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Microsoft: 2020 wird der Support für Windows 7 eingestellt

Windows 7: Bald gehen die Lichter aus. (Foto: Adriano Castelli/Shutterstock.com)

Mitte Januar 2020 wird Microsoft den Support für sein fast zehn Jahre altes Betriebssystem Windows 7 einstellen – dabei hat der Windows-Vista-Nachfolger noch Hunderte Millionen Nutzer.

Erst vor wenigen Tagen hat Microsofts aktuelles Betriebssystem Windows 10 nach drei Jahren auf dem Markt die fast zehn Jahre alte Vorgängerversion Windows 7 bei den Marktanteilen überholt. Bei offiziell gemeldeten 700 Millionen Windows-10-Nutzern heißt das, dass noch Hunderte Millionen Nutzer Windows 7 verwenden. Ab 2020 könnte das allerdings gefährlich werden. Denn am 14. Januar des kommenden Jahres soll der Windows-7-Support enden.

Support-Ende in einem Jahr: Mehr als jeder Dritte nutzt noch Windows 7

Aktuell verwenden laut der Analyseplattform Netmarketshare 39,2 Prozent der Internetnutzer Windows 10. 36,9 Prozent sind noch mit Windows 7 unterwegs. Zum Vergleich: Die danach folgenden Betriebssystemversionen Mac OS X 10.14, Windows XP und Windows 8.1 kratzen jeweils an der Fünf-Prozent-Hürde. Geht es nur nach Windows-Nutzern, machen jene, die noch Windows 7 nutzen, gar einen Anteil von 42,8 Prozent aus, wie The Next Web schreibt.

Die Gründe dafür, dass so viele Microsoft-Nutzer noch auf eine fast zehn Jahre alte Version des Betriebssystems vertrauen, deren Support-Ende in Sicht ist, sind vielfältig. Zum einen dürfte einer großen Zahl von Nutzern Windows 7 einfach besser gefallen als die Nachfolgeversionen. Sie scheuen den Wechsel zu Windows 10, weil das alte System ja noch stabil läuft und sie daran gewöhnt sind. Mancher hat sich vielleicht auch von dem intensiven Drängen seitens Microsoft genervt gefühlt. Und auch die Berichte über den Datenhunger der Betriebssystemversion könnten abschreckend gewirkt haben.

Von 1.0 bis 10: Die Windows-Geschichte in Screenshots
Windows 1.0 erschien im Jahr 1985. (Screenshot: t3n)

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Bei vielen Firmenanwendern scheint die IT-Abteilung einen Systemwechsel zu verzögern, weil er möglicherweise zu kompliziert, aufwendig und damit teuer ist. Hier hatte Microsoft im Herbst reagiert und den Windows-7-Support für Firmenkunden um drei Jahre bis zum Januar 2023 verlängert. Die Windows-7-Updates werden aber kostenpflichtig sein. Privatkunden stehen sie nicht zur Verfügung. Diese sollten sich aus Sicherheitsgründen in den kommenden Monaten einen Wechsel auf Windows 10 oder ein anderes aktuelles Betriebssystem überlegen.

t3n meint:

Windows 7 droht, das neue Windows XP zu werden, wenn der Support 2020 ausläuft. Ähnlich wie bei Windows XP ist die Beliebtheit einer Windows-Version Fluch und Segen zugleich für Microsoft. Auch wenn gerade einiges dafür spricht, dass Microsoft dem noch von Millionen Nutzern eingesetzten Windows die eine oder andere Gnadenfrist geben wird, sollten Privatnutzer und Unternehmen lieber jetzt schon auf Windows 10 umsteigen – so wird es später wenigstens nicht hektisch.

Stephan Dörner

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