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Warum Weißraum gar nicht weiß sein muss: Inhalt will atmen

Mottos wie „Weniger ist mehr“ und „Keep it simple, Stupid“ sind bekannte und oft gelesene Aufhänger, wenn es darum geht, zu beschreiben, wie ein Produkt möglichst minimalistisch und funktionell gestaltet werden kann. Doch ist weniger wirklich immer mehr? Der „minimalistische“ Ansatz wird dabei besonders im Bereich Webdesign als qualitativ hochwertig angesehen. Dem gegenübergestellt wird häufig eine Art „Featuritis“ und Maßlosigkeit in der Gestaltung. Dieser Artikel beschreibt die korrekte Verwendung von Weißraum und offeriert minimalistische Gestaltungsrezepte.

Die Konzentration auf das Wesentliche ist das Merkmal minimalistisch gestalteter Produkte und Webseiten. Minimalistisch angelegte Designs verursachen weniger Stress für den Anwender, denn jedes noch so kleine visuelle Detail zieht einen Teil der Aufmerksamkeit auf sich und trägt damit zur Ablenkung bei.

Das Gute an der Einfachheit

Je weniger Ablenkung, desto weniger spürbarer oder versteckter Stress bei der Benutzung. Zwei Beispiele in Form von Twitter-Applikationen für das iPad belegen diese Tatsache auf eindrucksvolle Weise.

Tweetdeck für das iPad bietet zwar viele Funktionen, wirkt<br /> grafisch allerdings leicht überladen und kann den Nutzer verwirren.
Tweetdeck für das iPad bietet zwar viele Funktionen, wirkt grafisch allerdings leicht überladen und kann den Nutzer verwirren.
Die Applikation Tweetdeck gilt als eine Art „eierlegende Wollmilchsau“ auf dem Gebiet der Twitter-Applikationen. Die grafische Gestaltung ist aufwendig. Zuallererst fällt dem Nutzer der an einen Notizblock angelehnte obere Rand, der völlig funktionslos ist, ins Auge. Bereits in der Eingabemaske eines Tweets hat der Anwender die Möglichkeit, per Button Tags, Kontakte, Linkverkürzer, Fotos und Geoinformationen einzugeben – viele Funktionen also, aber auf Kosten der Übersichtlichkeit.

Twitterific für das iPad bietet dem Nutzer hingegen ein größeres Eingabefeld als Tweetdeck. Die Ablenkung geht gegen Null und der Nutzer muss sich nicht fragen, welche Funktionen er verwenden soll. Zusätzliche Elemente beschränken sich allein auf das Einfügen von Fotos. Während der Nutzername des Twitterers in Tweetdeck blau, mit einem Gradienten hinterlegt und gerahmt erscheint, verwendet Twitterific den Avatar des Nutzers und bietet damit ganz klar die übersichtlichere und verständlichere Eingabemaske. Es fehlen jedoch viele Features von Tweetdeck.

Im Gegensatz zu Tweetdeck kommt Twitterific sehr übersichtlich daher. Der Nutzer wird wenig von selten benötigten Funktionen abgelenkt,  hat aber auch weniger Features zur Verfügung.
Im Gegensatz zu Tweetdeck kommt Twitterific sehr übersichtlich daher. Der Nutzer wird wenig von selten benötigten Funktionen abgelenkt, hat aber auch weniger Features zur Verfügung.
Die Gestaltung minimalistischer Produkte besteht genau in der Lösung des resultierenden Problems: Eine Anwendung wie die beiden Beispiel-Apps, aber auch eine Webseite dürfen nicht zu viel und nicht zu wenig bieten, um dem Nutzer ein gutes Gefühl im Umgang mit dem Produkt zu geben.

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Eine Reaktion
Kiwi

Da wären wir auch beim Beispiel Apple:
 – ein schlichtes Apfellogo und drumherum ganz viel Weiß.
Mehr braucht es nicht. Daran könnten sich so manche Marken ein Beispiel nehmen ;)

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