Anzeige
Anzeige
Feature
Artikel merken

Dieser Gründer weiß, was dich im Joballtag ausbremst – und tut was dagegen

Größere Räume, fabelhafte Tischordnung – damit ist das Büro perfekt, oder? Ein Gründer geht noch weiter: Sein IoT-Sensor misst die Licht-, Luft- und Klimaqualität am Arbeitsplatz – und hilft dir so zu mehr Leistungsfähigkeit.

3 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
Isarvation-Gründer Thomas Ripp. (Foto: Privat)

Dass unsere Umgebung einen enormen Einfluss auf unsere Arbeitsleistung hat, ist eine altbekannte Tatsache. Während die einen Berufstätigen vor allem eine ruhige Atmosphäre brauchen, um ihre Arbeit zu erledigen, brauchen andere den Trubel, um so richtig Fahrt aufzunehmen. Doch auch weitere Faktoren, die oft wenig Beachtung finden, spielen eine Rolle: die Luft, das Licht und das Klima gehören beispielsweise genauso dazu. „Es gibt viele wissenschaftlichen Studien, die zeigen, wie die Umwelt auf die Leistungsfähigkeit wirkt“, erklärt Thomas Ripp im t3n-Gespräch. „Wir nutzen diese wissenschaftliche Basis, um genau zu sagen, um wie viel Prozent die Produktivität steigen kann, wenn an den richtigen Stellen optimiert wird.“ So brauche ein Uhrmacher ein anderes Licht als ein Softwareentwickler. Die optimalen Bedingungen für kreative Arbeit seien ebenfalls wieder andere.

Büroarbeit: Mit IoT-Sensorik zu mehr Wohlbefinden

Anzeige
Anzeige

Ripp ist Gründer von Isarvation. Sein Startup optimiert den Arbeitsplatz. Die Mission des Ingenieurs: „Den Unternehmen aufzuzeigen, dass es sich wirtschaftlich für sie lohnt, etwas Gutes für ihre Mitarbeitenden zu tun“, erklärt er. „Wir Menschen haben uns über Jahrtausende an natürliche Umgebungen angepasst und plötzlich kauern wir nur noch in luft- und lichtarmen Räumen.“ Die Technologie von Isarvation arbeitet mit IoT-Sensorik. „Scients“ genannte Stationen werden am Schreibtisch aufgestellt und messen Umweltparameter wie die Luftqualität, Temperatur, Luftfeuchte, Luftdruck, Beleuchtungsstärke und die Lichtfarbe. Die Messdaten werden per Wi-Fi in die Cloud geschickt, wo ein Algorithmus sie analysiert und mit konkreten nutzerspezifischen Daten auswertet. Das „Enform“ genannte Dashboard visualisiert die Ergebnisse und gibt den Mitarbeitenden dann Tipps.

„Das eigene Gefühl für stickige Luft kommt meist viel zu spät.“

Isarvation will so helfen, die Umgebungsfaktoren zu optimieren, bevor der Mensch von schlechten Bedingungen überrascht wird: „Die Sonne geht unter und plötzlich merke ich, dass es dunkel ist. Der Büromief fällt erst auf, wenn ich vom Kaffeeholen zurückkomme. Die Hände sind auf einmal kalt und ich fühle mich unwohl“, zählt Ripp die Szenarien für viele Büroarbeitende auf. Auch und gerade die Luftqualität in geschlossenen Räumen ist aber auch während der Corona-Pandemie häufig Gegenstand gesundheitlicher Empfehlungen gewesen. Sogenannte Aerosole spielen bei der Übertragung von Covid-19 in geschlossenen Räumen eine nicht unerhebliche Rolle. Häufiges Stoß- und Querlüften helfe genauso wie smarte Lüftungsanlagen. Der Gründer erklärt, dass das Enform-Dashboard schon zu veränderten Einstellungen der Anlagen aber auch zu baulichen Anpassungen bei Kunden geführt hat.

Anzeige
Anzeige

Luftqualitätsmesser zählen tatsächlich zu den beliebtesten Smart-Office-Geräten. Die Stiftung Warentest hat erst im Februar dieses Jahres einige Geräte getestet. Vor allem CO2-Messgeräte, die Aufschluss über den Kohlendioxidgehalt und damit die Luftqualität geben, haben die Verbraucherschützer interessiert. 15 neue CO2-Melder habe man getestet und ein positives Urteil gefällt – immerhin zwei Drittel schnitten gut ab. Auch die Stiftung Warentest bestätigt Thomas Ripp im Report: „Je höher die Konzentration an Kohlendioxid im Raum ist, desto schlechter können wir uns konzentrieren. Gerade in Coronazeiten ist regelmäßiges Lüften wichtig. Das eigene Gefühl für stickige Luft kommt meist viel zu spät.“ Der beste smarte Luftmesser komme vom Hersteller Airthings. Der Raumluftsensor überträgt die Daten auf mobile Endgeräte und misst zusätzlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Feinstaub.

Anzeige
Anzeige

Scient-Würfel misst Qualität: IoT-Sensorik zur Messung von Luft, Licht und Klima im Büro. (Foto: Isarvation)

Thomas Ripps Produkte gehen noch weiter, indem sie nicht nur die Luft-, sondern auch die Licht- und Klimaverhältnisse hinsichtlich der Tätigkeiten der Büromitarbeitenden analysieren und somit eine All-in-one-Lösung bereitstellen. Isarvation bietet neben dem „Enform“-Dashboard für die Basisanwendung mit „Enport“ noch einen detaillierten Management-Report an. „Hier setzen wir uns als Datenanalyse-Experten persönlich an die Datenauswertung und tauchen sehr viel tiefer ein“, erklärt der Gründer. Während die Dashboard-Auswertung als Software- beziehungsweise Product-as-a-Service-Lösung monatlich 34,50 Euro für ein kleines Büro kostet, fallen die Preise für einen detailliert erstellten Management-Report mit anschließender Beratungsdienstleistung höher aus: Die Analyse eines mittelgroßen Büros über zwei Wochen kostet etwa 2.500 Euro.

Räume und Klima: Das Büro ist im Wandel

Das leistungsfördernde Büro hat über die Jahre in vielen Branchen immer mehr Beachtung bekommen. Hohe Decken, lichtdurchflutete Räume, lärmberuhigte Deep-Work-Zonen und Orte des Zusammenkommens gelten heute als Standard in vielen Neubauten. Dass ein klug durchdachtes Bürokonzept weit über die Tischordnung hinausgeht, zeigte jüngst auch die Studie „Raumpsychologie für eine neue Arbeitswelt“ des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation. „Der Mensch nimmt mit allen Sinnen wahr, wo er sich gerade befindet – entsprechend müssen auch alle Sinne angesprochen werden, damit er sich im Büro wohlfühlt“, heißt es von den Forschenden. Wohlbefinden gehe nun einmal mit besserer Leistung einher, bestätigen auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Auch Smart-Office-Lösungen wie die von Thomas Ripp können ihren Teil am Ende dazu beitragen.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige