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t3n 21

Zugängliche Webseiten mit TYPO3 sind kein Problem: Barrierefreiheit mit TYPO3

Weit über acht Millionen Menschen sind alleine in Deutschland in irgendeiner Form behindert oder schwerbehindert. Aber nicht nur diese haben bei klassischen Internetangeboten oft das Nachsehen. Seitenbetreiber berücksichtigen oft auch Menschen mit Sehschwächen oder anderen Beeinflussungen überhaupt nicht. Wie man eine Website mit TYPO3 zugänglich und damit barrierearm beziehungsweise barrierefrei macht, zeigt dieser Artikel.

Bis zum 27. April 2002 hat es gedauert, bis der Gesetzgeber das „Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen“ (Behindertengleichstellungsgesetz, BGG) erließ und damit den Grundstein dafür legte, dass Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft gewährleistet wird.

Barrierefreie Informationstechnik

Als Ergänzung zu diesem Gesetz gilt die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) [1] für alle Internetauftritte sowie alle öffentlich zugänglichen Intranetangebote von Behörden der Bundesverwaltung. Seit dem 31. Dezember 2005 müssen beispielsweise sämtliche öffentlich zugänglichen Webauftritte des Bundes barrierefrei sein.

Inzwischen werden auch private und kommerzielle Internet-Informationsangebote nach den Kriterien der BITV beurteilt und bewertet, wenn auch nicht gesetzlich geregelt. Allerdings kann es sich heute kein Seitenbetreiber mehr leisten, seinen Auftritt ausdrücklich nicht zugänglich zu konzipieren.

Die Bestimmungen der BITV basieren grundsätzlich auf den Zugänglichkeitsrichtlinien für Webinhalte (Web Content Accessibility Guidelines, WCAG 1.0) [2] der Web-Accessibility-Initiative (WAI) [3] des W3C.

Zunächst einmal gibt die WAI in den WCAG 14 Zugänglichkeitsrichtlinien für Webinhalte vor:

  1. Stellen Sie äquivalente Alternativen für Audio- und visuellen Inhalt bereit.
  2. Verlassen Sie sich nicht auf Farbe allein.
  3. Verwenden Sie Markup und Stylesheets und tun Sie dies auf korrekte Weise.
  4. Verdeutlichen Sie die Verwendung natürlicher Sprache.
  5. Erstellen Sie Tabellen, die geschmeidig transformieren.
  6. Sorgen Sie dafür, dass Seiten, die neue Technologien verwenden, geschmeidig transformieren.
  7. Sorgen Sie für eine Kontrolle des Benutzers über zeitgesteuerte Änderungen des Inhalts.
  8. Sorgen Sie für direkte Zugänglichkeit eingebetteter Benutzerschnittstellen.
  9. Wählen Sie ein geräteunabhängiges Design.
  10. Verwenden Sie Interim-Lösungen.
  11. Verwenden Sie W3C-Technologien und -Richtlinien.
  12. Stellen Sie Informationen zum Kontext und zur Orientierung bereit.
  13. Stellen Sie klare Navigationsmechanismen bereit.
  14. Sorgen Sie dafür, dass Dokumente klar und einfach gehalten sind.
Sämtliche Webangebote des Bundes müssen barrierefrei sein. Ein Beispiel dafür sind Gebärdensprachvideos des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Sämtliche Webangebote des Bundes müssen barrierefrei sein. Ein Beispiel dafür sind Gebärdensprachvideos des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Ende 2008 erschien eine überarbeitete Version der WCAG, die als Standard-Richtlinien für barrierefreie Internetangebote zu verstehen ist. Zusammenfassend sollten barrierefreie Webseiten grundsätzlich wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust sein. Informationen und Bestandteile der Benutzerschnittstelle müssen wahrnehmbar präsentiert werden sowie bedienbar und verständlich sein. Die Inhalte selbst müssen robust genug sein, damit sie zuverlässig von einer großen Auswahl an Benutzeragenten einschließlich assistierender Techniken interpretiert werden können. Diese Richtlinien sind den WCAG 2.0 [4] entnommen und grundsätzlich für alle Menschen hilfreich:

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