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Warum sich der Handel für künstliche Intelligenz interessieren sollte

AI im Kommunikationsprozess – ein großes Thema für den Einzelhandel (Foto: Shutterstock/Jinning Li)

Künstliche Intelligenz ist längst ein Buzzword, nur: Wie kann sie dem Einzelhandel konkreten Nutzen bringen? Die Mediaagentur OMD hat gemeinsam mit Goldsmiths, einem College, geforscht.

„Möglichkeiten, Potenziale und Fallen”, die bei der Implementierung von Bots im Einzelhandel entstehen können, haben OMD und Goldsmiths untersucht. Für die „Retail-Revolution-Studie” befragten die weltweit tätige Mediaagentur und das britische College mehr als 15.000 Verbraucher in 13 europäischen Ländern nach ihrer Wahrnehmung und ihrem Verhalten in Zusammenhang mit AI im Einzelhandel.

Bereits heute, heißt es, würden Marken, die sich keine Gedanken über „die bevorstehende AI-Revolution” machen, den Anschluss verlieren. Grundsätzlich hätten diese das Problem, nur schwer „mit dem raschen Wandel der Kundenerwartungen” Schritt zu halten.

Verbraucher würden zunehmend erwarten, „wie VIPs“ behandelt zu werden, als Kunde wolle man „auf ganz persönliche und unvergleichliche Art“ inspiriert werden, wie es heißt. Dieses Anspruchsdenken würde durch interaktive Technologien zusätzlich befeuert, schreiben die Studienautoren.

KI kann helfen, Kunden zu binden

Unternehmen nun, die diese Kundenerwartung einer personalisierten und erstklassigen Behandlung auf breiter Ebene erfüllen wollen, müssten sich notgedrungen mit dem Thema künstliche Intelligenz auseinandersetzen. Darauf zumindest deuten zentrale Ergebnisse der Studie hin.

Immerhin: Die Zahl der Umfrageteilnehmer aus Europa, die mit AI vertraut sind, seien fast doppelt so hoch wie die Zahl derer, die das nicht sind, heißt es. Nahezu ein Viertel würden bereits ein AI-Gerät oder eine AI-App nutzen, weitere 41 Prozent eine entsprechende Anschaffung planen, schreiben die Autoren.

Lediglich eine Minderheit von 17 Prozent der Konsumenten würden AI-Hilfe quer durch die Einzelhandelssektoren ablehnen. „Erstaunlicherweise” sei dieses Ergebnis vergleichbar mit der Personengruppe, die jegliche Art der Hilfestellung ablehnen (15 Prozent). Allerdings hätten 47 Prozent der Befragten ausgesagt, dass sie insgesamt „ungeduldiger” wären, wenn sie wüssten, dass sie mit AI, also etwa einem Chatbot, interagieren.

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2 Kommentare
Thomas

„Künstliche Intelligenz ist längst ein Buzzword“

… und wird’s wohl noch bleiben. Oder wie uns schon (damals, lang ist’s her) im Studium beigebracht wurde: Intelligenz kann niemals algorithmisch sein. Und Chatbots sind eben keine KI, sondern: Chatbots.

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Frank

Meiner Meinung stehen wir erst am Anfang und es wird in den nächste 20 bis 50 Jahren große Durchbrüche geben. Neuronale Netze sind die Basis, aber es muss noch einiges geforscht werden auf dem Gebiet. Jürgen Schmidhuber und sein Team hat auf dem Gebiet schon großes mit seinen LSTM Netzen geleistet.

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