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Wie schaffe ich es, mich auf das Wesentliche zu fokussieren?

Meet your Mentor ist die Interview-Reihe der New-Work-Generation. Dieses Mal ist der Bestseller-Autor und Essentialismus-Experte Greg McKeown im Gespräch.

Von Meet your Mentor
3 Min. Lesezeit
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(Foto: Shutterstock-Gaudilab)

Greg McKeown ist ein erfolgreicher Autor. Er hat unter anderem „Essentialismus: Die konsequente Suche nach Weniger“ (Amazon, Thalia) geschrieben. Zudem ist er CEO von McKeown Inc, einer Agentur für Leadership und Strategiedesign mit Hauptsitz im Silicon Valley. Vom Weltwirtschaftsforum wurde der gebürtige Londoner zu einem Young Global Leader ernannt. Er hat bei Unternehmen wie Apple, Facebook, Google, Linkedin, Salesforce.com und Twitter unterrichtet. Laura Lewandowski hat McKeown in der neuesten Meet-your-Mentor-Episode interviewt. Wir greifen aus diesen Interviews regelmäßig Fragen heraus, die unsere t3n-Community interessieren. Heute dreht es sich darum, trotz mehrerer Jobs und Aufgaben, das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Bestseller-Autor Greg McKeown: „Verstehen heißt wissen, was zu tun ist“

Meet your Mentor: Laura Lewandowski trifft Greg McKewon. (Grafik: MYM)

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Laura Lewandowski: Lieber Greg, du empfiehlst in „Essentialismus: Die konsequente Suche nach Weniger“ einen radikalen Minimalismus – vor allem auch hinsichtlich Jobauswahl und Karriereplanung. Aber wie schaffe ich es, mich auf das Wesentliche zu fokussieren, wenn mich mein Alltag permanent zwingt, zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her zu wechseln? Ich selbst bin Freelancer und nehme viele Jobs nur an, weil sie kurzfristig Geld einbringen und ich so meine Miete bezahlen kann. Dabei würde ich viel lieber meine Zeit dafür investieren, ein langfristiges Projekt aufzubauen, für das ich wirklich brenne.

Greg McKeown: Wie dir geht es vielen Menschen! Sie haben damit zu kämpfen, dass sie zwar gute Arbeit leisten, aber gleichzeitig spüren, dass sie sich nicht auf dem richtigen und für sie essenziellen Weg befinden. Das ist dann, als wäre man ständig nicht auf, sondern nur parallel zu seinem Erfolgsweg unterwegs. Dabei wissen wir doch: Das Problem mit parallelen Wegen ist – sie kreuzen sich nie.

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Eines der wichtigsten Learnings während meiner Zeit als Coach im Silicon Valley war: Man muss leidenschaftlich für seine Aufgaben brennen, wenn man beruflichen Erfolg und sein persönliches Glück kombinieren will. Eine konsequente Kurskorrektur lohnt sich auf lange Sicht eigentlich immer. Nur, wenn wir den Weg einschlagen, auf dem wir uns am besten aufgehoben fühlen, können wir uns auch maximal einbringen.

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Genau das entspricht auch der Kernaussage des Essentialismus. In erster Konsequenz solltest du deshalb lernen, öfter „Nein!“ zu sagen. Nein zu allem, was dich vom Wesentlichen unverhältnismäßig ablenkt. Dabei braucht es viel Mut, das Unwesentliche wegzulassen! In deinem Fall bedeutet das wohl: Anstatt alle Jobs anzunehmen, die dein Konto kurzfristig beglücken, gehe selektiver vor. Schaue dir Anfragen genau an, plane sorgfältig – und sag die Jobs ab, die zu viel Zeit fressen und im Verhältnis zu wenig einbringen. Nach und nach erkämpfst du dir dadurch Raum. Raum, den du für deine kreative Freiheit benötigst. In deinem Fall: die Planung deines langfristigen Projekts, das dir am Herzen liegt.

Natürlich muss eine Kurskorrektur nicht immer schlagartig erfolgen. Schließlich ist noch kein Essentialist vom Himmel gefallen! Manchmal ist es gut, wenn man sich seine Zeit zwischen einer alten und einer neuen Tätigkeit, zwischen alten und neuen Projekten 80:20 oder 50:50 aufteilt. Um sich dann schrittweise auf das zu fokussieren, was man langfristig wirklich arbeiten und erreichen möchte – auf das Wesentliche.

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Hat man erst einmal den Kern des Essentialismus verstanden, ergeben sich drei Prinzipien, die in meinem Buch mit „Erforschen“, „Eliminieren“ und „Ausführen“ zusammengefasst werden. Das Erforschen dreht sich um die Frage: Wie können wir die vielen belanglosen von den wenigen wesentlichen Dingen unterscheiden? Beim Eliminieren geht es darum, wie wir die vielen belanglosen Dinge ausschalten. Und im dritten Teil spiele ich praktische Beispiele rund um das essentialistische Leben durch – etwa, wie man durch sinnvolle Routinen einen positiven Flow gewinnt.

Wichtig dabei ist, dass das Eliminieren und Ausführen nicht maximal radikal ausfallen müssen. Ich vergleiche den essentialistischen Weg gerne mit einem Bonsai-Baum. Dessen Blätter werden nicht grob abgetrennt, sondern müssen sorgfältig und bedacht zugeschnitten werden. Genau so sorgfältig sollten Entrepreneure beim Eliminieren von Überflüssigem und der Planung ihrer nächsten Karriereschritte vorgehen. Andernfalls irrt man ohne Ziel und Strategie umher und endet schnell in einer Sackgasse.

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