Anzeige
Anzeige
News

China versenkt tonnenschweres Rechenzentrum mit einer Kapazität von 6 Millionen PCs im Meer

China ist dabei als erstes Land der Welt ein kommerzielles Rechenzentrum zu errichten – und das unter Wasser. Die Anlage soll die Rechenleistung von sechs Millionen herkömmlichen Computern erreichen und 25 Jahre dauerhaft in Betrieb sein.

Von Tatjana Standky
2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Rechenzentren nehmen viel Platz ein - eine Fläche die anderweitig genutzt werden kann. China baut nun das erste kommerzielle Rechenzentrum unter Wasser. (Bild: Gorodenkoff / Shutterstock)

Vor der Küste von Sanya in der Provinz Hainan baut China derzeit das erste kommerzielle Unterwasser-Rechenzentrum der Welt. Das Ziel ist es, mit diesem avantgardistischen Projekt die Branche zu revolutionieren.

Anzeige
Anzeige

Mit dem Potential, Rechenleistung von etwa sechs Millionen herkömmlichen Computern zu erreichen, könnte das mehrere Tonnen schwere Projekt richtungsweisend sein.

Module verarbeiten alle 30 Sekunden 4 Millionen Bilder

Das Projekt ist das Ergebnis eines Unternehmens, an dem die China Offshore Oil Engineering Co., Ltd. (COOEC) und das private Rechenzentrumsunternehmen Highlander beteiligt sind.

Anzeige
Anzeige

Die Module des chinesischen Unterwasser-Rechenzentrums werden sorgfältig auf dem Meeresboden in einer Tiefe von etwa 35 Metern installiert. Dabei sind sie so konzipiert, dass sie 25 Jahre lang dauerhaft in Betrieb sein können und den rauen Unterwasserbedingungen standhalten sollen.

Also so die Theorie: Denn wie sich das Meereswasser und die Unterwasser-Ökosysteme letztendlich wirklich auf die Konstruktion auswirken werden, ist unbekannt. Wie China Daily berichtet, wiegt jedes wasserdichte Speichermodul – in denen die Computer-Hardware untergebracht ist – 1.300 Tonnen.

Anzeige
Anzeige

Diese Module können alle 30 Sekunden über vier Millionen hochauflösende Bilder verarbeiten.

Vorteile eines Unterwasser-Rechenzentrums

Einer der wichtigsten Vorteile dieses Rechenzentrums ist die Lage unter Wasser – so besteht die Möglichkeit das Meerwasser und seine kühlenden Eigenschaften zu nutzen. Im Vergleich zu seinen Pendants an Land kann die Anlage auf diese Weise schätzungsweise 122 Millionen Kilowattstunden Strom sparen.

Anzeige
Anzeige

Darüber hinaus können mit der Unterwasser-Anlage 68.000 Quadratmeter Land – eine Fläche von fast 13 Fußballfeldern – die für herkömmliche Rechenzentren genutzt worden wären, für andere Zwecke zum Einsatz kommen.

Anlage soll bis 2025 insgesamt 100 Module in Betrieb nehmen

Nach der Fertigstellung soll das Rechenzentrum Unternehmen wie China Telecom und das in Honkong ansässige KI-Unternehmen Sensetime bedienen.

Der ehrgeizige Plan sieht vor bis 2025 insgesamt 100 Module in Betrieb zu nehmen. Mit der Inbetriebnahme eines ersten Speichermoduls im April und dem kürzlich hinzugefügten zweiten Modul ist das Projekt weit fortgeschritten.

Anzeige
Anzeige

Neben Highlander hat auch Microsoft 2015 ein Unterwasser-Rechenzentrum vor der Pazifikküste getestet; ein weiteres stand von 2020 bis 2022 vor der Küste von Orkney, Schottland unter Beobachtung.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare (4)

Community-Richtlinien

Flo

Oh man, jetzt heizen wir auch noch die Meere.

Philipp

warum sollte das nun besser sein?
jetzt heizen wir also noch das Meer auf.. also zumindest um diese Einrichtung herum… zerstören damit den Lebensraum von wer weiß wie viele Arten… warum soll das nun besser sein als an Land?

IMTatendrang

Angesichts der Tatsache, dass China sich in den letzten Jahren dermaßen entwickelt hat ja eben auch in Sachen Nachhaltigkeit, glaube ich schon, dass sie das Aufheizen der Meere mit bedacht haben.

Lukas

Dieses geballte unwissen in den Kommentaren vor mir…
Wo geht denn die Wärme in regulären Rechenzentren hin? Erst in die Luft und von dort dann ins Meer.

Mit dem Unterschied, dass man sich so Klimaanlagen (und somit Energie) spart.

Microsoft hat ja bereits genau das gleiche Konzept getestet und dort konnte man keine (nennenswerten) Einflüsse auf das Meer bzw die Umgebung der versenkten RZs feststellen.
Allerdings haben versenkte RZs die Nachteile, das sie zum einen im Laufe der Zeit mit Algen, Pflanzen und Co zuwuchern und so die Kühlleistung beeinträchtigt wird, zum anderen kann man nicht mal eben dort hin um defekte Festplatten, RAM, oder CPUs zu tauschen. Würde mich mal stark interessieren, wie sie das gelöst haben bei geplanten 25jahren Laufzeit

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige