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55 Millionen Euro für das E-Tretroller-Startup von Lukasz Gadowski

Eine weitere Megarunde in Berlin: Szenekopf Lukasz Gadowski erhält 55 Millionen Euro für sein neu gegründetes Tretroller-Startup Flash. Doch die Haltbarkeit der Roller steht in der Kritik.

Von Daniel Hüfner
2 Min.
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Szenekopf und Flash-Gründer Lukasz Gadowski. (Foto: © Dan Taylor/Bits & Pretzels)

Der Wettstreit unter den Verleih-Startups für E-Tretroller läuft auch in Deutschland immer heißer. Wie deutsche-startups.de berichtet, hat der Berliner Anbieter Flash eine Finanzierungsrunde über 55 Millionen Euro abgeschlossen. Hinter der Neugründung steht Lukasz Gadowski, der zuvor Delivery Hero und Spreadshirt aufbaute.

Flash testet E-Tretroller in Zürich und Lissabon

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Gemeinsam mit ihm stecken außerdem der Mobilitätsfonds von Target Global, der französische Geldgeber IDinvest und Signals Venture Capital aus Berlin Geld in Flash.

Wie diverse andere Anbieter plant auch Flash den europaweiten Verleih von elektrischen Tretrollern. Die Fahrzeuge verfügen über eine Lenkerstage, zwei Räder und dazwischen ein Brett zum Draufstellen. Ein Elektromotor beschleunigt das Fahrzeug auf mehr als 20 Stundenkilometer. In Deutschland haben die E-Tretroller jedoch noch keine Straßenzulassung. Flash erprobt den Verleihservice deshalb vorerst im Ausland – darunter in Zürich und Lissabon. Vorbild sind die US-Anbieter Lime und Bird, die bereits mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet sind.

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Derartige Tretroller testet Flash bereits in Zürich und Lissabon. (Foto: Wind Mobility)

Derartige Tretroller testet Flash bereits in Zürich und Lissabon. (Foto: Wind Mobility)

Seit vergangenem Jahr versuchen auch Berliner Startups, in den Rollermarkt einzusteigen.  So sicherte sich im Oktober zum Beispiel Tier eine Finanzierung über 25 Millionen Euro, im November zog Wind.co mit einer 19-Millionen-Runde nach.

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Kritik an der Haltbarkeit

An den E-Tretrollern, die in den Augen der Gründer auch eine Antwort auf Staus und Smog in den Städten sein sollen, gibt es aber auch Kritik. Eine davon betrifft die Haltbarkeit der Fahrzeuge. Laut einer Einschätzung von Spiegel Online beträgt die Lebensdauer der Roller nur bis zu vier Monate. Danach sollen sie auf dem Müll landen. Wegen defekter Bremsen musste der US-Anbieter Lime den Flottenbetrieb in der Schweiz sogar komplett einstellen. Produziert werden die Fahrzeuge in China. Flash-Gründer Lukasz Gadowski teilte gegenüber Gründerszene mit, man arbeite bereits an einem eigenen Rollermodell. Das solle dann mehr Sicherheit bieten.

t3n meint: Mit 55 Millionen Euro sichert sich Lukasz Gadowski in finanzieller Hinsicht vorerst die Pole-Position unter den europäischen Tretroller-Startups. Dass der gebürtige Pole große Firmen aufbauen kann, hat er mit Delivery Hero und Spreadshirt schon bewiesen. Ob’s mit dem Erfolg klappt, hängt aber nicht nur von der umstrittenen Haltbarkeit der Fahrzeuge ab. Die Regulierung in Deutschland steht noch aus, zudem ist die Akzeptanz der Roller in der Bevölkerung keineswegs sicher. In den USA gab es schon Proteste wegen Rollern, die achtlos auf Bürgersteigen abgelegt wurden oder Bushaltestellen blockierten. Ein zweites Obike sollten die Gründer unbedingt vermeiden.
Daniel Hüfner

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