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Interview

Catsitting, Ärztevermittlung und mehr: Diese acht Gründerinnen solltet ihr kennen

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(Foto: Daheim)

Madita Best, Daheim Gegründet: 2015 Mitarbeiter: 9 Umsatz: stiftungsfinanziert Sitz: Duisburg

Das Jungunternehmen Daheim ist ein digitales Sprachcafé und bietet einen Ort für Dialog, kulturellen Austausch und Sprachpraxis. „Via Videotelefonie und interessenbasiertem Matching möchten wir Einheimische und Zugezogene unkompliziert ins Gespräch bringen und digitale Begegnung ermöglichen“, sagt Madita Best, Gründerin von Daheim. Das Online-Startup will eine ortsunabhängige Alternative zu traditionellen Sprachkursen anbieten – kostenlos. Best: „Durch diese einzigartige Flexibilität erreichen wir sowohl auf Seiten der Ehrenamtlichen als auch auf Seiten der Zugezogenen einen erweiterten Nutzerkreis.“

t3n.de: Wie kamst du auf die Idee?

Madita Best: In einem fremden Land anzukommen, in dem man auch noch sprachlich sehr wenig versteht: Das ist eine richtige Herausforderung. Ich selbst habe es als Austauschschülerin und später als Studentin im Ausland erlebt, wie man in solch einer Situation auf andere Menschen angewiesen ist. Nur durch Freunde oder Kommilitonen habe ich mich irgendwann gut zurecht gefunden. Was blieb, war der Gedanke: Warum gibt es eigentlich keine digitale Lösung für Menschen wie mich? Als dann im Jahr 2015 die vielen Geflüchteten nach Deutschland kamen, wurde diese Idee konkreter. Sie sind auf der Suche nach einem Beruf und vor allem nach einem Zuhause – nicht nur geografisch, sondern auch menschlich. Diesen Prozess wollte ich unterstützen, möglichst unkompliziert und niedrigschwellig.

t3n.de: Was war deine Motivation, zu gründen?

Madita Best: Die Motivation zur Gründung von Daheim ergab sich aus der Beobachtung einer gesellschaftlichen Herausforderung: Eine Großzahl von Zugezogenen trifft auf eine zu geringe Zahl von Sprachlernangeboten.

t3n.de: Hast du eine Botschaft an (potentielle) Gründerinnen?

Madita Best: Häufig habe ich beobachtet, dass die wenigen Gründerinnen, die es gibt, versuchen, männlichen Verhaltensweisen nachzueifern. Meiner Meinung nach würde der Startup-Bereich jedoch von weiblichen Einflüssen wie ihren Herangehens- und Sichtweisen und insgesamt mehr Diversity sehr profitieren.

(Foto: Ordnungsmentor)

Katharina Vollus, Ordnungsmentor Gegründet: 2016 Mitarbeiter: 1 Umsatz: keine Angabe Sitz: Berlin

Ordnung ist die halbe Miete. Nach dieser Redewendung hat Katharina Vollus ihr Unternehmen Ordnungsmentor gegründet. Ihr Geschäftsmodell besteht darin, Coaching-Pakete wie „Leerer Schreibtisch, klarer Kopf“ anzubieten, um Menschen die Struktur der Ordnung beizubringen – und zwar im Zeichen des Minimalismus. „Ich frage mich bei allem, was ich selbst tue: ‚Geht es auch einfacher?‘, sagt Vollus, um „Einfachheit und Klarheit in den Business-Bereich“ zu bringen.

t3n.de: Wie kamst du auf die Idee?

Katharina Vollus: Die Informationsflut und der Wunsch nach Reduktion nimmt gleichermaßen zu. Ich wurde immer wieder von Freunden und Bekannten um Unterstützung geben, beispielsweise beim Schaffen von Strukturen. Dann hatte ich mir Feedback von fünf Freunden und Bekannten zu den Stärken und Fähigkeiten geholt, die sie in mir sehen. Und daraus ist die Idee für Ordnungsmentor entstanden.

t3n.de: Was war deine Motivation, zu gründen?

