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E-Commerce

Kannibalisierungseffekt ade? E-Commerce ergänzt den stationären Handel [Studie]

Kannibalisiert Onlineshopping stationären Umsatz? (Bild: eBay/Deloitte)

Es gleicht einem Paradigmenwechsel: Eine aktuelle Studie sieht den E-Commerce als Ergänzung zum stationären Handel. Multichannel-Händler sollen durch den eigenen Onlineshop Umsatz dazugewinnen – und nicht abgeben.

Die Studie „Zukunft des Handels – Die Chance Omnichannel“ ist von Deloitte im Auftrag von eBay erstellt worden und untersucht Effekte des Handels auf mehreren Verkaufskanälen in einigen europäischen Ländern. Eine festsitzende, bestehende Meinung über den Omni- oder Multi-Channel – je nachdem, wie man das Kind mit den mehreren Verkaufskanälen taufen will – ist die mögliche Kannibalisierung der stationären Umsätze durch die Onlineumsätze. Einfach ausgedrückt: Eröffnet ein Buchhändler einen Online-Buchshop, verkauft er zwar Bücher über das Internet, die Kunden, die diese Bücher offline gekauft hätten, bleiben jetzt weg – und der Umsatz in der Filiale sinkt. Die Omichannel-Studie von Deloitte will diese Annahme nun widerlegen.

(Bild: eBay/Deloitte)
Omnichannel – Der Handel auf allen Verkaufskanälen ist bereits Realität. (Grafik: eBay/Deloitte)

Die Ergebnisse der Studie „Die Chance Omnichannel“

Die Studie von eBay und Deloitte will unter anderem belegen, dass der Online-Handel den Offline-Handel nicht kannibalisiert. Belegt werden soll diese Annahme auch durch die folgenden Ergebnisse:

  • 25 Prozent der kürzlich erfolgten Online-Käufe fanden ergänzend zu stationären Verkäufen statt.
  • 95 Prozent zusätzlichen Absatz zum stationären Verkauf im Damen-Modemarkt konnten führende britische Händler erzielen.
  • 98 Prozent zusätzlichen Absatz zum stationären Geschäft mit Haushaltsgeräten konnten deutsche Händler erzielen.

Für der Studie wurden je 1.000 Konsumenten in Deutschland und Großbritannien befragt sowie Absatzdaten von 21 führenden europäischen Händlern analysiert. Ergänzt wurde die Datenbasis durch Interviews mit elf führenden europäischen Händlern.

(Bild: eBay/Deloitte)
Ergebnisse der eBay-Studie, die gegen eine Kannibalisierung der Offline-Umsätze sprechen sollen. (Bild: eBay/Deloitte)

 

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3 Reaktionen
Materna Newmedia

Rund 56 Milliarden Euro soll 2014 der Versandhandel in Deutschland umsetzen. Das kann am stationären Handel gar nicht spurlos vorbeigehen. Wenn immer weniger Einkaufswillige lieber am Handy oder PC als in der Stadt shoppen, sinkt die Chance auf Impuls- und Lustkäufe. Gerade kleine und mittlere Läden kommen da schnell in Schwierigkeiten. Ob Omnichannel für sie die rettende Lösung ist? Fraglich. Schließlich sind Onlinemarketing, Webshop oder Social Media Aktivitäten personal- und kostenmäßig auch nicht zum Nulltarif zu haben.

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mediaworx berlin AG - Heiko

Es wird in diesem Artikel lediglich darauf eingegangen, dass neben dem herkömmlichen stationären Handel Online zusätzliche Umsätze generiert haben. Ich finde es interessant das der Artikel ohne den Begriff ROPO („Research Online, Purchase Offline“) auskommt, wobei dieser die Wechselwirkung zwischen Online und Offline-Kanälen genauer aufgreift und eine der entscheidenden Ergebnisse der Studie darstellt. Denn dort gesagt, dass diejenigen die den Online-Marketplatz nutzen, auch ihre Umsätze im stationären Handel steigern konnten.

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Trader

Ist die Studie nicht schon ein paar Tage älter? Irgendwie habe ich das alles schon woanders gelesen...
Viele Grüße

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