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Websites wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust anlegen: Webstandards aktuell

Die Web Content Accessibility Guidelines geben eine Empfehlung für die barrierefreie Gestaltung der Inhalte von Websites. Nach neun Jahren voller Diskussionen und Kontroversen hat die Web Accessibility Initiative (WAI) des World Wide Web Consortiums (W3C) im Dezember 2008 die neue Richtlinie WCAG 2.0 veröffentlicht. Auch wenn die Empfehlung ein umfangreiches, komplexes Monster an Richtlinien darstellt, sollte sich jeder Webworker mit den grundlegenden Prinzipien vertraut machen.

Gute Websites müssen viele Anforderungen erfüllen. Dazu gehört auch, möglichst barrierefrei zu sein, sprich, die Websites sollen für Menschen mit sensorischen und motorischen (oder auch geistigen) Einschränkungen zugänglich sein, was im Übrigen kein lästiges Extra darstellt, sondern als gutes Handwerk zu verstehen ist.

Das W3C hat dafür die Web Content Accessibility Guidelines vorgesehen, die Richtlinien zur Umsetzung geben. Im Dezember wurde die neue Fassung 2.0 veröffentlicht [1] [2], die damit die alte Version aus dem Jahr 1999 ablöst.

Die Dokumente rund um die WCAG sind recht umfangreich, aber zumindest die grundlegenden Prinzipien sollte jeder Webworker kennen. Sie teilen sich auf vier Sparten auf:

  1. Informationen müssen vom Nutzer wahrgenommen werden können. Das heißt zum Beispiel, dass Inhalte auch mit einem Screenreader gelesen werden können oder dass es Alternativen zu Audio- oder Video-Inhalten gibt.
  2. Elemente von User-Interfaces oder der Navigation müssen bedienbar sein. Dazu gehört, dass alle Funktionen auch über das Keyboard nutzbar sind.
  3. Inhalte und Bedienelemente müssen verständlich sein, Nutzer müssen Texte lesen und verstehen können. Außerdem sollte eine Website so funktionieren, wie man es von ihr erwartet. Was aussieht wie ein Link, muss auch ein Link sein. Komponenten mit der gleichen Funktion sehen auch gleich aus.
  4. Der Inhalt ist so robust angelegt, dass er auf einer großen Anzahl an Ausgabegeräten verlässlich dargestellt wird. Wer weiß schon, ob eine Website mit einem Browser, auf einem Handy oder einem Screenreader angezeigt wird? Vielleicht auch auf einem PDA oder einer Wii?

Im Gegensatz zum Vorgänger ist die neue Fassung nun vollständig testbar. Das bedeutet, dass neben den maschinell testbaren Kriterien zwar auch solche existieren, die sich nicht automatisch testen lassen. Diese sind aber so formuliert, dass verschiedene menschliche Tester unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis kommen müssten.

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