Katharina Vollus: Nach mehr als zehn Jahren im Projektmanagement wollte ich gerne in einem Beruf arbeiten, in dem ich schneller Ergebnisse erziele als erst nach drei oder vier Jahren. In meinen Coachings bekomme ich nach einer dreistündigen Session Feedback. Neben dem emotionalen Erfolg gibt es aber auch einen direkten finanziellen Zusammenhang. Auch das war mir wichtig beim Gründen.

t3n.de: Hast du eine Botschaft an (potentielle) Gründerinnen?

Katharina Vollus: Starte mit einem ersten Angebot und komme möglichst viel in Kontakt mit der Zielgruppe. Zuhören und gute Lösungen für Probleme anbieten. So kann sich das Business organisch genau zu der Symbiose aus dem entwickeln, was dir als Gründerin wirklich Spaß macht und wofür Kunden bereit sind, zu zahlen.

(Foto: Phoneon)

Susanne Friebel, Phoneon Gegründet: 2009 Mitarbeiter: keine Angabe Umsatz: keine Angabe Sitz: München

Phoneon entwickelt Lösungen zur Optimierung der Raumakustik für den Büroalltag. Die Innovation dahinter, so sagt Gründerin Susanne Friebel, sei der Sound Butler: ein kubischer Schallabsorber mit „doppelt so hoher Wirksamkeit wie gängige Produkte“. Der Sound Butler soll Hintergrundgeräusche reduzieren und ein angenehmes akustisches Raumklima erzeugen.

t3n.de: Wie kamst du auf die Idee?

Susanne Friebel: Der erste Sound Butler entstand aus Eigenbedarf: Im Büro einer Münchener Unternehmensberatung machte die ungünstige Akustik Telefonkonferenzen und Gespräche nahezu unmöglich. Deshalb entwickelte ich zusammen mit Frank Sander den Sound Butler in Zusammenarbeit mit Architekten und Designern. Aufgrund der schnell einsetzenden Nachfrage ging das Produkt 2010 direkt in Serie.

t3n.de: Was war deine Motivation, zu gründen?

Susanne Friebel: Bei Phoneon kommt alles zum Einsatz: ein bisschen Physik, analytischer Verstand und vor allem pragmatisches Umsetzen. Das finde ich sehr spannend.

t3n.de: Hast du eine Botschaft an (potentielle) Gründerinnen?

Susanne Friebel: Selbst ist die Frau: Gründerinnen brauchen gesunden Optimismus, Mut und Inspiration, und vor allem Liebe zu ihrer Idee, um ihrem eigenen Weg zu folgen. Macht einfach euer Ding!

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Eine Reaktion
lola

Früher war es schöner. Da bezahlt der Herr Bankdirektor seiner Frau einfach den Blumenladen oder die Boutique und mit viel Glück brachte das den Herbsurlaub auf Sylt ein. Die Kosten setzte er von seinem Lohn ab.
Heute erfinden die Damen (und Herren) Ehepartner gleich ein Startup mit vielen Mitarbeitern und hohen Kosten. Und weil man das Hobby des Partners nicht absetzen kann, finanziert man das Startup. Gerne auch mal ich das deines Partner und die das meines Partners, Und das Finanzamt nennt das dann nicht mehr Hobby, weil bei ne Mio verpulferter Werbekohle immer wieder mal echter Umsatz generiert wird.

Hier sollte das Finantamt genauer prüfen was Hobby und was Unternehmen ist. Und dem Kapitalgebern dann das Geld auch "Nach Steuern" abnehmen.

Aber eins ist klar, sieht immer noch schicker aus als der 1 Millionsten Baby-Antik-Caffe-Laden oder die 500 ste Secound Hand Boutique für 50+

Respekt für die die echt was zum Erfolg führen.

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