Analyse

Wie sich E-Sports als Breitensport etabliert haben

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Breitensport als Fundament für den Profisport

Das ökonomische System des E-Sports funktioniert sehr ähnlich wie in vielen klassischen Sportarten. Breitensportler sind zumeist Fans von Profispielern und -teams. Als solche sind sie als Zielgruppe für Unternehmen relevant, die professionelle Spieler und Clans finanzieren, etwa als Sponsoren.

Darüber hinaus bringen die Breitensportler direkt Geld in den Profimarkt. Viele Wettbewerbe finanzieren sich auch durch die Fans selbst. Einige Spiele ermöglichen es den Fans bestimmte digitale Gegenstände in einem Spiel zu kaufen. Ein Teil des daraus gewonnenen Erlöses wird vom Spielehersteller zur Finanzierung von Wettbewerben genutzt.

Ferner kaufen Fans Eintrittskarten für Wettbewerbe, Merchandise-Artikel oder sie abonnieren Kanäle auf Übertragungsplattformen.

Nicht zu unterschätzen ist die gesellschaftliche Funktion von Breitensportlern. Durch ihre ehrenamtliche Arbeit und ihr Engagement schaffen sie gesellschaftliche Akzeptanz für den E-Sport. Das ist auch für den Profisport enorm wichtig, weil so neue Zielgruppen entstehen und auch mehr Aufmerksamkeit für den E-Sport generiert wird.

E-Sport in der Zukunft

Deutschlandweit werden immer mehr Breiten-E-Sport-Vereine entstehen, die sich ehrenamtlich für ihren Sport einsetzen und das Thema weiter in die Gesellschaft tragen. Gleichzeitig werden vermehrt klassische Sportvereine versuchen, E-Sport-Strukturen bei sich zu implementieren.

Die Chancen und Synergieeffekte von E-Sport und klassischem Sport sind im Breitensport immens. Nachwuchsgewinnung, Ausgleichssport, gemeinsame Veranstaltungen und das Bündeln von Kräften sind dabei nur ein paar Beispiele.

Feststeht, dass der Breitensport die Anerkennung benötigt, um langfristig und ganzheitlich arbeiten zu können.

Aufgrund der zunehmenden Relevanz des E-Sports in den jüngeren Generationen wird der Breitensport in Deutschland exponentiell wachsen. Damit einhergeht ein steigender Druck auf die Politik, weil die potenzielle Wählergruppe „Breiten-E-Sportler“ immer größer wird. Der E-Sport insgesamt wird stetig selbstbewusster. Spieler, Funktionäre, Organisationen und Spielehersteller formulieren ihre Wünsche und Forderungen inzwischen sehr deutlich.

Dass E-Sport sportpolitisch eine immer größere Rolle einnimmt, erkennt man auch daran, dass der Bundestag und der Schleswig-Holsteinische Landtag bereits Anhörungen zu dem Thema durchgeführt haben.

Gleichzeitig werden häufiger junge Menschen in Parlamente gewählt, die selbst einer Generation angehören, die mit dem e-Sports groß geworden ist. Daher ist zukünftig auch auf Seiten der Politik mit einer Verringerung von Widerstand zu rechnen.

Dementsprechend ist auch die Anerkennung des E-Sports als Sport in Deutschland keine Frage des „Ob“, sondern nur eine des „Wann“.

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