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t3n 21

Webanalyse datenschutzkonform betreiben: Google Analytics anonymisieren

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Widerspruch möglich machen

Trotz einer Anonymisierung der erfassten Daten muss der Nutzer laut TMG aber auch der Erstellung von Nutzungsprofilen – also dem Tracking insgesamt – widersprechen können.

Google hat sich hier eine Lösung per Browser-Plugin ausgedacht. Wenn der Nutzer dieses Plugin installiert, kann er damit das Google-Analytics-Tracking unterbinden. Vorteil dieser Lösung ist, dass der Nutzer der Erfassung nur einmal widersprechen muss und nicht auf jeder Website einzeln. Der Nachteil besteht darin, dass das Plugin bisher nur für den Internet Explorer, Firefox und Chrome erhältlich ist und die Installation entsprechende Systemrechte erfordert. Am Firmenarbeitsplatz fehlen dem einfachen Nutzer diese Berechtigungen meistens.

Alternativ kann der Website-Betreiber mit JavaScript eine eigene Opt-out-Lösung bauen. Zum Beispiel kann er auf seiner Website eine Checkbox in der Datenschutzerklärung einbauen. Widerspricht der Besucher der Erhebung, wird ein Cookie gesetzt. Wenn dieser Cookie vorhanden ist, wird der Trackingcode nicht ausgeführt [5].

Informationspflichten

Wenn durch Webtracking Nutzungsprofile erstellt werden, muss man den Besucher laut TMG darüber informieren, dass man trackt, was genau man trackt, welchem Zweck dieses Tracking dient und wie der Erhebung widersprochen werden kann. Wenn man Google Analytics einsetzt, verlangt Google zusätzlich, dass man einen in den Google-AGBs vorgegebenen Text auf seiner Website einbindet. Dieser Text informiert über die Art des Trackings. Google behält sich übrigens das Recht vor, die Einbindung durch einen Bot zu prüfen. Fehlt er, untersagt Google die Nutzung.

Dieser Google-Text enthält jedoch keinen Hinweis auf die Anonymisierung oder Widerspruchsmöglichkeit. Diesen Passus muss der Website-Betreiber selber ergänzen. Ein Beispiel für eine solche Ergänzung findet sich bei [6].

Die Daten in Google Analytics sind nun anonymisiert, der Besucher ist informiert, die Widerspruchsmöglichkeit ist gegeben. Damit die Nutzerprofile auch anonym bleiben, untersagt das TMG die Zusammenführung der Pseudonyme mit personenbezogenen Daten. Man darf zum Beispiel nicht die Daten aus einer Shopbestellung mit den Nutzungsdaten aus Google zusammenführen. Google untersagt eine derartige Kombination auch nochmal in den eigenen AGBs (Punkt 8.1).

Man muss also nicht nur aufpassen, wie getrackt wird, sondern auch was. Bei allen personenbezogenen Daten gilt übrigens immer, dass mit der aktiven Einwilligung des Besuchers die Erfassung erlaubt ist.

Datenschutz-Check
  • Tracking-Code mit „anonymizeIp“ erweitern
  • Datenschutzerklärung einfügen
  • Auf Google-Browser-Plugin hinweisen
  • Keine personenbezogenen Daten erfassen (Shop, Formulare)
  • Stellungnahmen und Beschlüsse der Datenschützer verfolgen

Fazit

Dank der neuen Features können Website-Betreiber Google Analytics wieder ohne Bedenken einsetzen, wenn sie die genannten Anpassungen umsetzen. Eine offizielle Prüfung und Stellungnahme der Datenschutzbehörden zu den Neuerungen steht allerdings noch aus. Da Google das Thema nun aber ernst nimmt, ist bei erneuter Kritik mit weiteren Nachbesserungen zu rechnen.

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3 Reaktionen
Sascha

Sehr gut beschrieben. Wenn ich das richtig sehe ist in den Codes, die Analytics aktuell ausliefert die Anonymisierung schon drin, oder?

Markus Vollmert

Ich hab weitere Codebespiele, unter anderem zum Proxyscript, auf meinen Blog gestellt
http://www.econtrolling.de/datenschutz-google-analytics/

viktordite

alt aber gut zusammengefasst!

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