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KI enthüllt verborgenes Picasso-Gemälde

Obwohl Pablo Picasso 1973 starb, gibt es noch immer neue Kunst von ihm zu bestaunen. Sein neuestes Werk entdeckten Wissenschaftler mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

3 Min. Lesezeit
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Picasso gehört zu den größten Künstlern seiner Zeit. (Foto: Oxia Palus)

Das Unternehmen Oxia Palus hat sich darauf spezialisiert, verlorene Kunst zu finden. Wie CNN berichtet schafften es die Spezialisten jetzt auch, ein Gemälde von Pablo Picasso mit dem Titel „The Lonesome Crouching Nude“ aufzudecken. Das Porträt wurde von Picasso übermalt, als er 1903 „Die Mahlzeit des Blinden“ schuf. Das Übermalen bereits bestehender Bilder war zur damaligen Zeit eine gängige Praxis, um Geld für Leinwände zu sparen.

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Um das ursprüngliche Gemälde freizulegen, verwendeten die Wissenschaftler zunächst Röntgenbilder, um die Umrisse des Porträts zu definieren. Mit einer extra dafür trainierten KI fügten sie dann die Pinselstriche im Picasso-Stil hinzu und vollendeten das Bild so. Im letzten Schritt gaben sie dem Gemälde durch eine generierte Heightmap seine Textur, bevor es in 3D auf eine Leinwand gedruckt wurde. Das Ergebnis lässt sich sehen: Es ist ein Aktporträt aus Picassos berühmter „Blauer Periode“. Die Figur der Frau erscheint auch in Picassos Gemälde „La Vie“ und einer Reihe seiner Skizzen, was darauf hindeutet, dass der Künstler eine Affinität zu ihr gehabt haben könnte.

Neue Möglichkeiten für die Kunst

Kunst sei ein Speicher für komplexe Informationen, und maschinelles Lernen habe sich so weit entwickelt, „dass es uns helfen kann, diese Informationen zu analysieren“, sagte Oxia-Palus-Mitgründer Anthony Bourached gegenüber CNN.„Wir haben jetzt komplexe Systeme, die uns helfen können, unsere Geschichte und Kultur besser zu verstehen“, so Bourached weiter.

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(Foto: Oxia Palus)

Es ist zwar verblüffend, was mit moderner Technik heutzutage alles möglich ist, dennoch werden auch ethische Fragen aufgeworfen. Schließlich kann die Technologie zwar dem, was ein toter Künstler vielleicht beabsichtigt hat, nahe kommen, sie kann jedoch nie genau das machen, was der Künstler getan hätte. David Dibosa, der den Master-Studiengang Curating and Collections am Chelsea College of Arts in London leitet, sagte CNN, dass jeder, der Picassos Arbeit mag, von der Entstehung des Bildes begeistert sein würde, und begrüßte die Kombination der Technologie, die in dem Stück am Werk ist. Kunst bleibt am Ende eben doch Kunst – egal, ob digital erstellt oder mit Pinsel und Farbe.

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