
„Ich würde im neuen Jahr gerne ausprobieren, ob ich auch Chancen als Führungskraft habe“, diesen und ähnliche Sätze habe ich zuletzt dreimal gehört. Es sind zaghafte Ansätze von Menschen, die ihre Jobs richtig gut können und die jetzt mehr wollen. Für alle, die dieser Gedanke auch umtreibt, kommen hier die Neujahrsvorsätze für Menschen, die im Jahr 2025 befördert werden wollen.
1. Ich spreche aus, was ich vorhabe
Topleistung bringen und einen guten Fahrplan für deine Beförderung zu haben, ist natürlich klasse. Es bringt dir aber nichts, wenn niemand ahnt, was du vorhast. Vielleicht denken die Leute einfach nur, dass du ein neues Hobby hast, auf das du dich ganz besonders freust. Also sprich mit deinen Vorgesetzten über deine Pläne. Die Chancen sind groß, dass er oder sie gerade das Gleiche plant. Dann würde nicht nur jemand für die Nachfolge gesucht – auch Teamarbeit dient dem Aufstieg.
2. Ich investiere in meine Weiterbildung
In vielen Jobs, in denen etwas mit Menschen gemacht wird, ist eine regelmäßige Weiterbildung selbstverständlich bis verpflichtend. Überraschung: Führen ist etwas mit Menschen! Also schau, dass du dich weiterbildest. Diesen Schritt kannst du gemeinsam mit dem ersten angehen: Sprich mit deiner Führungskraft über Entwicklungsmöglichkeiten und frage, ob die Firma ein Leadership-Programm anbietet. Auch einige internationale Top-Universitäten bieten solche Programme an, generalisiert, speziell für Frauen oder für bestimmte Branchen. Andere entscheiden sich für ein Coaching oder besuchen Tagungen.
Wertvoll für dich: Wenn deine Firma in dich investiert hat, dann hat sie auch ein Interesse daran, dich zu befördern.
3. Ich komme zur Ruhe
Ja, befördert werden zu wollen, ist aufregend. Was gerade in vielen Unternehmen passiert, ist auch aufregend. Und das ist deine Chance! Wenn du jetzt lernst, zur Ruhe zu kommen, Ruhe auszustrahlen und anderen zur Ruhe zu helfen, dann hast du eine wertvolle Führungseigenschaft gemeistert – und ganz nebenbei das Teamklima verbessert.
4. Ich höre zu und stelle wertvolle Fragen
Zuhören und Fragen stellen: Beides ist wichtig. Und beides muss mit Fingerspitzengefühl umgesetzt werden. Du hörst natürlich nicht nur zu, um selbst eine supersmarte Frage zu stellen. Sprich mir nach: Ich höre zu, um die andere Person zu bestärken. Nicht aus einem anderen Grund. So, und wenn du dann eine wirklich gute Frage zu stellen hast: Stell sie. Und stell sie so, dass dein Gegenüber dabei glänzt. So fallt ihr beide positiv auf und das stärkt deine Position im Team. Und am wichtigsten: Nicht immer muss aus dem Zuhören eine Frage folgen. Manchmal hast du mit einem anerkennenden Nicken und einem zustimmenden „Mhm!“ schon alles gesagt.
5. Ich lerne Diskretion
Kennst du das Geheimnis des Verschweigens von Dingen? Jetzt ist es kein Geheimnis mehr, ich schreibe es ins Internet: Dinge verschweigt man, indem man sie nicht andeutet, nicht herumdruckst, nicht zwinkert und nicht überheblich lächelt, wenn das Gegenüber etwas sagt, das man selbst besser weiß. Dinge verschweigt man, indem man sich verhält, als wüsste man sie nicht. Und diese Fähigkeit haben viele Menschen nie gelernt. Also lerne das! Schweige nicht wie ein Grab. Schweige, als wüsstest du nichts.
6. Ich werde die Lösung für ein Problem
Menschen sind umgeben von Problemen. Such dir eines aus und werde die Lösung. Das bedeutet übrigens nicht, dass du die ungeliebte Sisyphus-Arbeit selbst übernehmen musst. Die Lösung zu sein ist mehr. Automatisiere das Problem, verkleinere das Problem oder am allerbesten: Werde das Problem los. Wenn niemand die Aufgabe angehen will, das Ergebnis aber wichtig erscheint, dann gibt es vielleicht eine Alternative. Finde sie. Werde die Lösung.
7. Ich reflektiere, ob ich das wirklich will
Eine viel zu selten gestellte Frage ist die, ob eine Person wirklich Führungskraft werden will. Und das solltest du herausfinden. Willst du was mit Menschen machen? Oder willst du einfach eine einflussreichere Position in deinem Unternehmen? Vielleicht strebst du in Wahrheit eher eine fachliche Leitung an als eine personale? In vielen Firmen sind diese Rollen noch immer vereint. Finde heraus, ob du anführen willst, was genau und welche Wege dir dafür offenstehen.
Und dann? Schau, dass du deinen Weg gehst. Vielleicht spürst du Widerstand von deiner Führungskraft. Der größte Fehler ist es, diesen nicht anzusprechen und die eigenen Optionen zu klären. Will er oder sie dich nicht im Leitungsteam? Dann musst du eine Entscheidung treffen. Fehlen dir bestimmte Eigenschaften oder Qualifikationen? Daran kannst du arbeiten.