Kommentar

Amazon-Prime-Day: Bequem geht anders

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Lieferzeiten am Prime Day

Der Fokus am Prime Day lag ganz klar auf Prime-Kunden. Bestellungen, die im Rahmen der Prime-Mitgliedschaft versandt wurden, hatten beim sogenannten Premiumversand meist Lieferzeiten von einem bis zwei Werktagen. In den Hilfe-Dokumenten von Amazon wird der Premiumversand mit einem Werktag Lieferzeit nach dem Versand angegeben. Das heißt nach der angegebenen Bearbeitungszeit wird die Bestellung innerhalb von einem Werktag zugestellt. Für Kunden ist es eine gefühlte Lieferzeit von durchschnittlich einem Tag, da die meisten Artikel bis zu einer gewissen Uhrzeit noch am selben Tag bearbeitet und dann direkt versandt werden, um am nächsten Tag zugestellt zu werden – Next-Day-Delivery, der gefühlte Amazon-Standard.

Die Testbestellungen von t3n sind mittlerweile teilweise zugestellt, teilweise noch nicht – ein Amazon-Echo-Device wird erst am Montag zugestellt. Die Lieferungen erfolgten pünktlich und wurden mit verlängerter Lieferzeit und Zustellzeitraum in der Bestellung exakt gekennzeichnet, soweit also ein korrektes Verhalten. Auch wenn das alles exakt der Liefergarantie von Amazon entspricht, bleibt der Eindruck, dass Amazon langsamer geworden ist, es entspricht selbst die Prime-Lieferzeit nicht mehr dem gefühlten Standard der Next-Day-Delivery

Um die Lieferzeit von Amazon richtig einzuordnen, ist es hilfreich zu wissen, dass Amazon Artikel an vielen verschiedenen Standorten lagert, auch im Ausland. Versandzentren in Polen und Tschechien stellen auch nach Deutschland zu, in diesen Fällen behält sich Amazon im Rahmen seiner Liefergarantie auch eine längere Lieferzeit vor. Es gibt noch mehr Gründe für längere Lieferzeiten, beispielsweise stellen manche Händler im Rahmen des Prime-Programms selber Sendungen zu, die dürfen schon zwei Werktage dauern. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass einzelne Artikel auch bei Prime-Kunden länger brauchen – die Anzahl der Artikel mit einer längeren Bearbeitungszeit war in diesem Jahr aber gefühlt recht groß.

Alles in allem bleibt der Eindruck, dass Amazon am Prime Day an den Rand seiner Logistikkapazitäten gelangt. Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass der Standardversand für Accounts ohne Prime-Mitgliedschaft im Test hochschnellte auf Lieferzeiten von vier Werktagen bis zu einer kompletten Woche.

Amazon muss an seiner Usability arbeiten

Am Thema Logistik ist Amazon dran, der Ausbau der eigenen Paketdienst-Kapazitäten schreitet voran, aber es wird sichtbar, dass es harte Arbeit ist, die Logistik proportional zum Wachstum zu skalieren und dabei selbst Amazon ins straucheln kommen kann.

Bitterer ist die teilweise nervige Funktionalität der Sonderangebotsmechanismen, die stellenweise nicht nachvollziehbare Einschränkung von Angeboten, das seltsame Verhalten des Warenkorbs und die mobile Usability, die an einigen Stellen gelitten hat. Gerade letztere wird immer wichtiger und Amazon kann sich an dieser Stelle keine Pannen leisten.

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Ein Kommentar
Toni
Toni

Am schlimmsten ist AmazonLogistics
Die Lieferanten tun mir ja irgendwie leid, aber
Produkte, die mir an die Firmenadresse (Köln Zentrum) geliefert werden sollten, werden 3x erfolglos versucht zuzustellen. Gut niemand kann wissen, dass freitags, samstags und montags um 19 oder 20 Uhr niemand in einem Büro sein kann.
Produkte, die mir privat geliefert werden, kommen im besten Fall ohne dass ich es durch Unterschrift belegen muss, im schlechtesten Fall vor der Haustür abgelegt (Mehrfamilienhaus) an. Immerhin, die kommen meist wenigstens an.

Amazon Logistics ist so was für ar…

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