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Google bringt Lizenzinformationen in die Bildersuche

Lizenzierbare Bilder werden von Google künftig mit einem Laben versehen. (Grafik: Google)
Lesezeit: 2 Min.
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Mit neuen Metadaten will Google künftig Lizenzinformationen in den Ergebnissen der Bildersuche anzeigen. Die Beta-Testphase startet demnächst.

Google verpasst seiner Bildersuche ein weiteres Update: Künftig sollen Lizenzinformationen in der Bildersuche angezeigt werden. Auf Twitter kündigte der Suchmaschinenbetreiber einen Beta-Test dieses Features an:

Ein Screenshot der neuen Funktion zeigt ein Label auf dem Thumbnail des Bildes, zu dem Lizenzinformationen vorliegen. Nach einem Klick auf das Bild, um die größere Vorschau im Image-Viewer zu öffnen, erhalten User Informationen darüber, wo das Bild mit einer entsprechenden Lizenz bezogen werden kann.

So will Google künftig Lizenzinformationen in der Bildersuche anzeigen. (Screnshot: Google)

Google betont, dass das neue Feature zwar noch nicht ausgerollt ist, sich Seitenbetreiber aber bereits jetzt schon mit entsprechenden Metadaten darauf vorbereiten können.

Was können Seitenbetreiber jetzt tun?

Mit der Bereitstellung bestimmter Metadaten können Webmaster ihre Bilder auf die Darstellung der Lizenzinformationen vorbereiten. Dazu muss zunächst sichergestellt sein, dass die Bilder ohne Login oder Nutzerkonto angesehen werden können und auch für den Google-Bot erreichbar sind. Über den Statusbericht zur Indexabdeckung kann überprüft werden, welche Seiteninhalte möglicherweise von der Indexierung ausgeschlossen sind. Google verweist außerdem auf die Best Practices für Google-Bilder.

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Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Seitenbetreiber Google über das Hinzufügen von Metadaten mitteilen, welche Bilder lizenzierbar sind. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Strukturierte Daten: Bei jeder Verwendung eines Bildes (auch wenn ein Bild mehrfach auftaucht), müssen diese mit mindestens einer URL, die auf die Lizenz verweist, hinterlegt werden.
  2. IPTC-Foto-Metadaten: Diese werden direkt in das Bild selbst eingebettet. So müssten diese Daten nur einmal pro Bild hinterlegt werden, egal, wie oft es verwendet wird. Dazu muss in den Metadaten das Feld für „Web Statement of Rights“ genutzt werden. Google empfiehlt außerdem die Verwendung des Feldes „Licensor URL“.

Weitere Informationen findet ihr im offiziellen Entwickler-Dokument von Google.

Auf Twitter stellt Google-Mitarbeiter John Müller klar, dass das neue Feature keinen Einfluss auf das Ranking in der Google-Suche haben wird:

Wann Google die Lizenzinformationen in der Bildersuche anzeigen wird, steht noch nicht fest.

t3n meint:

Nicht jedes Update in den Suchfunktionen von Google muss unbedingt einen SEO-Effekt haben. Seitenbetreiber, die lizenzierbare Bilder verwalten, können von dieser neuen Funktion profitieren, indem beispielsweise Bilderklau minimiert oder der Umsatz mit Bildlizenzen gesteigert wird.

Cornelia Erichsen

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Ein Kommentar
Karsten Socher
Karsten Socher

Endlich schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung. Das haben die Berufsverbände schon seit langem gefordert. Warum nicht früher schon so ein Einsehen?

Was ich jetzt aber nicht verstehe, warum soll die Handhabung so umständlich sein? Die wenigsten Fotografen werden aus dem Stehgriff wissen, was Strukturierte Daten sind noch wie diese eingerichtet werden. Viele haben einfache Lösungen für Ihre Website.

Die einfachste Lösung sind also die IPTC-Foto-Metadaten. Ordentliche professionelle Fotografen füllen die IPTC aus und beschriften die Bilder. Allein schon, um ihre Rechte und Honoraransprüche geltend machen zu können. Jedes Archiv- und Bildverwaltungsprogramm, selbst der MAC Finder und Windows Explorer, können Daten anzeigen und erkennen. Diese sind auch als Standard festgelegt.
Aber was sind „Web Statement of Rights“ oder das Feld „Licensor URL“? Weder Adobe Photoshop noch Lightroom kennen diese Felder. Es gibt die Standardfelder Anweisungen, Bildrechte, Quelle, Copyright-Status, Bedienungen für Rechtenutzung und URL für Copyright-Informationen. Das sind Standard-Vorgaben, die von allen Agenturen, Redaktionen, etc.. angenommen werden. Warum nicht von Google. Hoffentlich halten die sich an den internationalen Standrad der IPTC und meinen mit ihren Angaben diese Felder, sonst gibt es die nächsten Auseinandersetzungen zwischen Fotografen, Interessenverbänden und Google.

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