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Googles Bewegungsdaten zeigen, wie sich Ausgangsbeschränkungen auswirken

Googles Bewegungsdaten sollen zeigen, wie sich unsere Bewegungsmuster in der Krise verändern. (Foto: Shutterstock)

Google wertet jetzt Bewegungsdaten aus und erfasst so Veränderungen im Vergleich zu der Zeit vor der Coronakrise. Wir werfen einen Blick auf die Datenauswertung und erklären euch, wie ihr sicherstellt, dass eure Daten dazu nicht herangezogen werden.

Nicht nur die Politik treibt die Frage um, inwieweit Ausgangsbegrenzungen und Ladenschließungen unsere Bewegungen und damit die Ausbreitungsmöglichkeiten des Coronavirus tatsächlich einschränken. Während die Bundesregierung diese Fragen anhand anonymisierter Bewegungsdaten der Telekom zu beantworten sucht, hat jetzt auch Google damit begonnen, die in Google Maps und anderen Diensten gesammelten Bewegungsdaten auszuwerten. Daraus generiert der Konzern für Dutzende Länder der Welt Berichte. Die wiederum sollen den jeweiligen Regierungen helfen, den Erfolg der Eindämmungsmaßnahmen anhand der sich verändernden Bewegungsmuster zu bewerten.

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Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg: Ein kurzer Blick auf Googles Länderberichte

Da die Erstellung der Berichte mehrere Tage dauert, stammen die Daten des aktuellen Reports aus der Zeit bis zum 29. März 2020. Im Deutschland-Bericht zeigt sich unter anderem, dass Besuche bei Einzelhändlern und Freizeitangeboten hierzulande um 77 Prozent im Vergleich zum normalen Durchschnitt nachgelassen haben. Ein wenig überraschender Einbruch, der in den anderen deutschsprachigen Ländern jedoch noch stärker zu beobachten ist. In der Schweiz beträgt der Einbruch 81 Prozent, in Österreich 87 Prozent und in Luxemburg sogar 90 Prozent.

Auch dem üblichen Arbeitsplatz bleiben Deutsche offenbar in nicht ganz so starkem Maße fern wie Angestellte in anderen Regionen. Während der Rückgang in der Bundesrepublik 39 Prozent beträgt, verzeichnet die Schweiz einen Rückgang von 46 Prozent. In Österreich wurde der Arbeitsplatz um 51 Prozent seltener besucht, und in Luxemburg sogar um 60 Prozent.

Wo hat Google die Daten eigentlich her?

Als Grundlage für die Länderberichte nutzt Google anonymisierte Bewegungsdaten, die von Nutzerinnen und Nutzern in den jeweiligen Ländern generiert wurden. Die Daten fallen an, sobald ihr in eurem Google-Konto den Standortverlauf aktiviert. Standardmäßig ist die Option ausgeschaltet. Ihr könnt in den Aktivitätseinstellungen eures Google-Kontos überprüfen, ob der Standortverlauf aktiviert ist oder nicht. Dort könnt ihr dann bei Bedarf auch Änderungen vornehmen.

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