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Leben auf dem Mond: Forschende erzeugen Sauerstoff mit Mondboden, Sonnenlicht und Wasser

In Versuchen an den jüngsten Mondbodenproben in 40 Jahren hat ein Forscherteam der Universität Nanjing in China herausgefunden, dass ein langfristiges Überleben auf dem Trabanten möglich sein könnte.

2 Min. Lesezeit
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Atme, Astronaut, atme! (Bild: Dima Zel / Shutterstock)

Der Mondboden enthält nach jüngeren Erkenntnissen nicht nur Sauerstoff, sondern kann auch zur Generierung von Treibstoff, der die Transportvehikel zum Mond und zurückbringen könnte, sowie zur Erzeugung etlicher anderer wichtiger Ressourcen genutzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag in der Zeitschrift Joule veröffentlichte Studie.

Aktive Komponenten des Mondbodens nutzbar gemacht

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Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität im chinesischen Nanjing hatten zuvor Proben analysiert, die während der chinesischen Mission Chang’e-5 im Jahr 2021 gesammelt worden waren. Wie Scitechdaily berichtet, war dies die erste Mission in 40 Jahren, die „frisches“ Regolith, so wird der Boden außerirdischer Oberflächen genannt, auf die Erde zurückbrachte. Dabei stellten sie fest, dass Mondregolith aktive Verbindungen enthält, die Kohlendioxid in Sauerstoff und Brennstoffe umwandeln können.

Mit einer neuen „extraterrestrischen Photosynthesestrategie“ ist es dem Team nach eigenen Angaben gelungen, Kohlendioxid in großem Maßstab in andere Ressourcen umzuwandeln können. In diesem 40 Sekunden langen Clip ist ein, wenn auch wenig erhellender Blick auf die Methode möglich:

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Regolith als Katalysator

Das System nutzt im Wesentlichen Mondboden, um Wasser, das auf dem Mond und aus der Atemluft der Astronauten gewonnen wird, durch Elektrolyse in Sauerstoff und Wasserstoff umzuwandeln. Später soll auch das von den Mondbewohnern ausgeatmete Kohlendioxid aufgefangen werden. Der Mondboden dient dabei als Katalysator.

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Dabei entstehen Kohlenwasserstoffe wie Methan, die als Treibstoff verwendet werden könnten. Die Methode nutzt keine externe Energie, sondern Sonnenlicht, um eine Vielzahl von Essentialia wie Wasser, Sauerstoff und Kraftstoff zu erzeugen. Jetzt sucht das Forschendenteam nach einer Gelegenheit, das System im Weltraum zu testen, wahrscheinlich bei Chinas zukünftigen Mondmissionen mit Besatzung.

Chinesische Forschende nutzen das erst in jüngerer Zeit aufgenommene Raumfahrtprogramm des Landes bereits intensiv. Bislang allerdings sieht es mit internationalen Kooperationen eher mau aus. Vielleicht wird China die Lücke füllen, die die Abkehr Russlands von der globalen Staatengemeinschaft, auch in der Raumforschung gerissen hat. Zumindest hat das Land bisher eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern nicht rundheraus ausgeschlossen.

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