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Test

iPhone 7 Plus und iPhone 7 im Test: So bereitet Apple sich auf die Zukunft vor

Sowohl iPhone 7 Plus als auch iPhone 7 sind recht ungewöhnliche Apple-Geräte – nicht nur wegen des fehlenden Klinkenanschlusses. Wir haben die beiden neuen Smartphones getestet und verraten euch, für wen sich ein Upgrade lohnt.

Normalerweise ändert Apple das Design des iPhones alle zwei Jahre. Nicht so bei den aktuellen Modellen: Sowohl das iPhone 7 Plus als auch das iPhone 7 sind auf den ersten Blick fast identisch mit dem rund drei Jahre älteren iPhone 6 Plus beziehungsweise iPhone 6. Dafür hat sich im Inneren der beiden Neuen einiges getan. Zugegeben: wirklich revolutionäre Neuerungen bieten iPhone 7 Plus und iPhone 7 nicht, aber mit der aktuellen Generation legt das Unternehmen den Grundstein für das anstehenden zehnte Jubiläum des iPhones.

Apples iPhone ist Gold wert. (Bild: Apple)

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Highlights im iPhone 7 Plus und iPhone 7

Im Vorfeld wurde viel darüber geschrieben, dass Apple den 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss streichen will. Genau das ist passiert, und auch wenn man darüber streiten kann, ob das wirklich ein Highlight ist, gehört der fehlende Anschluss zu den wohl auffälligsten Neuerungen. Beim iPhone 7 Plus fällt außerdem ins Auge, dass es jetzt zwei rückseitige Kameras gibt – ein Umstand, der mit dafür verantwortlich sein dürfte, dass sich das Plus-Modell derzeit besser verkauft als das iPhone 7. Auch beim Homebutton wurde Gewohntes geändert. In den neuen iPhones kommt statt des mechanischen Buttons eine Kombination aus Drucksensoren und haptischer Vibration zum Einsatz. Diese Entscheidung dürfte es Apple leichter gemacht haben, die neuen iPhones wasserabweisend zu gestalten.

Beide neuen Modelle sind wasserabweisend. (Screenshot: Apple)
Beide neuen Modelle sind wasserabweisend. (Screenshot: Apple)

Performance von iPhone 7 Plus und iPhone 7

Mittlerweile setzt Apple auf den A10-Fusion-Chip, der auf insgesamt vier Kerne zurückgreifen kann – zwei davon sind hochperformant, während die anderen beiden Kerne den Fokus auf einen geringen Stromverbrauch legen, um den Akku bei alltäglichen Aufgaben zu schonen. Der A10 Fusion ist sogar schneller als der im iPad Pro verbaute A9X, was allerdings im normalen Gebrauch des iPhones nicht auffällt. Erst bei aufwändigen 3D-Spielen und anderen rechenintensiven Aufgaben spielt der neue Chip seine Geschwindigkeit voll aus.

Der neue Chip im iPhone 7 und iPhone 7 Plus sorgt für ordentlich Performance. (Screenshot: Apple)
Der neue Chip im iPhone 7 und iPhone 7 Plus sorgt für ordentlich Performance. (Screenshot: Apple)

Der wahre Vorteil des neuen Chips liegt aber auch weniger in seiner Geschwindigkeit als vielmehr in der Leistungsaufnahme. Sowohl das iPhone 7 als auch das iPhone 7 Plus konnten in unseren Tests ein bis zwei Stunden länger durchhalten als die direkten Vorgänger. Die längere Akkulaufzeit wird allerdings durch ein Zusammenspiel des neuen Chips mit iOS 10 und einem größeren Akku erreicht.

Lautsprecher und die Sache mit dem Klinkenanschluss

Apple hat sich endlich erbarmt und der neuen Generation Stereo-Lautsprecher spendiert. Zusätzlich zu dem altbekannten Speaker an der Unterseite des Geräts bieten die neuen iPhones jetzt auch einen zweiten Lautsprecher, der im Hörer verbaut wurde. Ähnlich wie beim iPad Pro wird die Sound-Ausgabe angepasst, je nachdem, wie der Nutzer das Gerät dreht. Die Lautsprecher sind deutlich lauter als zuvor und die Soundqualität ist durchaus brauchbar.

