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Apple-Platzhalter: Wer ist eigentlich John Appleseed?

(Foto: Apple)

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Bei so ziemlich jeder Keynote oder Produktpräsentation von Apple taucht sein Name irgendwo auf. Doch auf der Bühne hat man John Appleseed noch nie gesehen. Woher also kommt der Name?

John Appleseed ist der Name, den man bei Apples Produktvorstellungen wohl am häufigsten zu lesen bekommt. Seine private Handynummer, seine Mailadresse inklusive Passwörter und seine Kreditkartendetails wurden bei den Präsentationen schamlos veröffentlicht. Wer ist also Apples scheinbar nicht ganz unwichtiger Mitarbeiter John Appleseed, mit dessen Privatsphäre hier so ungeniert umgegangen wird?

Sucht man den Namen John Appleseed bei Facebook, stößt man schnell auf den offiziellen Account eines Apple-Mitarbeiters mit einem kleinen Steckbrief. Demnach handelt es sich um einen amerikanischen Pionier, der bei der weltweiten Einführung von Apple-Produkten geholfen hat. Er wurde zu einer amerikanischen Legende, vor allem wegen seiner Art und seiner Großzügigkeit, seinem Einsatz für den Naturschutz und seiner symbolischen Bedeutung für das Unternehmen Apple.

John Appleseed ist so etwas wie der Max Mustermann des Apple-Universums. Ins Leben gerufen wurde Appleseed vom ehemaligen CEO Mike Markkula, der in den 80er Jahren für einige Produkteinführungen des Unternehmens verantwortlich war. Hauptsächlich arbeitete er an Programmen und Software für den Apple II, einer der ersten 8-Bit-Mikrocomputer. Markkula nutzte zu dieser Zeit die Identität John Appleseed als Platzhalter für Namen, Demos, Präsentationen und Fehler. Über die Jahre wurde der Name John Appleseed beibehalten und entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil des Unternehmens.

Mehr als nur ein Platzhalter

Doch hinter dem Namen John Appleseed steckt mehr als nur ein schneller Platzhalter für fehlerhaften Code oder unausgereifte Produktideen. Im Jahr 1774 erblickte ein gewisser John Chapman in Leominster, Massachusetts, das Licht der Welt. Jener Chapman ist heute unter dem Namen Johnny Appleseed eine bekannte Figur der US-amerikanischen Folklore und sein Todestag am 11. März 1847 wird in einigen Teilen der USA noch heute als Johnny Appleseed Day gefeiert.

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Seinen Spitznamen Appleseed hat Chapman seiner eigenen Arbeit zu verdanken. Als Gärtner zog er durch den Mittleren Westen und pflanzte Apfelbäume in Indiana, Illinois, Ohio und Pennsylvania. Heldenstatus erlangte er noch zu Lebzeiten dank Henry Howe, einem Autor, der viele Geschichten über Johnny Appleseed veröffentlichte.

In den Erzählungen wird er als Vorbild dargestellt. Er war stets freundlich, lebte demütig, kümmerte sich um Tiere und predigte ausgestattet mit einer Bibel das Evangelium. Er verstand sich gut mit der indigenen Bevölkerung, bei der er immer ein gern gesehener Gast war und kümmerte sich um die Umwelt. Appleseed war immer mehr daran interessiert, anderen zu helfen, als ein persönliches Vermögen anzuhäufen.

Wie Steve Jobs wurde Appleseed als eine Person beschrieben, die man nicht so schnell vergessen würde, wenn man ihr einmal begegnet war. Appleseed war ein ökologischer Pionier, Jobs in seinem Fachgebiet ebenso. Beide Männer mögen mittlerweile tot sein, aber vergessen werden sie mit Sicherheit nicht. Diesen Punkt konnte Markkula, als er John Appleseed neues Leben einhauchte, zwar nicht vorhersehen, aber er macht die ganze Sache aus heutiger Sicht rund. Die Legende des Johnny Appleseed lebt in der Vision des Steve Jobs und des Unternehmens Apple ein Stück weit weiter.

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