Ratgeber

5 Eigenschaften, mit denen du erreichst, dass dein Team dir folgt

Dass dein Team dir folgt, liegt weniger an deinem Titel als vielmehr an deinen Führungseigenschaften. (Foto: KeyStock/Shutterstock)

Ein ausgeklügeltes Organigramm, Weisungsbefugnisse und Unterschriftenregelung – in vielen Unternehmen manifestieren diese Dinge die Position einer Führungskraft. Doch für echte Führung zählt etwas ganz anderes.

Auf deiner Visitenkarte steht Supervisor, Senior Manager oder auch Bereichsleiter? Schön. Deine Position als „Chef“ ist damit fest im Organigramm verankert. Du hast Einfluss. Doch heißt das auch, dass deine Mannschaft dir folgt? Ein Titel auf der Visitenkarte oder eine hohe Hierarchieebene machen noch keinen Leader, so der amerikanische Blogger und Podcaster Michael Hyatt. Selbst Menschen ohne diese „Beigaben“ könnten Einfluss nehmen und wirksam führen. In seinem Blogbeitrag beschreibt er fünf Kernpunkte für echtes Leadership.

Urteilsvermögen

Hier geht es nicht nur darum, eine Vision für die Zukunft zu haben und dem Team durch gemeinsame Ziele Orientierung zu geben. Leadership sei nicht ausschließlich in die Zukunft gerichtet. Das Team brauche Orientierung im Alltag. Im Hier und Jetzt. Es gehe daher vor allem auch darum, die Gegenwart realistisch einzuschätzen, komplexe Situationen anzunehmen und angemessene Konsequenzen für das unternehmerische Handeln zu ziehen.

Initiative

Echtes Leadership bedeute, mit gutem Beispiel voranzugehen. Nicht wie der Verkaufstrainer am College, von dem Hyatt erzählt. Dieser Trainer brachte seinen Schülern alles bei, was sie zum Thema „erfolgreiches Verkaufen“ wissen mussten. Doch dann, als es darum ging, das Gelernte auf der Straße anzuwenden, blieb der Trainer im geschützten Raum der Schule. Er hielt sich raus und ließ die Truppe allein. Echtes Leadership bedeute jedoch, voranzugehen – gerade dann, wenn es ernst wird, wenn Unannehmlichkeiten zu erwarten sind. Es bedeute, genau das zu tun, was man von seinem Team erwartet. Und noch mehr. So wie ein guter Kapitän, der sich nicht bei den ersten hohen Wellen verpieselt, sondern als letzter vom Schiff geht – wenn alle anderen in Sicherheit sind. Wer mit gutem Beispiel vorangeht, dem werden andere folgen.

Begeisterungsfähigkeit

Es gibt Menschen, die betreten einen Raum – und nehmen ihn ein. Nicht, weil sie besonders laut sind oder furchterregend. Laut Hyatt haben diese Menschen das „gewisse Etwas“. Andere nennen es möglicherweise Charisma. Menschen, die darüber verfügen, strahlen etwas Positives aus. Etwas, das man haben will und dem man sich nur schwer entziehen kann. Auf diese Weise üben sie Einfluss auf andere aus. Es sei kein Zufall, dass das englische Wort „influence“ eng mit dem Wort „influenza“, also der Ansteckung, verwandt sei. Ein Leader wirke ansteckend im positiven Sinn. Er könne andere von seiner Vision und seinen Zielen begeistern.

Wirkung

Den Status quo zu bewahren, ist zweifelsohne wichtig, um ein Unternehmen am Laufen zu halten. Alles zu lassen, wie es ist, ist jedoch nicht die Aufgabe von Leadership. Ein Leader mache einen Unterschied. Er verändere Menschen, er verändere seine Umgebung. Dabei sei es irrelevant, wie groß die Veränderung sei. Es müsse nicht gleich ein ganzes Land auf links gedreht werden – wie es Martin Luther King tat. Aber eine nachweisbare Wirkung sei Bedingung für echtes Leadership. So liege das Maß für gutes Leadership nicht im Leader selbst, sondern in der Wirkung, die es bei anderen erzielt. Wer nichts verändert, sei kein Leader sondern nur ein Entertainer.

Integrität

Ein integrer Mensch lebt und handelt in dem Bewusstsein, dass sich seine persönlichen Überzeugungen, Maßstäbe und Wertvorstellungen in seinem Verhalten ausdrücken. Er lebt nicht nur eine Treue zu sich, sondern strebt danach, die Würde seiner Mitmenschen nicht zu verletzen. Genauso handele ein echter Leader. Er ist integer. Er hat Werte und er lebt diese auch. Dabei nutze er seinen Einfluss, um Veränderungen zu bewirken – zum Nutzen seiner Mitmenschen.

Mehr zum Thema: Führungskräfte müssen führen, nicht managen

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2 Kommentare
Benkt
Benkt

Super geht’s. Offenbar pennt da jemand in der Redaktion, der lässt es sich auch gut gehen.
„Sex“ in einem Post kann man auch mal erst nach Prüfung freischalten oder eben auch nicht.
Guten Morgen, T3N.de. Bin gespannt, wie Userbeiträge in 2 Jahren mit den lustigen CSU/CDU Uploadfiltern funktionieren sollen :)

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Stilo
Stilo

This is fucktastisch. Ich bin gerade begeistert vom Uploadfilter Hinweis. Das ist echt gut platziert, wusste auch gar nicht wie casual man hier ne URL platzieren kann…

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