News

Knowhow-Offensive: Apple will sein Cloud-Business massiv ausbauen

Apple-Rechenzentrum in Iowa.(Bild: Apple)

Apple will die für sein Geschäft essenziellen Kerntechnologien kontrollieren. In zunehmendem Maße gehört dazu die Cloud. Deshalb hat das Unternehmen jetzt namhafte Experten eingestellt.

Ein Expertenteam aus vier Cloud-Spezialisten zeigt die Ernsthaftigkeit, mit der Apple seine Anstrengungen, stärker selbst als Cloud-Betreiber aktiv werden zu können, vorantreibt. Unter den Neuzugängen befinden sich zwei ehemalige Container-Experten von Amazon, ein Ex-Googler und ein ehemaliger Docker-Entwickler. Es dürfte damit nicht zu weit hergeholt sein, zu vermuten, dass sich Apples Cloud-Bemühungen auf den Aufbau einer modernen Container-Architektur fokussieren sollen.

Apple baut Cloud-Software für eigene Rechenzentren

So will Apple nach Informationen des Tech-Magazins Protocol eine eigene Version des Open-Source-Systems Kubernetes aufbauen. Damit lässt sich die Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von Container-Anwendungen automatisieren. Ein solches System ist die Grundlage jeder modernen Cloud-Strategie.

Neben den hochkarätigen Neuzugängen Michael Crosby, Arun Gupta, Maksym Pavlenko und Francesc Campoy hat Apple eine Reihe von Stellenanzeigen geschaltet. Gesucht werden Softwareentwickler aus dem Cloud-Umfeld.

Eigene Cloud: Apple will weg von AWS und Google

Diese Entwicklung passt zu den schon länger währenden Bemühungen Apples, sich von Amazon und Google zu lösen. Insbesondere die Inanspruchnahme der Amazon Web Services hatte das Unternehmen in den letzten Jahren zunehmend finanziell belastet.

Im Jahr 2018 hatte Apple dann angekündigt, innerhalb der folgenden fünf Jahre rund zehn Milliarden US-Dollar in den Aufbau einer eigenen Cloud-Infrastruktur zu investieren. Schon ein Jahr später waren die Bemühungen weit genug gediehen, um Apple eine Ersparnis von rund 370 Millionen Dollar an AWS-Gebühren zu bringen. Das entspricht der Hälfte der bislang fällig gewordenen Beträge.

Offenbar sieht Apple jetzt den Zeitpunkt gekommen, sich auch um die Software in der neu geschaffenen Cloud zu kümmern. Die Strategie, sich um wichtige Kernbereiche der eigenen Produkte und Dienstleistungen möglichst selbst und im eigenen Hause kümmern zu können, gehört zu Apples DNA. So hatte der Konzern bereits kurz nach der Vorstellung des ersten iPhone eine eigene Abteilung für die Entwicklung von Smartphone-Prozessoren ins Leben gerufen, während die meisten anderen Hersteller weiterhin auf Drittanbieter wie Qualcomm oder Mediatek setzen.

Passend dazu: Apple baut die Cloud-Infrastruktur massiv aus – weg von AWS

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 70 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Luca Caracciolo (Chefredakteur t3n) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung