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Karriere

Mach’ es wie sie: 6 beeindruckende und inspirierende Karrieren

Sophia Amoruso, Nasty-Gal-Gründerin. (Foto: Nasty Gal).

Sag niemals nie: dieses Sprichwort gilt auch für den eigenen Karriereweg. Wir haben fünf Geschichten von beeindruckenden Persönlichkeiten der Technologie- und Kreativbranche zusammengetragen, von denen ihr euch inspirieren lassen könnt.

Lei Jun: Mit Xiaomi zum „chinesischen Apple“

Mit Xiaomi Tech will Lej Jun der erfolgreichste chinesische Smartphone-Hersteller werden. (Foto: Stefen Chow/Fortune Global Forum, via flickr, Lizenz CC BY-ND 2.0
Mit Xiaomi Tech will Lej Jun der erfolgreichste chinesische Smartphone-Hersteller werden. (Foto: Stefen Chow/Fortune Global Forum, via flickr, Lizenz CC BY-ND 2.0)

Schwarzer Rollkragen, Jeans und Turnschuhe à la Steve Jobs: Nicht nur auf PR-Bildern macht Lei Jun deutlich, an wem er sich orientiert. Auch das Marketing seines Unternehmens Xiaomi Tech ähnelt dem von Apple. In China stehen die Menschen für ein Xiaomi-Smartphone Schlange, neue Modelle sind aufgrund künstlicher Verknappung innerhalb von Sekunden ausverkauft. Auch Xiaomi hat keine Kunden, sondern Fans.

Mit Xiaomi hat der Unternehmer Lei Jun im Jahr 2010 eines der heute größten Technologieunternehmen Chinas gegründet. Dem Branchenprimus Apple die Stirn bieten und das goldene Zeitalter der chinesischen Smartphone-Industrie einläuten – das waren von Anfang an die Ziele hinter Xiaomi Tech. Doch nicht nur durch Cupertino lässt Lei Jun sich inspirieren, auch zu Amazon, Google oder Nokia gibt es Parallelen. Allerdings bietet Xiaomi Technologie und Funktionalität zu einem deutlich erschwinglicheren Preis an als seine westlichen Vorbilder.

Lei Jun selbst nennt Steve Jobs sein größtes Vorbild, bestreitet aber, ihn jemals „platt“ nachgeahmt zu haben. Für seine überzogenen Apple-Anleihen ist er häufig genug kritisiert worden – doch hat er mit dem Erfolg von Xiaomi Tech auch abgeliefert. So schreibt etwa das Handelsblatt: „Seine großspurigen Ankündigungen sind ernst zu nehmen.“

Ein langes Portrait von Xiamo-CEO Lei Jun ist bei Watson erschienen.

Sophia Amoruso: Ohne Ausbildung zum E-Commerce-Himmel

„Nasty Gal“ war ihr Eintritt in die Welt der erfolgreichen Entrepreneure: Sophia Amoruso. (Foto: Nasty Gal)
„Nasty Gal“ war ihr Eintritt in die Welt der erfolgreichen Entrepreneure: Sophia Amoruso. (Foto: Nasty Gal)

Ohne Studienabschluss oder nennenswerte Arbeitserfahrung zum Traumjob? Bei Sophia Amoruso hat das funktioniert. Bis sie 22 war, schlug sie sich mit Aushilfs- und Gelegenheitsjobs durchs Leben. Dann entdeckte sie Ebay – und begann, selbst zusammengesuchte Second-Hand-Kleidung unter dem Label „Nasty Gal“ zu vertreiben. „Das erste Stück, das ich online verkauft habe, war geklaut,“ gibt sie heute zu.

