Software & Infrastruktur

Vom Blogsystem zum Content-Manager: WordPress als CMS

WordPress ist den meisten nur als eines der beliebtesten Open-Source-Blogsysteme bekannt. Erst die Entwicklung des Role-Manager-Plugins von Owen Winkler im Jahr 2006 lenkte den Blick auch auf WordPress als CMS. Mittlerweile gibt es einige Magazin-Designs, die anschaulich zeigen, dass WordPress eigentlich ein kleines, feines, sehr flexibles und höchst engagiert weiterentwickeltes CMS ist und immer öfter auch als solches zum Einsatz kommt. Wir zeigen, wie man das Blogsystem in wenigen Schritten zum CMS umbaut.

5-Minuten-Installation

Als technische Voraussetzungen benötigt WordPress (WP) mindestens PHP 4.3, MySQL 4.0 oder höher und das mod_rewriteApache-Modul. Empfehlenswert ist PHP ab Version 5 und die mittels der GNU-Internationalisierungsbibliothek „Gettext“ eingedeutschte Version von WordPress, die auf WordPress Deutschland [1] zum Download bereitsteht.

Nach dem Entpacken liegen die Ordner „wp-admin“, „wp-content“ und „wp-includes“ und einige Dateien im Verzeichnis „wordpress“. Zunächst müssen in der config-sample.php die eigenen Zugangsdaten zur MySQL-Datenbank eingetragen und die Datei anschließend als config.php gespeichert werden. Danach wird das gesamte Verzeichnis auf den eigenen Webspace hochgeladen. Mit Eingabe der URL „meineDomain.tld/wp-admin/install.php“ beginnt die kurze Installation. Geben Sie hier den gewünschten Titel der Website und eine gültige E-Mail-Adresse ein und klicken Sie auf „installieren“. Nach erfolgreicher Installation wird das erste Adminpasswort angezeigt und separat per E-Mail zugesandt. Damit können Sie sich in den Administrationsbereich unter „meineDomain.tld/wp-admin/“ von WordPress einloggen.

Statische Startseite als klassisches Element eines CMS

Wie bei Weblogs üblich, zeigt WordPress in der Standardeinstellung die letzten zehn Artikel in chronologisch umgekehrter Reihenfolge sowohl auf der Startseite als auch in allen Kategorie-, Tags-, Autoren- und Archivübersichtsseiten. Im Adminbereich kann man dies unter Einstellungen => Lesen ändern. Hat man hier die bevorzugte statische Seite ausgewählt, ist das rudimentärste CMS mit WordPress einsatzbereit.

Vom Standard zum individuellen Design

WordPress bringt zwei „Themes“ als Standarddesign für das Frontend an. Die dazugehörigen Dateien befinden sich im Ordner wp-content/themes/. In diesen Ordner muss auch jedes andere Theme nach dem Entpacken hochgeladen werden. Auswählen und aktivieren kann man das Design im Adminbereich unter „Design“. Bei mehr als 3.000 WordPress-Themes, die weltweit kostenlos zur Verfügung stehen, findet man sicher eines, das zumindest von der Struktur den eigenen Vorstellungen entspricht. Manche der Magazin-Designs bieten sogar eine „options page“ im Backend an, mit der man wesentliche Teile der Konfiguration per Mausklick definiert.

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