Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

CSS Working Group bringt CSS Nesting Module auf den Weg

Sie gehört zu den meist gewünschten CSS-Features überhaupt – die Möglichkeit, CSS-Selektoren ineinander zu verschachteln. Das CSS Nesting Module soll genau das standardisieren und hat sich jetzt auf den steinigen Weg gemacht.

2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige

Neues von der CSS-Front. (Grafik: Shutterstock)

Am 31. August ist das CSS Nesting Module im Status „First Public Working Draft“ erschienen. Damit hat es den Status eines „Editor’s Draft“, den es seit März 2019 innehatte, endlich verlassen und darf als in der CSS Working Group (CSSWG) anerkannter Konsens angesehen werden. Damit ist der Weg zum Standard eröffnet.

Verschachteltes CSS kennen Präprozessoren seit den Nullerjahren

Anzeige
Anzeige

Das Feature, das 2011 erstmalig in einer W3C-Mailing-Liste vom weiterhin federführenden Editor Tab Atkins, einem Google-Entwickler, als „Selector Nesting“ vorgeschlagen wurde, bringt die Möglichkeit, CSS-Selektoren ineinander zu verschachteln erstmals nativ, also ohne die Notwendigkeit weiterer Tools.

Entwickler, die bereits mit Präprozessoren wie Sass, Less, SCSS oder neuerdings auch PostCSS arbeiten, nutzen die Verschachtelung von Selektoren schon seit 2007 in der internen Syntax der Preprocessor-Tools. Sie gilt als eines der wesentlichen Argumente für die Nutzung von Sass und Co. Für die Nutzung im Web geben die Präprozessoren standardkonformes CSS aus. Künftig sollen Verschachtelungsregeln zu eben diesem standardkonformen CSS gehören.

Anzeige
Anzeige

Die CSSWG beschreibt das Feature so: „Dieses Modul beschreibt die Unterstützung für die Verschachtelung einer Style-Regel innerhalb einer anderen Style-Regel, so dass der Selektor der inneren Regel auf die Elemente der äußeren Regel verweisen kann. Mit dieser Funktion können verwandte Stile in einer einzigen Struktur innerhalb des CSS-Dokuments zusammengefasst werden, was die Lesbarkeit durch eine visuelle Hierarchie und die Wartbarkeit durch das Vermeiden von Wiederholungen verbessert.“

Anzeige
Anzeige

Direktes und indirektes Nesting

Zu diesem Zweck sieht die Spezifikation direktes und indirektes Verschachteln vor, wobei die indirekte Variante empfohlen ist, weil sie weniger Einschränkungen unterliegt und auch optisch im Code leichter zu unterscheiden ist. Das direkte Nesting soll erfolgen, indem dem zu verschachtelnden Selektor ein kaufmännisches Und (&), der eigentliche Nesting-Selektor, vorangestellt wird. Nutzer von Präprozessoren kennen das & als „Parent Selector“ oder „Parent Combinator“.

Direktes Nesting. (Screenshot: t3n)

Beim indirekten Nesting lautet die voranzustellende Regel @nest mit nachfolgender Angabe des Nesting-Selektors &. Für die alleinige Verwendung des & spricht im Grunde nur der geringere Tipp-Aufwand. Ansonsten kann @nest alles, was auch mit & möglich wäre, ist dabei aber gutmütiger.

Anzeige
Anzeige

Indirektes Nesting. (Screenshot: t3n)

Denn der Nesting-Selektor & kann nur da gültig verwendet werden, wo er an der ersten Position erscheint. Das liegt am Parsing-Prozess des Browsers. Der geht hierarchisch durch den Code und kann bei Namensgleichheit nicht unmittelbar etwa zwischen Eigenschaften und Selektoren unterscheiden. Käme der Nesting-Selektor nun danach, wäre es schlicht zu spät, um für eine Unterscheidung noch nützlich zu sein.

Ebenfalls gültig. (Screenshot: t3n)

Wenn ihr euch für das indirekte Nesting entscheidet, ist das wieder egal. Hier kann der Nesting-Selektor auch später gesetzt werden, wie das obige Code-Beispiel zeigt.

Mehr zu diesem Thema
CSS
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Ein Kommentar
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Localfu

Ich finde es gut das in CSS mehr und mehr Features aufgenommen werden. Sass und Less haben viel dazu beigetragen dass dieser Weg bestritten wird. Aber es ist Zeit, dass wir mehr und mehr von Workarounds und Framework/Bibliothekten weg kommen, um Seiten performanter gestalten zu können ohne auf solche Features verzichten zu müssen.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige