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Diese 5 deutschen Fintechs sind weltweit an der Spitze

Die wichtigsten Fintechs weltweit wurden jetzt  von einer Fachjury ermittelt. (Bild: Panchenko Vladimir / Shutterstock)

Fünf deutsche Fintechs zählen laut KPMG zu den Top 100 weltweit. Zwei davon gehören zu den Aufsteigern des Jahres, von denen wir in Zukunft wohl noch einiges hören werden.

KPMG und die Fintech-Invest­ment­gesell­schaft H2 Ventures haben im Rahmen der Fintech100-Studie die Top 50 Fintech-Unternehmen weltweit ermittelt – und weitere 50 Unternehmen, die laut der Unternehmensberatung an der Spitze innovativer Technologien und Lösungen stehen. Unter den Ausgezeichneten sind auch fünf deutsche Unternehmen – allerdings sind es in einigen Fällen nicht die „üblichen Verdächtigen“.

Fintechs: Auch ein „X-Faktor“ spielt bei der Bewertung eine Rolle

Die Bewertung und Auswahl der Fintech100 erfolgt auf der Grundlage von Innovation, Kapitalbeschaffung, Größe und Länder-Faktoren. Bei den Emerging50-Unternehmen handelt es sich um die aufstrebenden Fintechs, die in punkto Innovationstechnologie und auf dem Gebiet der Finanzdienstleistungen erst auf dem Weg an die Spitze sind. Die Fintech100 wurden nach einer umfassenden weltweiten Recherche und Analyse ausgewählt, die auf Daten von fünf Faktoren basiert: Gesamtkapitalaufnahme, Kapitalbeschaffungsrate, geografische und sektorale Vielfalt, Zugkraft für Verbraucher und Marktplätze sowie der „X-Faktor“ (Grad der Produkt-, Dienstleistungs- und Geschäftsmodellinnovation). Bei Letzterem handelt es sich um einen subjektiven Messwert, der nur bei den Unternehmen angewandt wird, die auf der Liste der Emerging50 aufgeführt sind.

Exzellente Fintechs aktuell vor allem in China

Die Liste liest sich wie das Who is Who der internationalen Fintech-Szene, birgt aber auch einige Überraschungen. Insgesamt sind 29 verschiedene Länder vertreten (Vorjahr: 22 Länder), wobei China sich in diesem Jahr mit besonders vielen exzellenten Unternehmen hervorgetan hat. Die chinesische Fintech-Szene ist offenbar aktuell eine der wichtigsten weltweit, die besonders viele und offenbar auch bemerkenswert erfolgreiche Fintechs hervorbringt. Das kann auch damit zu tun haben, dass das chinesische Banken- und Finanzsystem in einigen Punkten weniger etabliert ist wie das in vielen westlichen Ländern.

Außerdem betonen die Macher der Studie, dass die internationale Zusammenarbeit unter den Firmen zunimmt: „In diesem Jahr sehen wir, dass die Finanzdienstleistungsbranche zu einem vernetzten Ökosystem wird, in dem Innovatoren mit globalen Finanzinstituten zusammenarbeiten.“

Doch auch Deutschland muss sich nicht verstecken: Mit Kreditech, Solaris Bank und Spotcap zählen drei deutsche Unternehmen zu dem Top 50 (Vorjahr: zwei), zwei weitere landeten unter den Emerging50. Kreditech (Platz sieben) hat es sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe entsprechender Rating-Technologie Kredite für Kunden zur Verfügung zu stellen, die durch das übliche Raster der Banken fallen. Die Solaris Bank (Platz 19) verfügt über eine deutsche Vollbanklizenz und verknüpft digitale DNA, Technologie-Expertise und Banking-Erfahrung, um eine technologische Banking-Plattform für die Bedürfnisse der digitalen Wirtschaft anzubieten. Ebenfalls im Kreditbereich ist Spotcap (Platz 32) angesiedelt. Hier werden Kredite für kleine und mittelständische Unternehmen vergeben (Kreditrahmen 100.000 bis 250.000 US-Dollar). Unter den Emerging50 landeten die Versicherungsverwaltung Clark, die auf Basis von KI und persönlicher Beratung passende Versicherungsangebote sucht und Raisin, ein Online-Marktplatz für europäische Festgeldangebote. Ausgezeichnet wurde übrigens außerdem der Schweizer Bitcoin-Wallet-Anbieter Xapo (Platz 34), wobei sich in diesem Fall der Sitz in der Schweiz offenbar aktuell etwas schwieriger gestaltet.

Das sind die wichtigsten Erkenntnisse der Fintech100

  • China, China und immer wieder China: Die Unternehmen aus dem Reich der Mitte belegen die drei Spitzenplätze der diesjährigen Fintech100 – ein Trend, der sich über mehrere Jahre hinzieht und den außergewöhnlichen Aufstieg der Fintechs in China unterstreicht.
  • Die Top-50-Unternehmen haben allein im letzten Jahr 4,8 Milliarden Dollar und im Gesamtzeitraum seit Gründung über 27 Milliarden Dollar an Gesamtkapital aufgenommen. Innerhalb der Emerging50 wurden im letzten Jahr über 600 Millionen Dollar und seit der Gründung knapp über eine Milliarde Dollar aufgenommen.
  • Geografische Diversifizierung – die Liste 2017 umfasst eine breite Palette von Fintech-Unternehmen aus 29 Ländern, darunter erstmals auch Unternehmen aus Korea, Mexiko und Polen. Es ist klar, dass keine Nation oder Region Innovation für sich gepachtet hat – das Fintech-Phänomen ist ein globales Phänomen.
  • Großbritannien und EMEA dominieren die „Emerging 50“ – 26 Unternehmen aus Großbritannien und EMEA sind auf der „Emerging-50“-Liste gelistet, verglichen mit zehn in Amerika und 14 in Asien (einschließlich Australien und Neuseeland).
  • Kreditgeschäft hat Bestand. Auch in diesem Jahr ist die Zahl der kreditnahen Geschäfte weiterhin hervorragend. 32 der 100 Unternehmen sind im Bereich Darlehensvergabe aktiv, weitere 21 im Bereich Zahlungsverkehr, 15 im Transaktions- beziehungsweise Kapitalmarktgeschäft, zwölf sind Insurtechs.

Den kompletten Report Fintech100 2017 findest du als kostenlosen Download in englischer Sprache. Auf dem 112 Seiten starken PDF findet sich zu jedem Unternehmen auch ein kurzes Unternehmensprofil. Wer in der Fintech-Szene international Bescheid wissen will, erhält hier einen guten Einstieg und erfährt außerdem, welche Themen die Szene aktuell bewegen.

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