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Interview

„Ich bin ein alter Ruby-Hase“: CTO Peter Grosskopf von Solarisbank im Interview

(Foto: Max Threlfall für Solarisbank)

Peter Grosskopf ist CTO bei der Solarisbank und stellt sich bei dem Fintech-Unternehmen ganz besonderen Herausforderungen. Im Rahmen unserer CTO-Interviewreihe gibt er spannende Einblicke in seinen Job.

Die Solarisbank ist eine Tech-Bank, die im März 2016 eine Vollbanklizenz von der EZB erhalten hat. Wir haben mit CTO Peter Grosskopf über seinen Arbeitsalltag und seine Position als Chief Technology Officer gesprochen.

t3n.de: Stell dich bitte kurz vor und erzähl uns, was ihr eigentlich genau macht.

Peter Grosskopf: Ich habe Wirtschaftsinformatik in Münster studiert und parallel zum Studium als Freelance-Ruby-Entwickler gearbeitet, woraus dann auch meine erste Firma entstanden ist. 2014 bin ich dann nach Berlin gezogen, war bei den Company Buildern Hitfox / Finleap als CTO tätig und habe bei der Gründung mehrerer FinTech Firmen geholfen. Eine davon war die Solarisbank, wo ich seit Dezember 2015 CTO bin.

CTO der Solarisbank: Peter Grosskopf (Foto: Max Threlfall für Solarisbank).

Wir stellen unseren Kunden Finanzdienstleistungen in Form von APIs in einem B2B2X-Business-Model zur Verfügung. Ich sage immer, wir sind ein „Twilio for Banking“. Services, die wir bereits digitalisiert haben, sind Arten von Legal Entities, Accounts, Transaktionen, Scoring, Kreditvergabe, Treuhandkonten und so weiter. Kunden von uns sind einerseits Fintech-Unternehmen, die keine Banklizenz haben oder den (finanziellen) Aufwand scheuen und gleichzeitig Zugang zur Finanzinfrastruktur brauchen.

Wir arbeiten zudem mit einigen etablierten Online Unternehmen, die ihre Wertschöpfungskette mit Finanzdienstleistungen verlängern wollen. Als dritte Kundengruppe kommen andere Banken auf uns zu, die in uns eine Möglichkeit sehen, ihr Geschäft auf einem höheren Qualitätslevel zu geringeren Kosten zu betreiben. Wir haben unseren Hauptsitz in Berlin mit 82 Mitarbeitern plus vier Leuten, die rund um die Erde verteilt sind. Die Hälfte des Teams arbeitet in Tech.

t3n.de: Wie kam es dazu, dass Du heute CTO bist?

Ich bin von Hause aus Entwickler, habe aber immer schon unternehmerisch gedacht. Außerdem macht es mir Spaß, anderen Leuten das Ökosystem zur Verfügung zu stellen, in dem sie optimale Arbeitsbedingungen haben. Ich glaube das ist der klassische Entwicklungspfad hin zum CTO.

t3n.de: Wie sieht ein typischer Tag als CTO bei dir aus?

Der Arbeitsalltag verändert sich auch stark mit der Zeit und hängt von der „Stage“ der Unternehmung ab, das heißt der Anfang in 2016 mit rund zehn Mitarbeitern vs. 82 im Februar 2017 macht schon einen gewaltigen Unterschied. Aktuell habe ich gar keinen festen Arbeitsplatz mehr, weil ich einen Großteil meiner Zeit in Gesprächen verbringe, um Architektur- und Plattform-Initiativen zu leiten und Mitarbeiter zu coachen, sodass sie sich den wichtigen Problemen in einer adäquaten Weise annehmen. Dazu kommen Gespräche mit weiteren internen Stakeholdern wie BI, HR, Marketing beziehungsweise mit externen Stakeholdern wie Presse und Investoren.

Mein Ziel ist es, immer auf der einen Seite dem Team den Rücken freizuhalten und auf der anderen Seite zu Themen die richtigen Leute (auch außerhalb von Tech) in einen Raum zu bekommen, meine Vision zu dem Thema mitzugeben und die Mitarbeiter dann selbstständig daran arbeiten zu lassen. Ich habe in meinen Berufsjahren gelernt, dass ich als Einzelperson nicht skalieren kann. Man muss Dinge abgeben und gleichzeitig seine Leute empowern. Wenn du dann am Ende des Tages das Gefühl hast, dass du nix gemacht hast, dann machst du alles richtig.

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