Dank eines zweiten Speakers beherrschen die neuen iPhones jetzt auch Stereosound. (Screenshot: Apple)
Dank eines zweiten Speakers beherrschen die neuen iPhones jetzt auch Stereosound. (Screenshot: Apple)

Wie bereits erwähnt verfügen sowohl iPhone 7 Plus als auch iPhone 7 über keinen herkömmlichen Kopfhöreranschluss mehr. Man mag davon halten was man will, wichtig ist zu wissen, dass es weiter möglich ist, seine alten Kopfhörer direkt am neuen iPhone zu nutzen. In der Verpackung finden sich sowohl Earpods mit Lightning-Anschluss als auch ein Adapter von 3,5 mm auf Lightning. Der Adapter ist kompakt genug, um im täglichen Gebrauch nicht zu stören. Verwendet man jedoch den Adapter, um Kabelkopfhörer anzuschließen, ist es unmöglich, das iPhone zeitgleich zu laden. Die beiliegenden Kopfhörer unterscheiden sich bis auf den Lightning-Anschluss nicht von den Vorgängern: Klang und Tragekomfort lassen zu wünschen übrig.

Die Airpods für das iPhone 7 Plus erscheinen Ende Oktober. (Screenshot: Apple)
Die Airpods für das iPhone 7 Plus erscheinen Ende Oktober. (Screenshot: Apple)

Anders sieht das bei den ab Ende Oktober erhältlichen drahtlosen Airpods aus, die wir im Rahmen einer Präsentation bereits ausprobieren konnten. Die Zukunft des Sounds auf iPhones wird nämlich drahtlos sein. Die Usability der Airpods überzeugte uns bei einem kurzen Test auf ganzer Linie. Sowohl das automatische Pairing mit einem iPhone 7 über ein proprietäres Apple-Protokoll als auch die Nutzung gestalteten sich intuitiv. Spielt der Nutzer Musik über die iPhone-Lautsprecher ab und setzt die Airpods auf, wird der Sound automatisch auf die Kopfhörer geleitet. Nimmt der Nutzer einen Kopfhörer aus dem Ohr, wird die Wiedergabe pausiert. Ebenfalls beeindruckend ist, dass die Airpods nach der initialen Kopplung mit einem iPhone 7 mit allen Apple-Geräten des Nutzers funktionieren – ohne zusätzliche Kopplung. Das liegt unter anderem an dem in den Airpods verbautem W1-Chip sowie Features von iOS, macOS und watchOS.

Einmal mit einem Gerät gekoppelt, lassen sich die drahtlosen Kopfhörer auch mit anderen Apple-Geräten nutzen. (Screenshot: Apple)
Einmal mit einem Gerät gekoppelt, lassen sich die drahtlosen Kopfhörer auch mit anderen Apple-Geräten nutzen. (Screenshot: Apple)

Leider verzichtet Apple bisher darauf, Drittherstellern von Kopfhörern Zugang zu dem proprietären Protokoll für das Pairing zu geben. Daher werden andere drahtlose Kopfhörer auch weiterhin via Bluetooth mit iPhones gekoppelt werden müssen. Das ist schon etwas frustrierend, da die Kopplung über Bluetooth immer noch kein wirklich positives Nutzererlebnis liefert. Umso ärgerlicher wird dieser Aspekt vor dem Hintergrund, dass Apple einen etablierten und offenen Standard in Form des Klinkenanschlusses gestrichen hat. Die Alternativen, die von den neuen iPhones geboten werden, können zwar durchaus überzeugen, aber eben nur, wenn man komplett auf Apple-Hardware setzt. Wer drahtlose Kopfhörer eines Drittherstellers im Einsatz hat, kommt lediglich in den Genuss einer um einige Funktionen beschnittenen Technologie.  Da Apple für die Zukunft offensichtlich komplett auf drahtlosen Sound setzt, muss das Unternehmen sicherstellen, dass auch Dritthersteller von drahtlosen Kopfhörern und drahtlosen Lautsprechern vollen Zugriff auf alle Airplay-Features und Protokolle haben. Nur wenn sich Nutzer völlig problemlos mit drahtlosen Audiosystemen verbinden können, wird sich die Vision einer kabellosen Sound-Zukunft erfüllen können.

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3 Reaktionen
D2

Ja und deinen kannst Du dir in Zukunft auch sparen....

Nate

Zwei Jahre ist das iPhone 6 alt. Nicht drei.

D

Sehr aufmerksam. Das Kommentar ändert grundlegend die Aussage des Berichtes.Danke.

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