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Google vs. Bing – Vorwurf: Bing kupfert ab

Bing vs Google, Foto: michperu, Flickr.com

Streit zwischen Suchmaschinengiganten: Google beschuldigt Microsoft, deren Suchmaschine Bing kopiere Ergebnisse von Google. Während Google versucht, den Vorwurf mit Beweisen zu belegen, streitet Microsoft Fehlverhalten ab.

Kopiert Bing von Google?

Verbessert Microsoft die Suchergebnistreffer für Bing durch Kopieren der Google-Ergebnisse? Der Verdacht kam bei Google intern auf, als sich Parallelen zwischen Google- und Bing-Ergebnissen bei Eingaben mit Tippfehlern häuften. Zunächst unterschieden sich die Treffer der beiden Suchmaschinen zu Begriffen mit Tippfehler. Während Google Suchergebnisse zu dem Begriff mit der korrekten Schreibweise lieferte, suchte Bing nach der Version mit Tippfehler. Wochen später, bei Eingabe des identischen Wortes mit Tippfehler fiel den Google-Entwicklern auf, dass die Bing-Suche nun bei den ersten Treffern identische Ergebnisse lieferte wie die eigene Suchmaschine.

Google versucht Microsoft durch Experiment zu entlarven

Um den Verdacht zu beweisen, Microsoft kopiere einfach die Suchergebnisse der Google Suche, machte Google einen Test: Das Unternehmen veränderte für einige fiktive Nonsense-Begriffe sein Ranking-Verfahren so, dass beliebige existierende Websites als Treffer für die Fakes gelistet wurden. Daran anschließend suchte man jene Begriffe von einem Windows-Rechner aus im Internet Explorer. Ziel der Aktion war es, der Vermutung nachzugehen, Microsoft bediene sich über Analyse des Nutzerverhaltens an den Google Ergebnissen. Etwa zwei Wochen später, so fand man heraus, erschienen die identischen ersten Treffer bei Eingabe der manipulierten Suchbegriffe bei Bing.

Google liefert zunächst die korrigierten Ergebnisse, darauf folgen die Einträge, in denen mit dem falsch geschriebenen Begriff gesucht wurde. (Quelle: http://googleblog.blogspot.com)
Bing korrigiert nicht, liefert als ersten Treffer aber trotzdem den gleichen Eintrag wie Google. (Quelle: http://googleblog.blogspot.com)

Microsoft sieht keine Bestätigung der Vorwürfe seitens Google

Die Vorwürfe Googles werden von Microsoft dementiert. Allerdings gibt der Softwarekonzern zu, Nutzeranalysen von Freiwilligen in den Such-Algorythmus miteinzubeziehen. Der Konzern sieht an dieser Stelle jedoch keine Bestätigung des Verdachts seitens Google. Das Surfverhalten von Nutzern in die Optimierung von Bing als einen von vielen Faktoren einfließen zu lassen sei legitim. Microsoft sieht sich vielmehr zu Unrecht angegriffen, da Google einen Faktor unverhältnismäßig herausstelle, was jedoch nicht der Praxis entspreche.

Weiterführende Links zu: Bing vs. Google:

Bildnachweis für die Newsübersicht: Bild von michperu auf flickr.com. Lizenz: CC BY 2.0

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