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Leichtbaustromer für Pendler: DLR schlägt elektrischen Zweisitzer mit Brennstoffzelle vor

Das DLR macht einen Vorschlag für den Pendlerverkehr der Zukunft. Der besteht in einem Zweisitzer in Leichtbauweise, der von einer Brennstoffzelle angetrieben wird.

2 Min. Lesezeit
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Das Safe Light Regional Vehicle des DLR. (Foto: DLR)

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat am Donnerstag den Prototyp ihres „Safe Light Regional Vehicle“ (SLRV) vorgestellt. Das wirkt optisch wie einem Science-Fiction-Film entnommen, ist aber ansonsten weit konventioneller als es aussieht.

Das ist das SLRV

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Die Karosserie des Zweisitzers soll nur rund 90 Kilogramm wiegen. Dazu setzt das DLR sogenannte Sandwichplatten ein wie man sie auch aus dem Hausbau kennt. Diese Verbundplatten aus zwei tragenden Deckhäuten und einem Stützkern sind besonders leicht und gelten als außerordentlich stabil. Bislang ist das Material im Autobau zumindest nur selten verwendet worden. Das DLR will mit dem Prototyp daher auch das Potenzial zeigen, dass die Sandwichbauweise für den Autobau birgt.

Beim SLRV werden Platten mit Deckhäuten aus Aluminium und einem Verbundkern aus PU-Schaum eingesetzt. Die sollen vorne und hinten für eine Art Knautschzone sorgen. Zudem dienen sie als Montageplattform für die Technik des Fahrzeugs. Überdies ist das 3,80 Meter lange SLRV besonders niedrig gehalten, um einen geringen Luftwiderstand zu erzielen. Fortbewegen soll den Zweisitzer „ein hocheffizienter Brennstoffzellenantrieb”, der „eine ressourcenschonende sichere Mobilität” ermögliche, so das DLR.

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Bei der Konstruktion der Fahrgastzelle hat sich das DLR für eine Wanne mit einer aufgesetzten Ringstruktur entschieden. Das dient vornehmlich der Aufnahme von Kräften, die während der Fahrt auf das Auto wirken.

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Angetrieben wird das Leichtbaufahrzeug von einer Brennstoffzelle, die aus Wasserstoff Strom mit 8,5 Kilowatt Dauerleistung macht. Die ist mit einer Batterie verbunden, die zusätzliche 25 Kilowatt Leistung liefern kann. Für diese Kombination hat sich das DLR nach eigenen Angaben entschieden, weil sie leichter als herkömmliche Batteriesysteme ist und dennoch eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erreichen soll.

Der Wasserstoff-Drucktank ist zwischen den beiden Sitzen verbaut. Der 39-Liter-Tank fasst 1,6 Kilogramm Wasserstoff bei 700 Bar. Mit der Abwärme der Brennstoffzelle wird der Innenraum geheizt. Dabei sollen die guten Dämmeigenschaften der Sandwichplatten für einen geringen Energieverlust im Winter sorgen.

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Das Safe Light Regional Vehicle des DLR. (Foto: DLR)

Marktperspektive unklar

Das DLR sieht das neuartige Fahrzeug als Ergänzung etwa zum Renault Twizy und somit als Gefährt für Pendler vor allem in urbanen Randgebieten, aber auch im außerstädtischen Bereich. Er könne entweder den öffentlichen Nahverkehr ergänzen oder als Zweitwagen genutzt werden, so das DLR.

Das SLRV ist bislang nur eine Studie, die weder eine Marktperspektive noch Kooperationspartner für die Serienfertigung vorweisen kann. Sollte das Fahrzeug auf den Markt kommen, würde es laut DLR wohl einen Anschaffungspreis von rund 15.000 Euro tragen. Nach Berechnungen des DLR ergäbe sich danach bei einer angenommenen Laufleistung von 300.000 Kilometern und einer Nutzungsdauer von zehn Jahren ein Preis von etwa zehn Cent pro Kilometer.

Passend dazu: Pendlerstudie zeigt: Nichts ist gesünder, als mit dem Rad zur Arbeit zu fahren

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