Amoruso expandierte mit der steigenden Nachfrage und nutzte ihre Nähe zur Zielgruppe geschickt zum Aufbau einer großen Fan-Community. Dass sie keinerlei Ausbildung im E-Commerce-Bereich habe, sieht sie durchaus als Vorteil:

„Ich schätze ich bin sehr iterativ vorgegangen: Wenn etwas funktionierte, habe ich mehr davon gemacht. Wenn es nicht funktionierte, habe ich nicht auf Teufel komm raus versucht, es durchzuziehen.“

Die jährliche Wachstumsrate von über 500 Prozent führte dazu, dass auch die renommierte VC-Firma Index Ventures bei Nasty Gal einstieg. Heute ist das, was als Freizeitprojekt für Amoruso begann, eines der größten E-Commerce-Labels der USA, mit fast drei Millionen Followern allein bei Facebook und Instagram und globalen Ambitionen.

Vor sieben Jahren hätte sie wohl kaum jemand ernst genommen, sagt Amoruso heute, sie habe sich und alle anderen mit ihrer Entwicklung überrascht. „Heute bin ich selbstbewusster, selbstkritischer und weiß das, was ich habe, zu schätzen.“

Das Portrait in voller Länge findet ihr bei FastCompany.

Amir Kassaei: Vom Kriegsflüchtling zum Kreativpapst

Ausnahme-Werber Amir Kassaei. (Foto: Tim Bartel, via flickr, Lizenz   CC BY 2.0)
Ausnahme-Werber Amir Kassaei. (Foto: Tim Bartel, via flickr, Lizenz CC BY 2.0)

Wohl kaum jemand blickt auf einen so turbulenten Lebensweg zurück wie der Werber Amir Kassaei. Mit 14 Jahren kämpfte er im ersten Golfkrieg für den Iran, später flüchtete er über die Türkei nach Österreich und erhielt dort Asyl. Seine berufliche Karriere startete er als Controller, entdeckte aber bald, dass er statt mit Zahlen lieber mit Ideen jonglieren wollte. Bei der Agentur Springer & Jacoby wurde er zu einem der jüngsten Kreativchefs überhaupt, 2003 wechselte er zur DDB Group Germany.

Kassaei hat schon heute eine beeindruckende Werber-Karriere hinter sich, zahlreiche Preise abgeräumt und die Branche immer wieder mit Ideen, Tiraden und Denkanstößen beeinflusst. Ob beim Wechsel vom Marktführer zur eigenen Agentur oder bei der Übernahme des Vorsitzes des Art Directors Club Deutschland, wo der kreative Querkopf sich mit der Verbandsarbeit einlassen musste: In jede neue Herausforderung hat Kassaei sich gestürzt. Er selbst erklärt sich diese Umtriebigkeit so: „Wenn du einmal um dein Leben kämpfen musstest, lebst du den Rest anders.“

Ein ausführliches Portrait von Amir Kassaei ist vor einiger Zeit im Handelsblatt erschienen.

Gregor Hochmuth: Die Foto-Leidenschaft hat sich ausgezahlt

Im Alter von 30 Jahren hat Gregor Hochmuth es bereits zum Millionär gebracht. Der Werdegang des gebürtigen Berliners zeichnet sich durch das richtige Timing aus – und durch das konsequente Verfolgen der eigenen Leidenschaften.

Nach Stationen bei Hasso Plattner Ventures und dem eigenen Startup Mento heuerte Hochmuth 2008 bei Google an. Im Januar 2012 wechselte er zu Instagram – vier Monate, bevor die Foto-App für eine Milliarde US-Dollar von Facebook übernommen wurde – mit einem Schlag hatte Hochmuth ausgesorgt.

Man könnte sagen, Gregor Hochmuth habe einfach den richtigen Riecher gehabt. Und doch erscheint seine Entscheidung, bei Instagram zu arbeiten, auch ohne den Facebook-Deal absolut logisch: Mit mehr als 2.200 Fotos in seinem Account habe er seine Leidenschaft für mobile Fotografie eindrucksvoll unter Beweis gestellt, lobte Instagram anlässlich seiner Einstellung in einem Blogpost. Die Liebe zur Fotografie hat Hochmuth nicht vorgetäuscht, sie hat ihn schon vor dem Wechsel zu Instagram begleitet. So ist er anscheinend vielmehr seinen Vorlieben gefolgt und nicht dem Ruf des Geldes.

Ein Portrait von Gregor Hochmuth findet ihr bei Zeit Online.

