefox interagieren, um
beispielsweise mit einem Klick Webapplikationen zu
Desktop-Applikationen zu machen und Benutzereinstellungen, gespeicherte
Passwörter, Cookies und Add-ons gleich mitzuspeichern.

Grund für die Aktivitäten der Entwicklungsschmiede Mozilla Labs ist
nach eigenen Angaben das veränderte Nutzerverhalten. Mehr und mehr Anwender würden
Webapplikationen nutzen, bei denen die typische Browserbedienung
eigentlich überflüssig ist. Ähnliche Ansätze verfolgen Microsoft mit
Silverlight und Adobe mit AIR, allerdings mit proprietären Technologien. Prism liegt derzeit in Version 0.8 für Windows, Mac OS X und Linux vor.

Facebook Social Advertising

Der Facebook-Gründer und Unternehmenschef Mark Zuckerberg hat Mitte November in New York das neue Werbeprogramm Facebook Ads [2] vorgestellt. Durch Facebook Ads lässt das Social-Network gezielte
Werbung zu, die auf die Interessen seiner mehr als 50 Millionen Nutzer
zugeschnitten sein soll. An dem neuen Werbeprogramm beteiligen sich laut Pressemitteilung
rund 60 Konzerne, darunter eBay, Coca-Cola, Sony und Microsoft. Den
Partnerunternehmen sollen auch Daten der Nutzer zugänglich gemacht
werden, die Ihre Werbung sehen, darunter Informationen über Alter,
Geschlecht und Interessen. Darüber hinaus soll es den teilnehmenden
Firmen möglich sein, eigene Profilseiten bei Facebook anzulegen und mit
Inhalten wie Texten, Bildern, Videos und Musik zu füllen. Die Facebook-Mitglieder können künftig speichern, welche
Internetseiten von Firmen sie besuchen und welche Produkte sie kaufen.
Ihre Freunde können sich dann über diese Einkäufe auf dem Laufenden
halten.

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