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Marketing

Befragung zu digitalem Marketing: Wer macht was und warum?

Dass Marketing in digitalen Medien immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist bekannt. Allerdings werden dabei verschiedene Unternehmenstypen oft über einen Kamm geschert, obwohl Faktoren wie Unternehmensgröße, Land oder die Größe des Marktareals entscheidend für unterschiedlichste Beweggründe im Einsatz von digitalen Marketing Tools sind. Eine mit 155 Marketingverantwortlichen durchgeführte internationale Erhebung hat gezeigt, dass diesen einzelnen Faktoren durchaus Beachtung bei der Wahl des richtigen Marketing Mix geschenkt werden sollte. Die Untersuchung ist zwar schon ein Jahr alt, aber dennoch eine interessante Diskussionsgrundlage.

Beweggründe & Budget

Insgesamt betrachtet sind die wichtigsten Motive für das Marketing in digitalen Medien die bessere Interaktion mit Kunden und potentiellen Neukunden sowie die schnelle Reaktionszeit, die durch andere Medien nicht garantiert wird. Geringere Kosten und eine höhere Marktabdeckung zählen ebenfalls zu den wichtigsten Beweggründen. Bei diesen Ergebnissen wurde das Hauptaugenmerk auf Unternehmen aus Großbritannien, den USA und Deutschland (insgesamt 72 befragte Marketingverantwortliche) gelegt.

Ein erheblicher Anteil an Unternehmen (44 Prozent) investiert fast die Hälfte des gesamten Marketingbudgets in digitale Aktivitäten; 18 Prozent der Befragten nutzen bereits heute schon 81 bis 100 Prozent des Budgets für Online- und Mobile-Marketing, anstatt auf traditionelle Werbemaßnahmen zu setzen.

Die beliebtesten Tools

Es gibt viele verschiedene Tools, die Verantwortlichen im digitalen Marketing zur Verfügung stehen - angefangen bei der Website an sich bis hin zu SEO, SEM, Social Media Marketing und Mobile Couponing. Die folgende Grafik gibt einen Überblick über die am häufigsten eingesetzten Tools in den befragten Unternehmen, die zeigt dass Websites, Social Media, Suchmaschinenmarketing, Newsletter und E-Mail-Marketing die relevantesten Toos im digitalen Marketing sind.

Altbewährtes vs. Trends

Nicht weiter verwunderlich waren die Ergebnisse im Ländervergleich zwischen den USA, Großbritannien und Deutschland. Wie vermutet, sind Länder wie die USA oder Großbritannien den Deutschen in der Anwendung von neuen Trends und innovativen Marketingmethoden weit voraus. Deshalb ist es auch nicht weiter erstaunlich, dass Deutschland an traditionellen Marketingmethoden festhalten will, wohingegen die Befragten der USA und Großbritannien der Meinung sind, dass digitales Marketing traditionelles Marketing zunehmend ablösen soll.

Klein vs. groß

Auch in Unternehmen unterschiedlicher Größe (verglichen wurden Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sowie KMU mit bis zu 15 Mitarbeitern) gibt es Ungleichheiten. Während bereits 47 Prozent der großen Unternehmen Mobile Marketing einsetzen, sind es in kleineren Firmen nur 19 Prozent. Das könnte einerseits am fehlenden Budget kleiner Unternehmen für mobile Tools liegen, andererseits auch an dem hohen Risiko, welches neue Marketingkanäle mit sich bringen. Nicht umsonst besitzen große Unternehmen ein gewisses Budget an „Spielgeld“, um neue und innovative Tools und Techniken auszutesten.

National vs. global

Neben der Unternehmensgröße ist nicht zuletzt auch das Marktareal ein entscheidender Faktor bei der Wahl der richtigen Marketingkanäle. Global agierende Unternehmen haben, was die Kommunikation betrifft, einen Nachteil im Vergleich zu national arbeitenden Firmen: Das Marktareal ist um einiges größer. Dieser Fakt scheint der Grund zu sein, weshalb die Befragten global vertretener Unternehmen digitale Medien zunehmend bevorzugen: Kein traditioneller Kanal schafft es durch z.B. Viralität oder spannende Informationen eine Nachricht schnell weltweit zu verbreiten. Zwar nutzen laut der Untersuchung auch globale Unternehmen traditionelle Werbung, jedoch ist gerade für diese das Internet das ideale Tool zur grenzenlosen Verteilung ihrer Werbebotschaft.

Hinsichtlich der weiteren Entwicklungen bleibt abzuwarten, ob sich die jetzt noch hauptsächlich traditionell arbeitenden Unternehmen dem digitalen Trend zukünftig anschließen. Laut 77 Prozent der Befragten wird das Umdenken hin zu digitalen Marketingkanälen vor allem auch durch Budgetkürzungen in den Marketingabteilungen weiter vorangetrieben.

Die gesamte Auswertung der Untersuchung findet man hier als PDF-Download in Englisch.

Bildnachweis für die Newsübersicht: © Marco Rullkötter - Fotolia.com

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