News

Dropbox verbessert den Kompressionsalgorithmus

(Foto: charnsitr / Shutterstock)

Lesezeit: 1 Min. Gerade keine Zeit? Jetzt speichern und später lesen

Zur Kompression synchronisierter Daten nutzt Dropbox nun eine leicht angepasste Version von Googles Brotli. Das Ergebnis heißt Broccoli.

Der Anbieter zum Synchronisieren von Dateien hat seinen Kompressionsalgorithmus verändert, wie das Team in seinem Infrastruktur-Blog schreibt. Er setzt nun auf eine leicht abgewandelte Variante der Brotli-Technik. Brotli wurde erstmals im Jahr 2015 von Google als Alternative zu dem bisher sehr weit verbreiteten Gzip beziehungsweise Zlib vorgestellt und ist inzwischen ein Internetstandard. Auch Dropbox nutzt die Technik schon länger, hat diese nun aber erweitert.

Nix mehr verpassen: Die t3n Newsletter zu deinen Lieblingsthemen! Jetzt anmelden

Der Ankündigung zufolge dient Broccoli dazu, die gewünschten Dateien zu komprimieren, bevor sie synchronisiert und damit über das Netzwerk übertragen werden. Der Name Broccoli nimmt Bezug auf das Unix-Tool „cat“, denn Dropbox komprimiert die Dateien nicht nur, sondern fügt diese zusätzlich auch zusammen. Mit der eigenen Implementierung sei Dropbox auch Dank Multithreading ungefähr dreimal so schnell wie Googles Brotli.

Für die Nutzung mehrerer Kerne mit Brotli müsse das Team einzelne Teile komprimieren (Chunks) und diese so zusammenfügen, dass eine valide Brotli-Ausgabe entstehe. Das Dopbox-Team habe jedoch eine Eigenschaft im Brotli-Protokoll entdeckt, die es mit leichten Änderungen erlaube, ganze Dateien nach der Kompression zusammenzufügen. Genau dieses System nutzt nun Broccoli. Weitere Details dazu liefert der Blogeintrag von Dropbox.

Die Nutzung anderer möglicher Kompressionsalgorithmen, wie auch das eigene Lepton-Format, hat Dropbox aus Leistungsgründen nicht umgesetzt. Diese hielten mit der Netzwerkgeschwindigkeit auf Client-Rechnern nicht mit. Die mit Broccoli umgesetzten Verbesserungen führen laut dem Anbieter im Mittel zu einer Reduktion der Latenzen um mehr als 30 Prozent. Die Menge der übertragenen Daten im Netz habe Dropbox um einen ähnlichen Wert reduzieren können. Der in Rust geschriebene Code der zugrunde liegenden Bibliothek von Broccoli steht auf Github zur Verfügung.

Autor des Artikels ist Sebastian Grüner.

Ebenfalls interessant: Feature-Offensive – Dropbox bringt Passwortverwaltung, Computer-Backup, Datentresor und mehr 

Meistgelesen

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 70 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Luca Caracciolo (Chefredakteur t3n) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung