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Ratgeber

Barcamp: Mit diesen Tipps wird die „Un-Konferenz“ zum Erfolg

Ein Barcamp hat eine ganz eigene Atmosphäre (hier das Scoopcamp 2017). Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Referenten, sondern alle Teilnehmer. (Foto: Scoopcamp)

Bei einem Barcamp stehen anders als bei der klassischen Konferenz die Teilnehmer im Mittelpunkt. Worauf es ankommt und wie du dich auf ein Barcamp vorbereitest, erklären wir hier.

Barcamps werden im Deutschen auch gerne als Un-Konferenzen bezeichnet, als gute Austauschmöglichkeit zu einem bestimmten Thema, etwa zu einem gemeinsamen Trendthema wie Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, einer bestimmten Programmiersprache oder Softwareanwendung oder einer bestimmten Branche. Für wenig Geld – der Eintritt kostet oft weniger als die Zugfahrkarte dorthin – organisieren Vereine, Anwendergruppen oder (seltener) Unternehmen einen oder zwei Tage mit geballter Information und Diskussion.

So unterscheidet sich ein Barcamp von einer Konferenz

Der besondere Reiz eines Barcamps liegt darin, dass Teilnehmer im Vorfeld nicht wissen können, wie gut und informativ es werden wird, oft aber mit Eindrücken und Ideen zurückkommen, die sie nicht auf dem Schirm hatten. Denn anders als Konferenzen, die meist mit dem Ziel, Geld zu verdienen, organisiert werden, steht bei Barcamps meist ein nichtkommerzieller Ansatz im Vordergrund. Ein weiterer Unterschied: Auf der Bühne stehen oder eine Diskussion leiten kann im Prinzip jeder, der dies will. Die Räume und Zeit-Slots werden am jeweiligen Tag durch Abstimmung verteilt. Speaker, die für ein Honorar eingeladen werden, gibt es dagegen (meist) nicht.

Damit es für alle Beteiligten ein cooles Event wird, solltest ein Veranstalter einiges beachten – und auch Teilnehmer können viel dazu beitragen, dass es allen Spaß macht.

Barcamp: Was Organisatoren beachten müssen

  1. Für Organisatoren gilt: Du gibst mit deiner Vorbereitung den Rahmen vor, sorgst dafür, dass Raum, Catering, WLAN und Namensschilder da sind, damit sich alle wohl fühlen. Inhaltlich musst du dich dagegen um wenig kümmern. Du kannst geeignete Personen ansprechen, sie zum Vorbereiten von Sessions animieren. Wenn helfende Hände fehlen, solltest du eine zum Thema passende Hochschule ansprechen oder kannst auch im Vorfeld vergünstigte oder kostenlose „Roadie Tickets“ vergeben, wie das auch größere Barcamps gerne tun.
  2. Ohne Sponsoren geht es nicht. Egal ob für Raum, Catering oder die Goodie-Bag: Sponsoren werden euch den finanziellen Rahmen bieten, damit du all das hochziehen kannst, was dir vorschwebt. Da sich oft ein junges, engagiertes Publikum zusammenfindet, sind gerade Unternehmen, die in diesem Umfeld nach Mitarbeitern suchen oder ihre Marke positionieren wollen, geeignete Unterstützer. Stelle aber insbesondere bei den Sponsoren sicher, dass das Ganze keine reine Werbeveranstaltung wird, indem du bei den Sessions die Devise ausgibst „around the product, not about the product“.
  3. Das Barcamp ist basisdemokratisch aufgebaut, die Crowd entscheidet am Tag selbst, worüber in einer Session gesprochen wird. Dazu pitchen alle, die etwas vorbereitet haben, am jeweiligen Morgen um die freien Slots. Wenn du von dieser Regel abweichst, also beispielsweise Themen vorab einreichen lässt und die Slots auch bereits im Vorfeld vergibst, erkläre das vor der Anmeldung.
  4. Bei den Sessionformaten kannst du bewusst auf Vorträge, Diskussionen oder Workshops setzen. Je nach Thema und Vorliebe können die Hosts dann auf die jeweilige Erscheinungsform setzen, die sie sich vorstellen. Sprich für die Workshops auch Partner an, die über das geeignete methodische Know-how verfügen, damit ein solches Workshop-Format nicht aus dem Ruder läuft.
  5. Setze auf Vernetzung und versuche, einen Rahmen zu schaffen, der es ermöglicht, gut mit bisher unbekannten Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Aber vermeide peinliche Kennenlernspielchen, von denen man sich lediglich durch einen Gang zum Rauchen oder zur Toilette ausschließen kann! Niemand hat da wirklich Spaß daran, auch wenn dann alle doch irgendwie mitmachen.
  6. Über ein gut funktionierendes WLAN, das heute selbstverständlich sein sollte, kannst du die Sessionplanung mit Hilfe eines einfachen Dokuments erledigen, damit Änderungen nicht nur zentral an einem Board stattfinden, um das sich dann hundert bis zweihundert Teilnehmer drängen. Dabei gilt: Je einfacher, desto besser. Eine individuell zu installierende App oder gar ein Trello-System ist meist überdimensioniert.

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2 Reaktionen
DBJR

Um die Vorbereitung und Durchführung von Barcamps aktiv zu unterstützen, betreibt der Deutsche Bundesjugendring den Server barcamptools.eu. Die zugrundeliegende Software „Camper“ entwickeln wir als Open-Source-Anwendung weiter.
Primäre Zielgruppe sind natürlich Jugendorganisationen und ähnliche freie Träger, aber wir heißen generell jegliche Barcamp-Initiativen willkommen. Auf unserem Server können Barcamps öffentlich und auch für beschränkte Kreise organisiert werden.
Mit dem Angebot verfolgen wir keinerlei kommerzielles Interesse – uns geht's um die Unterstützung der Idee des Barcamps, so dass auch kleinere Initiativen solche Projekte umsetzen können. Für die finanzielle Unterstützung konnten wir das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gewinnen.

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Kerstin Kitzmann

Ich liebe Barcamps und finde dieses Format ganz großartig. Wie schön, dass es sich jetzt auch in Deutschland immer mehr durchsetzt.
Als Coffeejunkie habe ich meistens meinen Thermobecher und meine Wasserflasche dabei. Beides kann ich gut mit in die Sessions nehmen. Und zum Karmapunkte sammeln noch eine Steckdosenleiste mit Verlängerungskabel, USB-Mehrfachstecker und sowie diverse Adapter für Beamer & Co :)

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