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Dieser Mini-Kernreaktor gilt als große Hoffnung der Energiegewinnung

Mit dem Konzept des Herstellers Nuscale lassen sich jetzt Reaktoren von etwa einem Drittel der Größe herkömmlicher Varianten bauen. Jedes Modul kann 50 Megawatt Leistung erzeugen.

Von Hannah Klaiber
2 Min. Lesezeit
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Entwickelt wurde das Design, mit dem ein Reaktor von etwa einem Drittel der Größe eines üblichen Reaktors gebaut werden kann, vom Unternehmen Nuscale aus dem Bundesstaat Oregon. (Foto: Shutterstock.com / T. Schneider)

Seit 19. Januar ist die Zertifizierung des Designs des ersten SMR (Small Modular Reactor, dt.: kleiner modularer Reaktor) durch die Nuclear Regulatory Commission (NRC) im Bundesregister veröffentlicht: Versorgungsunternehmen können jetzt auch die Minivariante eines Kernspaltungsreaktors auswählen, wenn sie eine Lizenz für den Bau einer neuen kerntechnischen Anlage beantragen.

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Eine Leistung von 50 Megawatt

Entwickelt wurde das Design, mit dem ein Reaktor von etwa einem Drittel der Größe eines üblichen Reaktors gebaut werden kann, vom Unternehmen Nuscale aus dem Bundesstaat Oregon. Jedes Modul des Kernreaktors ist nach Angaben des Unternehmens in der Lage, etwa 50 Megawatt Leistung zu erzeugen.

Das Konzept von Nuscale basiert auf einem kleinen Leichtwasserreaktor, der Anfang der 2000er Jahre an der Oregon State University entwickelt wurde. Es besteht aus einem oder mehreren Leistungsmodulen mit natürlicher Zirkulation, die aus einem Reaktorkern, einem Druckhalter und zwei Wendelrohr-Dampferzeugern bestehen. Diese befinden sich in einem gemeinsamen Reaktordruckbehälter, der wiederum in einem kompakten zylindrischen Stahlcontainer untergebracht ist.

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Jedes Nuscale-Reaktorgebäude ist für die Aufnahme von bis zu zwölf Leistungsmodulen ausgelegt, die eine Gesamtkapazität von 600 Megawatt haben.

Neuartige Ansätze zur Erfüllung der wichtigsten Sicherheitsfunktionen

„Alle Nuscale-Leistungsmodule sind teilweise in einen gemeinsamen sicherheitsrelevanten Pool untergebracht, der auch der ultimative Kühlkörper für bis zu 12 Leistungsmodule ist“, heißt es in den Angaben im Bundesregister.

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„Bei der Konstruktion wurden mehrere neuartige Ansätze zur Erfüllung der wichtigsten Sicherheitsfunktionen angewandt, sodass kein sicherheitsrelevanter Strom der Klasse 1E (keine Notstromdieselgeneratoren) benötigt wird, keine Pumpen zur Einspritzung von Wasser in den Kern für die Kühlmittelzufuhr nach einem Unfall erforderlich sind und weniger Personal im Kontrollraum benötigt wird, während gleichzeitig ein sicherer Betrieb der Anlage im Normalbetrieb und nach einem Unfall gewährleistet ist.“

SMR: Ein vielversprechendes Zeichen

„SMR sind kein abstraktes Konzept mehr“, wird die stellvertretende Sekretärin für Kernenergie Kathryn Huff in einer Erklärung zitiert. „Sie sind real und dank der harten Arbeit von Nuscale, der Universitätsgemeinschaft, unseren nationalen Labors, Industriepartnern und dem NRC einsatzbereit. Das ist Innovation vom Feinsten und wir fangen hier in den USA gerade erst an.“

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Diesen Enthusiasmus teilen nicht alle Experten der Branche – denn auch kleine modulare Reaktoren produzieren nukleare Abfälle. Dennoch: „Die Einführung eines kleinen modularen Reaktordesigns mag einige der tiefgreifenden Probleme im Zusammenhang mit der Nukleartechnologie und die seit langem bestehenden Spannungen innerhalb der Umweltbewegung über die Rolle der Kernenergie in der Zukunft nicht lösen. Aber es ist sicherlich ein vielversprechendes Zeichen“, heißt es in einer Einschätzung auf dem Portal Gizmodo.

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Rainer Kirmse , Altenburg

ATOMAUSSTIEG – Gedicht

Jahrzehnte nur Nutzbarkeit,
Jahrtausende Strahlungszeit.
Unwägbarkeiten beim Betrieb,
für Endlager die Aussicht trüb.
Teuer, riskant und nicht geheuer,
wir beenden dieses Abenteuer.

AKW adé ☢️ AUSGESTRAHLT

Gegen den GAU ist kein Land gefeit,
der Atomausstieg verhindert Leid.
Deutschland hat die Weichen gestellt,
beispielgebend für die ganze Welt.

Kernenergie war mal der Renner,
auserkoren als Dauerbrenner.
Atomstrom wurde huldvoll kreiert,
die Gefahren hat man ignoriert.

Das Energieproblem schien gelöst,
bis Tschernobyl den Traum zerstößt.
Fukushima brachte die Wende,
deutschen Reaktoren das Ende.

Wohin das strahlende Material?
Die Suche entwickelt sich zur Qual.
Atommüll ist nicht Stoff der Träume,
da öffnet man ungern die Räume.

Tonnen von radioaktivem Kies,
Aus für jedes Urlaubsparadies.
Lager gesucht für die Ewigkeit,
Grab für Relikte der Atomzeit.

Rainer Kirmse , Altenburg

Herzliche Grüße aus Thüringen

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