Yuko Shimizu: Vom sicheren Job zum Künstler-Dasein

Heute als selbstständige Künstlerin erfolgreich: Yuko Shimizu. (Foto: Alexander Johmann via flickr, Lizenz  CC BY-SA 2.0)
Heute als selbstständige Künstlerin erfolgreich: Yuko Shimizu. (Foto: Alexander Johmann via flickr, Lizenz CC BY-SA 2.0)

Yuko Shimizu arbeitete mehr als zehn Jahre in der PR-Branche, bevor sie sich zum Sprung ins Ungewisse entschied und sich als Illustratorin selbstständig machte.

Ihre Ausbildung sei nur darauf ausgelegt gewesen, einen Job im Werbeumfeld zu bekommen – zu diesem Zweck habe sie sogar ihr großes Hobby, das Zeichnen, vernachlässigt. Doch das vermeintliche Karriereziel entpuppte sich schnell als bloße Zwischenstation: Den Job in der Unternehmenskommunikation habe sie im Prinzip vom ersten Tag an kündigen wollen – allerdings sei das mit der Sicherheit eines regelmäßigen Gehaltschecks im Rücken nicht gerade leicht.

Yuko Shimizu wollte ihr eigener Chef sein – auch wenn die Aussicht, komplett von ihrer Kunst abhängig zu sein, sie zunächst abschreckte. Der Anfang war nicht leicht: „Freelancing hört sich für Leute, die es nicht tun, nach einem schönen Leben an. Aber so einfach ist es nicht. Es ist kein stabiles Leben, und manchmal hat man viele Sorgen. In den ersten zwei, drei Jahren meiner Karriere habe ich 365 Tage im Jahr gearbeitet. Zu der Zeit hat es mir nichts ausgemacht, denn ich wollte es schaffen und mir einen Namen machen. Am Anfang muss man glaube ich so eine Einstellung haben.“

Einen Namen hat Yuko Shimizu sich tatsächlich gemacht: Auch ihre Freelancer-Karriere ist mittlerweile mehr als zehn Jahre alt. Heute zählt sie Unternehmen wie Pepsi, MTV, die New York Times oder Microsoft zu ihren Kunden – und kann von sich behaupten, dass sie einen Job hat, in dem sie sich selbst verwirklichen kann.

Das ganze Portrait findet ihr bei 99u.com.

Larry Page: Comeback nach 10 Jahren CEO-Abstinenz

Larry Page. (Foto: Foto: Scott Beale / Laughing Squid, via flickr)
Larry Page. (Foto: Scott Beale / LaughingSquid.com, via flickr)

Larry Page ist der Kopf hinter Google – bekannter noch als dessen langjähriger CEO Eric Schmidt oder Mitgründer Sergej Brin. Page hatte die Idee zu dem Algorithmus, mit dem Google die Internetsuche revolutionierte, er setzte seine Vision in die Realität um – und er hat dem Unternehmen seit seiner Gründung 1998 die Treue gehalten.

Doch die Karriere von Larry Page ist nicht ganz so vorbildlich und geradlinig verlaufen, wie es aus heutiger Sicht den Anschein hat. Vor allem in Googles Anfangsphase legte Page, damals selbst CEO, sich immer wieder Steine in den Weg, indem er sich gegen das Delegieren von Aufgaben sträubte und den Rat seiner Kollegen missachtete. 2001 setzten seine Berater sowie die Google-Investoren durch, dass ein erfahrener Manager – Eric Schmidt – die Google-Geschicke als CEO lenken sollte. Page, der sich anfangs gegen den Rückzug aus dem operativen Geschäft sträubte, fand in den folgenden Jahren den nötigen Abstand zum Tagesgeschäft, den er zum Führen des Weltkonzerns brauchte.

2011 übernahm Larry Page den CEO-Posten erneut. Vorgänger Schmidt twitterte kurze Zeit, nachdem er den Führungswechsel bekannt gegeben hatte:

„Adult Supervision no longer needed.“

Das Portrait von Larry Page, das seine Entwicklung nachzeichnet, findet ihr in voller Länge bei Business Insider.

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