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CentOS Stream: Red Hat will Linux-Entwicklung beschleunigen

CentOS Stream soll die Zukunft des Enterprise-Linux definieren. (Foto: Shutterstock)

Red Hat und das CentOS-Projekt haben mit CentOS Stream eine Linux-Distribution ins Leben gerufen, die sich durch ihre häufigen Updates auszeichnet. So sollen Entwickler im Rahmen eines Rolling Release stets Zugriff auf die neuesten Additionen und Änderungen in RHEL haben.

CentOS Stream wird eine ständige Betaversion des jeweils kommenden Red Hat Enterprise Linux (RHEL) sein, dabei aber weit mehr bieten, als es Betaversionen oder Previews bislang taten, so Red-Hat-CTO Chris Wright. Stattdessen sei CentOS Stream ein beständiger Strom neuer Inhalte, der bisweilen mehrmals täglich Updates erfahren werde.

Cutting-Edge-Entwicklung auf der neuesten Code-Basis

Auf diese Weise sollen Entwickler im RHEL-Ökosystem frühzeitiger als bislang mit kommenden Funktionen arbeiten können, um so ihre eigene Entwicklungsarbeit frühzeitiger zu starten und etwa Hard- und Software besser an das System anpassen zu können. Laut Wright betrachtet Red Hat CentOS Stream als die Pacesetter-Distribution, also jene, die das Tempo vorgibt. Entwickler und andere Linux-Nutzer sind ausdrücklich aufgerufen, sich in etwas einzubringen, das Wright als „die Zukunft des Enterprise-Linux“ bezeichnet.

Strategisch positioniert sich CentOS Stream in der Mitte zwischen Fedora Linux und RHEL. Während Fedora als Upstream- und RHEL als Downstream-Projekt klassifiziert ist, soll Stream eine Gleichberechtigung im Rahmen eines Mid-Stream-Development schaffen, ohne die letztendlichen Distributionsprozesse der anderen Varianten zu ersetzen.

CentOS Stream kann hier heruntergeladen werden.

CentOS 8 parallel veröffentlicht

CentOS 8 ist erschienen. (Screenshot: CentOS-Projekt)

Parallel zum neuen Stream hat das CentOS-Projekt die Version 8 ihrer stabilen Distribution veröffentlicht. Das Update bringt das professionelle Betriebssystem für Server und Workstations auf den Stand von RHEL 8, das bereits im Mai erschienen war. Dabei hat das Projekt-Team alle übrigen Software-Pakete ebenfalls auf einen aktuelleren Stand gebracht. Der bisher verwendete Display-Server x.org wurde im Standard durch Wayland ersetzt, kann aber bei Kompatibilitätsproblemen natürlich nachinstalliert werden. Der Kernel liegt in Version 4.18 vor.

Wie es bereits andere Distributionen vorgemacht haben, zieht auch CentOS 8 den Stecker für 32-Bit-Builds. Nutzer, die darauf angewiesen sind, können CentOS 7 weiternutzen. Das System wird immerhin noch bis 2024 mit Updates versorgt.

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