Entwicklung & Design

Workshop Oxid eShop: Das Open-Source-Shop-System individuell anpassen

Für manch einen überraschend brachte die Oxid eSales AG, Hersteller der E-Commerce-Software Oxid eShop, Ende letzten Jahres ihr Produkt als Open-Source-Version heraus. Was die Software kann und wo ihre Stärken liegen, stellt der folgende Workshop vor. Die Aufmerksamkeit gilt dabei besonders der integrierten Modulschnittstelle, die es PHP-Entwicklern ermöglicht, den Shop nahezu unbegrenzt anzupassen.

Bisher gab es den Oxid eShop als Professional- und Enterprise-Edition. Beide Versionen waren kostenpflichtig und wurden mit weitgehend verschlüsseltem Quellcode ausgeliefert. Daran hat sich prinzipiell nichts geändert – allerdings gibt es nun zusätzlich noch die sogenannte „Community Edition“ (CE). Diese ist kostenlos und als Open-Source-Software unter der GPL v3 lizenziert. Oxid eShop CE eignet sich gut für einen kostengünstigen Einstieg in die Welt des E-Commerce und kann relativ leicht individuell angepasst werden. Die CE hat aktuell gegenüber der kostenpflichtigen Professional Edition nur wenige Einschränkungen: Aus lizenztechnischen Gründen ist bei der Pflege von Langtexten kein WYSIWYG-Editor eingebunden. Im Oxid-Community-Forum [1] steht hierzu aber bereits ein entsprechendes Modul zum kostenlosen Download bereit.

Außerdem ist für die CE der SOAP-ERP-Connector nicht erhältlich, der für die Anbindung von Warenwirtschaftssystemen genutzt werden kann. Aufgrund der guten Plugin-Schnittstelle ist es jedoch vergleichsweise leicht möglich, eigene Schnittstellen zu entwickeln. Einen guten Überblick über die Unterschiede zwischen den einzelnen Oxid-Versionen bietet die offizielle Feature-Liste [2].

Systemvoraussetzungen
  • Apache ab 1.3 mit mod_rewrite
  • PHP ab 5.2.0 – empfohlen: PHP 5.2.6
  • MySQL ab 5.0.33

Für den Apache Server müssen die Variablen „REQUEST_URI“ oder „SCRIPT_URI“ vorhanden sein.

Erforderliche PHP-Erweiterungen:
GDlib-Version 2.x, MySQL Modul für MySQL 5, bcmath, php-xml, libxml2, iconv-extension. PHP4-Kompatibilitätsmodus muss ausgeschaltet sein (php.ini: zend.ze1_compatibility_mod = OFF).
allow_url_fopen oder fsockopen auf Port 80 müssen möglich sein.

Installation

Dank eines Assistenten ist die Erstinstallation schnell erledigt: Schieben sie einfach den Inhalt des entpackten Installationsarchivs in ein per Webbrowser erreichbares Verzeichnis (z. B. /oxid/), legen Sie eine MySQL-Datenbank an und halten Sie die Zugangsdaten griffbereit.

Das gerade angelegte Verzeichnis muss nun per Browser über die URL „http://[URL]/oxid/“ aufgerufen werden, worauf sich der Installationsassistent öffnet. Hier wählen Sie die Sprache für die Installationsmenüs sowie den eigenen Standort aus. Diesen können Sie nachträglich im Administrationsbereich unter „Stammdaten -> Grundeinstellungen -> System“ ändern.

Nach dem Akzeptieren der Lizenzbedingungen in Schritt 2 geht es weiter zu Schritt 3, wo Sie die Datenbankzugangsdaten eintragen müssen. In Schritt 4 können Sie die Installationspfade noch einmal kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren. Bestätigen Sie anschließend mit „Daten jetzt speichern“.

Der Installationsassistent unterstützt den Shop-Betreiber bei der Einrichtung von Oxid eShop.

Der Installationsassistent unterstützt den Shop-Betreiber bei der Einrichtung von Oxid eShop.

Abschließend erscheint Schritt 5, der die erfolgreiche Installation bestätigt. Den Shop und Adminbereich erreichen Sie über die dort erscheinenden Links. Benutzername und Passwort für den Adminbereich lauten standardmäßig „admin“ und „admin“, beide können und sollten Sie in der Benutzerverwaltung ändern.

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Dein t3n-Team

5 Kommentare
dokape
dokape

Ein sehr interessanter Artikel.
Was ich allerdings vermisst habe, war ein Abschnitt, der auf das Upgrade aus einer älteren Version eingeht. Wir haben hier einen Kunden, der noch ein älteres System in Betrieb hat. Vielleicht wäre ein Upgrade auf die Open-Source-Version bei überschaubarem Aufwand auch für ihn interessant.

Antworten
tom
tom

Hi, ich muss etwas zu der Instalation los werden!

Nach 5 maligem versuch gebe ich es auf! Wärend der instalation wird verlangt ein benutzername und pw anzugeben für den admin bereich und nicht erst nach instalation (admin/admin) eingeben. nix da, das geht nicht! für mich is das der gröste dreck! scheiß software.. das is ne masche um die leute verrückt zu machen damit sie den inatlationsservice beanspruchen… nicht mit mir!

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Sebastian
Sebastian

Beim Nachbauen des My-CMS-Moduls hab ich festgestellt, dass die Anleitung auf das aktuelle Release nicht mehr passt (zum vorigen Beitrag: admin / admin geht tatsächlich nicht mehr. Die Login-Daten wählst du selbst im Installationsverlauf. Die Instalation geht ganz einfach, auch ohne Installationsservice).

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flosen

Hallo zusammen,
das Tutorial scheint nicht zu funktionieren mit der Version Community Edition 4.5.4_39463.

Sobald ich das neue Feld (MY_PARENTIDENT) in der Table oxcontents anlege, und die tmp Dateien lösche, kann ich keine CMS-Seiten mehr anlegen, bzw. die bisherigen CMS-Seiten werden nicht mehr angezeigt.

Viele Grüße,
Florian

Antworten
on_moon
on_moon

@flosen
Nachdem du das Temp Verzeichnis geleert hast, musst du noch die VIEWS updaten. Das geht im Admin Bereich unter Service->Tools-VIEW jetzt updaten.

Und der Artikel ist wohl noch für das alte Basic Theme gedachte, nicht für das aktuelle Azure Standard Theme.

Antworten

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